{"id":61925,"date":"2026-07-02T14:29:13","date_gmt":"2026-07-02T14:29:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/61925\/"},"modified":"2026-07-02T14:29:13","modified_gmt":"2026-07-02T14:29:13","slug":"apple-und-eu-im-dialog-ueber-siri-ai-freischaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/61925\/","title":{"rendered":"Apple und EU im Dialog \u00fcber Siri-AI-Freischaltung"},"content":{"rendered":"<p>              Apple und EU im Dialog \u00fcber Siri-AI-Freischaltung<\/p>\n<p>Die gute Nachricht ist: Apple und die EU-Kommission sprechen (noch) miteinander. Und das sogar auf h\u00f6chster Ebene. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Apple\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Apple<\/a>-CEO Tim Cook sprach jetzt laut einem Bericht der Financial Times mit EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen \u00fcber die Frage, wie Apples KI-unterst\u00fctzte Sprachassistenz Siri AI auf dem iPhone und iPad auch f\u00fcr EU-B\u00fcrger freigeschaltet werden kann. Ein EU-Sprecher nannte den Austausch \u201ekonstruktiv\u201c \u2013 ein konkretes Ergebnis wurde allerdings nicht bekannt. Es soll weitere Gespr\u00e4che geben.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Apple hatte auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni angek\u00fcndigt, auf eine Ver\u00f6ffentlichung von Siri auf iPhone und iPad f\u00fcr seine Kunden in der EU vorerst zu verzichten. Der iPhone-Konzern f\u00fcrchtet Strafen durch die EU-Kommission wegen des Gesetzes f\u00fcr digitale M\u00e4rkte (DMA), das f\u00fcr einflussreiche Konzerne wie Apple besondere Regeln vorsieht: Sie m\u00fcssen Mitbewerbern technisch gleichberechtigten Zugang zu ihren eigenen Funktionen erm\u00f6glichen. Dagegen str\u00e4ubt sich Apple aber und begr\u00fcndet dies prim\u00e4r mit Sicherheitsgr\u00fcnden. DMA-Verst\u00f6\u00dfe k\u00f6nnen mit Strafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden. Den Hintergrund des eskalierenden Streits und was er f\u00fcr iPhone-Nutzer in der EU bedeutet, beleuchtet der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Apple-und-die-EU-Ende-der-Magie-oder-fauler-Zauber-Mac-i-Podcast-10688338.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mac &amp; i-Podcast zu Apple und der EU<\/a>.<\/p>\n<p>Apples Vorschlag und der Zeitaufschub<\/p>\n<p>In den vergangenen Wochen wurde bekannt, dass Apple mit zweierlei Vorschl\u00e4gen an die EU herangetreten ist. Da ist zun\u00e4chst eine technische L\u00f6sung namens <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Streit-ueber-KI-Anordnungen-der-EU-Google-erhaelt-Hilfe-von-Apple-11293280.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eTrusted OS Agent\u201c<\/a> im Gespr\u00e4ch. Es soll sich um eine Software-Zwischenschicht handeln, die zwischen KI-Systemen und System vermittelt und damit die Sicherheit gew\u00e4hrleistet. Es geht dabei unter anderem um den Zugriff auf personenbezogene Daten, ohne vollen Zugriff zu gew\u00e4hren. Allerdings hat Apple diese Zwischenschicht noch gar nicht entwickelt und will damit auch erst beginnen, wenn die EU-Kommission die Idee als L\u00f6sung guthei\u00dft.<\/p>\n<p>Aus diesem Grunde ist Apple wohl auch mit der Bitte um einen zeitlichen Aufschub an die EU herangetreten. Das Unternehmen wollte laut Berichten eine Zusage, dass die Kommission Apple 18 Monate lang mit Siri AI von den Interoperabilit\u00e4tspflichten des DMA befreit, um in dieser Zeit die L\u00f6sung zu bauen. Dagegen str\u00e4ubt sich aber die EU. Aus Kommissionskreisen war zu h\u00f6ren, dass Apple mit seinem L\u00f6sungsvorschlag bislang im Ungef\u00e4hren geblieben und es dem US-Konzern prim\u00e4r darum gegangen sei, erstmal einen Aufschub zu erhalten. Sie f\u00fcrchtet, dass Apple erst einmal seinen eigenen Dienst in seinem \u00d6kosystem etablieren will, bevor Wettbewerber \u00fcberhaupt eine Chance zur Konkurrenz erhalten.<\/p>\n<p>Morddrohungen gegen EU-Beamte<\/p>\n<p>Apple selbst beteuert, an einer Eskalation gar nicht interessiert zu sein. Folglich sei das Zur\u00fcckhalten von Siri AI in der EU auch keine \u201eBestrafung\u201c, wie Marketingchef Greg Joswiak k\u00fcrzlich zitiert wurde. Man habe versucht, das zu vermeiden. Europa machte knapp 27 Prozent von Apples Gesamtumsatz im vergangenen Gesch\u00e4ftsjahr aus. Die EU h\u00e4tte Apples Vorschl\u00e4ge aber nicht akzeptiert oder sich nicht ernsthaft damit auseinandergesetzt. Die EU lie\u00df \u00fcber ihren Sprecher Thomas Regnier mitteilen, dass die Entscheidung, Siri AI zur\u00fcckzuhalten, alleine bei Apple liege \u2013 nichts im DMA verbiete die Einf\u00fchrung neuer Produkte in die EU.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>In der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung fallen die Reaktionen zwiegespalten aus. W\u00e4hrend einige auf der Seite der EU-Kommission stehen und auf Mitbewerber Apples verweisen, die anscheinend ger\u00e4uschloser mit den Vorgaben der EU klarkommen, soll es unz\u00e4hlige Mails und sogar Morddrohungen gegen EU-Mitarbeiter gegeben haben, <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/807d25c3-f4ac-4402-b815-3aa91018237d?syn-25a6b1a6=1\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">berichtet die FT<\/a>. Nutzer beklagen in Foren, von neuer Technologie abgeschnitten zu werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Mac und Vision Pro bereits im Herbst<\/p>\n<p>Mit Siri AI soll Apples Sprachassistenz nat\u00fcrliche Sprache beherrschen und \u00e4hnlich wie ein KI-Chatbot agieren, der auch agentisch Aufgaben erledigen kann. Angek\u00fcndigt hatte Apple das bereits vor zwei Jahren, nach Problemen mit dem urspr\u00fcnglichen Ansatz aber die Ver\u00f6ffentlichung verschoben und die Software grundlegend \u00fcberarbeitet. Jetzt stecken KI-Modelle von Google (Gemini) in Apples Neuauflage, die derzeit im Betatest ist und im Herbst erscheinen soll. Zumindest f\u00fcr Siri AI bleibt es aber vorerst dabei, dass die EU auf dem iPhone und iPad erstmal leer ausgeht. Auf dem Mac und Vision Pro soll Siri AI schon im Herbst in der EU verf\u00fcgbar sein. Allerdings wird anfangs auch nur US-Englisch als Sprache unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mki@heise.de\" title=\"Malte Kirchner\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mki<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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