{"id":61583,"date":"2026-07-02T05:15:10","date_gmt":"2026-07-02T05:15:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/61583\/"},"modified":"2026-07-02T05:15:10","modified_gmt":"2026-07-02T05:15:10","slug":"eu-gegen-apple-der-streit-um-siri-ai-spitzt-sich-weiter-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/61583\/","title":{"rendered":"EU gegen Apple: Der Streit um Siri AI spitzt sich weiter zu"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/siri-ai-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-400731\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"Siri AI\" width=\"1600\" height=\"900\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/siri-ai-2.jpg\"\/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-400731\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/siri-ai-2.jpg\" alt=\"Siri AI\" width=\"1600\" height=\"900\"  \/><\/a><\/p>\n<p>Der Konflikt zwischen Apple und der Europ\u00e4ischen Union \u00fcber den Start von Siri AI tritt in eine neue Phase. Apple-Chef Tim Cook traf sich am Dienstag in einer virtuellen Runde mit Henna Virkkunen, der EU-Beauftragten f\u00fcr Technologie, um auszuloten, wie die neue KI-gest\u00fctzte Version von Siri mit den geltenden europ\u00e4ischen Digitalvorschriften in Einklang gebracht werden k\u00f6nnte. Die <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/807d25c3-f4ac-4402-b815-3aa91018237d\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Financial Times<\/a> berichtet dar\u00fcber. Ein Sprecher der Kommission bezeichnete den Austausch als \u201ekonstruktiv\u201c, betonte aber, dass man an den besprochenen Punkten weiterarbeiten m\u00fcsse. Eine diplomatische Formulierung, hinter der sich nach wie vor erheblicher Gespr\u00e4chsbedarf verbirgt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-worthy-pixel-img skip-lazy \" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/de86492fb5f149eb9cc80c6a0333bf7d.gif\" loading=\"eager\" data-no-lazy=\"1\" data-skip-lazy=\"1\" height=\"1\" width=\"1\" alt=\"\"\/><br \/>\nWas auf dem Spiel steht<\/p>\n<p>Ab September steht Siri AI weltweit kostenlos als Teil von <a href=\"https:\/\/www.appgefahren.de\/wwdc-2026-das-sind-alle-neuerungen-in-ios-27-und-ipados-27-400511.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">iOS 27 und iPadOS 27<\/a> bereit, allerdings <a href=\"https:\/\/www.appgefahren.de\/siri-ai-in-deutschland-vorerst-nicht-fuer-iphone-und-ipad-400544.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nicht f\u00fcr Nutzer und Nutzerinnen in der Europ\u00e4ischen Union<\/a>. Die \u00fcberarbeitete, chatbot-artige Siri-Variante bleibt auf deutschen iPhones und iPads so lange verwehrt, bis Apple eine L\u00f6sung findet, die mit europ\u00e4ischem Recht vereinbar ist. Betroffen sind unter anderem die neue Konversationsverlauf-Funktion in der Siri-App, erweiterte F\u00e4higkeiten der Visuellen Intelligenz, integrierte Schreibwerkzeuge sowie der Siri-Modus in der Kamera-App.<\/p>\n<p>Den Stein ins Rollen brachte Apples Ank\u00fcndigung auf der WWDC 2026 im vergangenen Monat: Der Konzern erkl\u00e4rte \u00f6ffentlich, die EU-Regulierungsbeh\u00f6rden h\u00e4tten keinen der unterbreiteten L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge akzeptiert, um Siri AI EU-konform einzuf\u00fchren und dabei gleichzeitig die sichere Einbindung konkurrierender Sprachassistenten zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Der Kern des Streits: DMA, Interoperabilit\u00e4t und ein abgelehnter Vorschlag<\/p>\n<p>Das Herzst\u00fcck des Konflikts ist der Digital Markets Act (DMA). Die Kommission <a href=\"https:\/\/www.appgefahren.de\/eu-sprecher-siri-ai-kommt-wegen-apple-nicht-nach-europa-400673.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">besteht darauf<\/a>, dass Apple konkurrierenden KI-Assistenten denselben tiefen Systemzugang gew\u00e4hren muss, den Siri genie\u00dft.<\/p>\n<p>Als Ausweg hatte Apple das Konzept eines sogenannten \u201eTrusted System Agent\u201c entwickelt: eine Vermittlersoftware, die Drittanbieter-Assistenten sicheren und regulierten Zugang zu denselben Systemfunktionen erm\u00f6glicht h\u00e4tte wie Siri. Nach Apples Darstellung lehnte die EU diesen Ansatz ab. Die Kommission wiederum widersprach dieser Version energisch: Die Entscheidung, Siri AI in Europa nicht zu starten, treffe allein Apple. Statt einer konformen L\u00f6sung habe das Unternehmen lediglich eine pauschale Befreiung von seinen Interoperabilit\u00e4tspflichten angestrebt.<\/p>\n<p>Ein Kommissionsbeamter legte gegen\u00fcber der Financial Times noch einen drauf: Der Kontakt mit Apple zum \u201eTrusted System Agent\u201c sei sp\u00e4rlich gewesen, und es habe an konkreten Details gefehlt, wie die Vermittlersoftware jenseits eines vagen Konzepts tats\u00e4chlich funktionieren solle. Apple habe sich stattdessen darauf konzentriert, gr\u00fcnes Licht f\u00fcr eine Verz\u00f6gerung der Umsetzung zu erhalten. Die Bef\u00fcrchtung dahinter formulierte der Beamte deutlich: W\u00fcrde Siri AI bereits verf\u00fcgbar sein, w\u00e4hrend konkurrierende Dienste noch mindestens zwei Jahre auf den n\u00f6tigen Systemzugang warten m\u00fcssen, drohte sich Apples Produkt am Markt festzusetzen, bevor ein echter Wettbewerb \u00fcberhaupt entstehen kann.<\/p>\n<p>Der Frust ist gro\u00df<\/p>\n<p>Der Streit blieb nicht ohne Resonanz: Laut Financial Times flatterten EU-Beamten Hunderte von Verbrauchermails ins Haus, in denen Br\u00fcssel vorgeworfen wurde, den Europ\u00e4ern den Zugang zu neuer Technologie zu verbauen. Ein durchaus unangenehmer Gegenwind f\u00fcr die Kommission.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Konflikt zwischen Apple und der Europ\u00e4ischen Union \u00fcber den Start von Siri AI tritt in eine neue&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":61584,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[1302,341,21,22,1610,1608,18144],"class_list":["post-61583","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-apple","tag-dma","tag-eu","tag-europaeische-union","tag-ipad","tag-iphone","tag-siri-ai"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61583","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61583"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61583\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/61584"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61583"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61583"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61583"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}