{"id":62035,"date":"2026-07-02T17:27:31","date_gmt":"2026-07-02T17:27:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/62035\/"},"modified":"2026-07-02T17:27:31","modified_gmt":"2026-07-02T17:27:31","slug":"nach-treffen-mit-reiche-china-mahnt-deutschland-zu-fairness-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/62035\/","title":{"rendered":"Nach Treffen mit Reiche: China mahnt Deutschland zu Fairness"},"content":{"rendered":"<p>&#13;<br \/>\n            Peking. Vor dem Hintergrund wachsender Handelsspannungen hat China Deutschland nach dem Treffen zwischen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Handelsminister Wang Wentao zur Fairness gemahnt. Angesichts des zunehmenden Protektionismus sollten Deutschland und China freien Handel unterst\u00fctzen, den gegenseitigen Marktzugang ausweiten und ein faires, offenes und diskriminierungsfreies Gesch\u00e4ftsklima f\u00fcr die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen schaffen, sagte der Sprecher des Handelsministeriums, He Yadong, in Peking.\u00a0 <\/p>\n<p>Wang hatte am Sonntag in Br\u00fcssel mit der CDU-Politikerin gesprochen gefolgt von einem Treffen mit EU-Handelskommissar Maros Sefcovic am Montag. Darin ging es um Chinas Exportkontrollen auf seltene Erden und daraus gefertigte Magnete sowie die Fortsetzung handelspolitischer Gespr\u00e4che.\u00a0 <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Reiche will Ausschuss mit China <\/p>\n<p>Beim Treffen mit Reiche hatte Wang laut Handelsministerium erkl\u00e4rt, China hoffe auf eine aktive Rolle Deutschlands in der EU, um Br\u00fcssel zu einer \u201erationalen Haltung\u201c in der Handelspolitik mit China zu bewegen. Nach Reiches Antrittsbesuch Ende Mai in Peking einigten sich Deutschland und China demnach, m\u00f6glichst bald einen gemeinsamen Wirtschaftsausschuss wieder ins Leben zu rufen.\u00a0 <\/p>\n<p>Laut Sefcovic hatte ihm Wang zugesichert, dass die bestehenden Exportkontrollen die Lieferketten der EU nicht beeintr\u00e4chtigen w\u00fcrden. Was dies genau umfasst, erkl\u00e4rte Beh\u00f6rdensprecher He auf Nachfrage nicht. Beide Seiten begannen zudem neue Handels- und Investitionskonsultationen, um Handelskonflikte zu entsch\u00e4rfen. \u00a0 <\/p>\n<p>Experte: EU-Mitglieder an Umkehrpunkt <\/p>\n<p>Die EU hat mit China wegen der hohen chinesischen Exporte nach Europa ein enormes Handelsdefizit. Laut Sefcovic schrumpft parallel der Marktanteil europ\u00e4ischer Firmen in China. In der EU wurden zuletzt unter anderem neue Zusatzz\u00f6lle auf Importe aus China erwogen, sollte es in den Handelskonflikten zu keiner Ann\u00e4herung kommen. <\/p>\n<p>\u201eAngesichts der Bedrohung f\u00fcr die europ\u00e4ische Industrie scheint unter europ\u00e4ischen Staats- und Regierungschefs das Gef\u00fchl der Dringlichkeit einen Umkehrpunkt erreicht zu haben\u201c, sagte China-Analyst Gabriel Wildau von der Beratung Teneo. Mittlerweile ist ihm zufolge klar, dass Peking nicht die Absicht hat, einseitig gegen das vorzugehen, was Br\u00fcssel als grassierende industrielle \u00dcberkapazit\u00e4ten ansieht. <\/p>\n<p>Die EU-Gespr\u00e4che fielen zudem mitten in eine enorme Hitzewelle in Europa, die die Nachfrage nach Klimaanlagen ankurbelte und erneut Abh\u00e4ngigkeiten von China zeigte. In der Branche sind chinesische Konzerne wie der Haushaltswarenhersteller Midea stark vertreten. Mit mehr als 200.000 Split-Ger\u00e4ten habe sich der Absatz in diesem Jahr gemessen am Vorjahreszeitraum verdoppelt, sagte Mideas Europachef f\u00fcr Klimaanlangen, Xiong Xueqin, chinesischen Medien. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; Peking. 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