{"id":60811,"date":"2026-06-30T22:53:08","date_gmt":"2026-06-30T22:53:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/60811\/"},"modified":"2026-06-30T22:53:08","modified_gmt":"2026-06-30T22:53:08","slug":"industrie-eu-halbiert-zollfreie-stahlimporte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/60811\/","title":{"rendered":"Industrie: EU halbiert zollfreie Stahlimporte"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Zum Schutz der europ\u00e4ischen Stahlindustrie gelten seit diesem Mittwoch strengere Regeln f\u00fcr Importe. Nun d\u00fcrfen nur noch 18,3 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr zollfrei eingef\u00fchrt werden, etwa halb so viel wie zuvor (47 Prozent). Gleichzeitig hat die Europ\u00e4ische Union den Zoll auf Mengen, die dieses Kontingent \u00fcberschreiten, auf 50 Prozent verdoppelt. So soll verhindert werden, dass massenweise g\u00fcnstiger Stahl importiert wird. Innerhalb der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/europaeische-union\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU<\/a> hat Deutschland die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Stahlindustrie.\u00a0\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-06\/energiekrise-hilfen-eu-subventionen-fossile-energien-klimaschutz-gxe\" data-ct-label=\"Energiehilfen in der EU: Staatliche Hilfspakete in Krisen sind laut einer Studie klimasch\u00e4dlich\" data-uuid=\"3b07739b-2714-4e49-b2c3-f2cf61fd1b11\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Energiehilfen in der EU:<br \/>\n                        Staatliche Hilfspakete in Krisen sind laut einer Studie klimasch\u00e4dlich<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2026-06\/china-eu-export-handelspolitik-bundesregierung-g7\" data-ct-label=\"China und die EU: Ein Drama von existenziellem Ausma\u00df\" data-uuid=\"b2f2594a-80b7-4fa2-94d9-bebfdb87cfb5\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    China und die EU:<br \/>\n                        Ein Drama von existenziellem Ausma\u00df<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-06\/eu-gipfel-bruessel-finanzrahmen-china-friedrich-merz\" data-ct-label=\"EU-Gipfel in Br\u00fcssel: EU-Gipfel beginnt, Merz lehnt neue europ\u00e4ische Schulden ab\" data-uuid=\"652a9cbc-4b15-4efa-83db-721edb9c887e\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        EU-Gipfel in Br\u00fcssel:<br \/>\n                        EU-Gipfel beginnt, Merz lehnt neue europ\u00e4ische Schulden ab<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                    Millionen Tonnen Stahl zu viel            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Weltweit wird deutlich mehr Stahl produziert als ben\u00f6tigt wird. Diese \u00dcberkapazit\u00e4ten liegen derzeit nach Zahlen der EU-Kommission bei 620 Millionen Tonnen, bis 2027 steigen sie demnach voraussichtlich auf 721 Millionen Tonnen. Das w\u00e4re f\u00fcnfmal so viel wie die EU j\u00e4hrlich an Stahl verbraucht. Die massive Erh\u00f6hung der US-Einfuhrz\u00f6lle auf Stahl im vergangenen Jahr hat den Druck auf den europ\u00e4ischen Markt weiter verst\u00e4rkt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">China, Indien und die T\u00fcrkei z\u00e4hlen zu den L\u00e4ndern, aus denen g\u00fcnstiger Stahl exportiert wird. Das h\u00e4ngt mit niedrigeren Energiepreisen, aber auch staatlicher F\u00f6rderung zusammen.\u00a0\n<\/p>\n<p>            Verband hofft auf R\u00fcckkehr von 15 Millionen Tonnen            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Verband der europ\u00e4ischen <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/stahlindustrie\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stahlindustrie<\/a> (Eurofer) rechnet damit, dass die neue Handelsma\u00dfnahme 15 Millionen Tonnen an Kapazit\u00e4tsauslastung nach Europa zur\u00fcckbringen k\u00f6nnte. In den vergangen sieben Jahren seien mehr als 30 Millionen Tonnen Produktion verloren gegangen, sagte Eurofer-Generaldirektor Axel Eggert.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Eggert begr\u00fc\u00dfte die \u00c4nderung, aber sprach gleichzeitig von einem ersten Schritt. In der Folge m\u00fcssten in Europa unter anderem die Energiekosten gesenkt werden. Die europ\u00e4ische Industrie m\u00fcsse international wieder wettbewerbsf\u00e4hig werden &#8211; aber gleichzeitig die Transformation hin zu einer klimaneutralen Industrie schaffen.\u00a0\n<\/p>\n<p>            Aus welchen L\u00e4ndern k\u00fcnftig vor allem importiert wird            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die H\u00e4lfte der verf\u00fcgbaren zollfreien Quote ist f\u00fcr Stahl aus L\u00e4ndern reserviert, mit denen die EU ein Freihandelsabkommen hat, wie aus der entsprechenden Durchf\u00fchrungsverordnung hervorgeht. 80 Prozent der Stahlimporte in die EU stammen bisher nach Angaben der EU-Kommission aus L\u00e4ndern mit Freihandelsabkommen. Mehreren dieser L\u00e4nder sichert die EU ein bestimmtes Kontingent zu, das proportional zu den bisherigen Einfuhrmengen sein soll &#8211; unter anderem Gro\u00dfbritannien, der T\u00fcrkei und Ukraine, wie ein hochrangiger EU-Beamter sagte.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die andere H\u00e4lfte, also ebenfalls 9,15 Millionen Tonnen, steht allen zur Verf\u00fcgung, unabh\u00e4ngig davon, ob die Herkunftsl\u00e4nder ein Handelsabkommen mit der EU haben oder nicht. China beispielsweise hat kein solches Abkommen mit der EU.\n<\/p>\n<p>            Die Branche leidet            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die EU ist nach Zahlen der Kommission der drittgr\u00f6\u00dfte Stahlproduzent der Welt. Rund 300.000 Menschen seien direkt in diesem Industriebereich besch\u00e4ftigt. Doch die Branche leidet unter der Krise in Abnehmerbranchen, vor allem der Autoindustrie. Dazu kommen unter anderem die Kosten f\u00fcr den Umbau hin zu einer klimafreundlicheren Stahlproduktion. Die Wirksamkeit der neuen Regeln soll k\u00fcnftig alle drei Jahre \u00fcberpr\u00fcft werden.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Wirtschaftsvereinigung Stahl nannte das neue Instrument unverzichtbar. Nun m\u00fcsse die EU-Kommission noch Regelungsl\u00fccken schlie\u00dfen: Der Anwendungsbereich solle f\u00fcr alle Stahlprodukte gelten und auch auf nachgelagerte stahlintensive Produkte ausgeweitet werden, sodass der Schutz nicht umgangen werden k\u00f6nne, forderte sie.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Besonders wichtig sei zudem die Einf\u00fchrung eines Melted-and-Poured-Nachweises, der die Herkunft eines Stahlprodukts danach bestimme, wo der Stahl tats\u00e4chlich geschmolzen und gegossen wurde, argumentierte der Verband. \u00abWichtig ist, dass die Zollkontingente dem tats\u00e4chlichen Erzeugungsland des Stahls zugerechnet werden\u00bb, forderte Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Kerstin Maria Rippel.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260630-930-312871\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zum Schutz der europ\u00e4ischen Stahlindustrie gelten seit diesem Mittwoch strengere Regeln f\u00fcr Importe. 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