{"id":61862,"date":"2026-07-02T12:36:08","date_gmt":"2026-07-02T12:36:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/61862\/"},"modified":"2026-07-02T12:36:08","modified_gmt":"2026-07-02T12:36:08","slug":"neue-eu-zollregeln-wichtiger-schritt-fuer-fairen-wettbewerb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/61862\/","title":{"rendered":"Neue EU\u2011Zollregeln: \u201eWichtiger Schritt f\u00fcr fairen Wettbewerb\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Wer online g\u00fcnstige Ware aus Nicht-EU-L\u00e4ndern bestellt, muss ab sofort mit h\u00f6heren Preisen rechnen. Seit dem 1. Juli gilt eine neue EU-Regelung, die solche Billig-Importe erstmals mit einer Zollabgabe belegt.<\/p>\n<p>Betroffen sind Online-Bestellungen aus Drittstaaten mit einem Warenwert von unter 150 Euro. Ziel der Ma\u00dfnahme ist es, den stark gewachsenen Direktimport aus Nicht-EU-L\u00e4ndern einzud\u00e4mmen und faire Wettbewerbsbedingungen f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen zu schaffen. Der Wirtschaftsverband hds bewertet die Regelung grunds\u00e4tzlich positiv. \u201eDie neue EU-Ma\u00dfnahme ist ein wichtiger Schritt, um einen strukturellen Wettbewerbsnachteil f\u00fcr den lokalen Handel zu korrigieren\u201c, betont hds-Pr\u00e4sident Philipp Moser. Bisher h\u00e4tten viele Produkte aus Drittstaaten faktisch zollfrei in den europ\u00e4ischen Markt gelangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie gro\u00df das Ph\u00e4nomen ist, zeigen die Zahlen: EU-weit wurden 2025 rund 5,9 Milliarden solcher \u201eMini-Pakete\u201c direkt an Konsumenten geliefert, 97 Prozent davon aus China. Hochgerechnet auf S\u00fcdtirol ergeben sich rund sieben Millionen Pakete pro Jahr, also rund 13 Sendungen pro Person. \u201eDiese Zahlen zeigen klar, dass es sich nicht um ein Randph\u00e4nomen handelt\u201c, so Moser. Zugleich bedeute das hohe Aufkommen auch eine erhebliche zus\u00e4tzliche Verkehrsbelastung.<\/p>\n<p>Konkret sieht die Regelung eine pauschale Zollabgabe von drei Euro pro Warenkategorie in einer Sendung vor. Diese d\u00fcrfte in den meisten F\u00e4llen an die Kunden \u00fcber den Kaufpreis oder die Zustellkosten. F\u00fcr Konsumenten bedeutet das sp\u00fcrbare Preissteigerungen, vor allem bei sehr g\u00fcnstigen Produkten weitergegeben werden. Ab November 2026 ist zudem eine weitere EU-weite Bearbeitungsgeb\u00fchr geplant.<\/p>\n<p>Kritisch sieht der hds nationale Alleing\u00e4nge einzelner Staaten, wie sie zeitweise etwa in Italien, \u00d6sterreich oder Frankreich diskutiert wurden. Diese k\u00f6nnten den Binnenmarkt verzerren. \u201eGerade im Onlinehandel sind die Str\u00f6me grenz\u00fcberschreitend organisiert. Deshalb braucht es klare, einheitliche europ\u00e4ische Regeln\u201c, so Moser. F\u00fcr den heimischen Handel sieht der Verband dennoch eine Chance: Vergleichbare Rahmenbedingungen f\u00fcr alle st\u00e4rkten die lokalen Betriebe und die regionale Wertsch\u00f6pfung. Klar sei aber auch: \u201eDie Zollregelung allein wird den Wettbewerb nicht l\u00f6sen. Sie ist aber ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer online g\u00fcnstige Ware aus Nicht-EU-L\u00e4ndern bestellt, muss ab sofort mit h\u00f6heren Preisen rechnen. Seit dem 1. 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