{"id":61350,"date":"2026-07-01T14:24:08","date_gmt":"2026-07-01T14:24:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/61350\/"},"modified":"2026-07-01T14:24:08","modified_gmt":"2026-07-01T14:24:08","slug":"essen-miete-freizeit-wofuer-geben-europas-haushalte-ihr-geld-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/61350\/","title":{"rendered":"Essen, Miete, Freizeit: Wof\u00fcr geben Europas Haushalte ihr Geld aus?"},"content":{"rendered":"<p>\n  Von&amp;nbspMaja Kunert\n<\/p>\n<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            01\/07\/2026 &#8211; 16:08 MESZ\n            <\/p>\n<p>Wof\u00fcr Menschen ihr Geld ausgeben, sagt viel \u00fcber Kaufkraft, Preise und Lebensverh\u00e4ltnisse aus. Genau das macht die <a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/studien\/galina-kolev-schaefer-private-konsumausgaben-in-der-eu-zwischen-kaufkraft-gefaelle-und-neuen-trends.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">neue Auswertung<\/a> des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) deutlich: Die Konsumausgaben privater Haushalte unterscheiden sich in der Europ\u00e4ischen Union teils erheblich, und zwar nicht nur zwischen Nord und S\u00fcd, sondern auch zwischen West und Ost.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Besonders sichtbar wird das bei den Grundausgaben. In \u00e4rmeren L\u00e4ndern flie\u00dft ein viel gr\u00f6\u00dferer Teil des Budgets in Lebensmittel und Wohnen, w\u00e4hrend in wohlhabenderen Staaten der Anteil f\u00fcr Freizeit, Kultur oder Reisen steigt. Die Studie basiert auf Eurostat-Daten zur Gewichtung des Harmonisierten Verbraucherpreisindex und nutzt f\u00fcr die meisten Kategorien Daten bis 2024.<\/p>\n<p>Grundbedarf frisst Budget<\/p>\n<p>Ein gutes Beispiel sind Nahrungsmittel und alkoholfreie Getr\u00e4nke. In Luxemburg machen sie nur 9,3 Prozent der privaten Ausgaben aus, in Rum\u00e4nien dagegen 23,1 Prozent. Dass diese Kategorie in Rum\u00e4nien im Vergleich zu vor zehn Jahren zur\u00fcckgeht, liegt laut IW auch an einer gestiegenen Kaufkraft, obwohl Preissteigerungen den Effekt sp\u00fcrbar abschw\u00e4chen.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich deutlich ist der Unterschied bei den Dienstleistungen. In Irland und Frankreich geht etwa die H\u00e4lfte der privaten Ausgaben in diesen Bereich, in Deutschland sind es mehr als 46 Prozent. Im EU-Durchschnitt liegt der Wert bei 43 Prozent, w\u00e4hrend er in Rum\u00e4nien wegen der geringeren Kaufkraft bei weniger als einem Viertel liegt.<\/p>\n<p>Freizeit statt Luxus<\/p>\n<p>Am anderen Ende der Skala stehen die sogenannten Wahlausgaben, also Posten, die st\u00e4rker von Lebensstil und Wohlstand gepr\u00e4gt sind. Hier liegt Deutschland an der Spitze: 9,6 Prozent des Konsumbudgets entfallen auf Freizeit, Sport und Kultur. Knapp dahinter folgt Schweden mit 9,5 Prozent, der EU-Durchschnitt liegt bei 7,5 Prozent.<\/p>\n<p>Auch bei Pauschalreisen ist Deutschland auff\u00e4llig stark. Gemeinsam mit Slowenien belegt die Bundesrepublik mit jeweils 1,9 Prozent den ersten Platz. Laut IW h\u00e4ngt der Anstieg der Freizeit-Ausgaben in Deutschland unter anderem mit mehr Geld f\u00fcr Gartenartikel, Heimtiere und Freizeitdienstleistungen zusammen.<\/p>\n<p>Deutschlands besondere Mischung<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist zugleich, dass die Deutschen zwar viel f\u00fcr Freizeit ausgeben, beim Essen gehen aber deutlich sparsamer sind. F\u00fcr Restaurants und Beherbergung wenden die Haushalte in Deutschland 6,3 Prozent ihres Budgets auf \u2013 deutlich weniger als der EU-Durchschnitt von 9,2 Prozent. Der Vergleich mit Malta zeigt, wie gro\u00df die Spannweite in Europa ist: Dort liegt der Anteil bei 21,1 Prozent, auch wegen der hohen Ausgaben von Touristen.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Ausgabenblock bleibt in Deutschland dennoch das Wohnen. Auf Wohnen, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe entfallen 23,3 Prozent des Haushaltsbudgets. Bei den tats\u00e4chlichen Mietzahlungen liegt Deutschland mit 7,0 Prozent auf Rang zwei in der EU \u2013 ein Hinweis darauf, wie stark der Wohnungsmarkt die Haushalte belastet.<\/p>\n<p>Die IW-Analyse zeigt vor allem eines: Konsum ist in Europa kein einheitliches Muster, sondern ein Spiegel sozialer und wirtschaftlicher Unterschiede. Wo Geld knapper ist, dominieren Grundbed\u00fcrfnisse; wo die Kaufkraft h\u00f6her ist, gewinnen Freizeit, Reisen und Dienstleistungen an Gewicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von&amp;nbspMaja Kunert Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 01\/07\/2026 &#8211; 16:08 MESZ Wof\u00fcr Menschen ihr Geld ausgeben, sagt viel \u00fcber Kaufkraft,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":61351,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[14979,6,651,1583,16163],"class_list":["post-61350","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-euronews-vergleich","tag-europa","tag-freizeit","tag-inflation","tag-konsumgueter"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61350","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61350"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61350\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/61351"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61350"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61350"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61350"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}