{"id":62428,"date":"2026-07-03T12:15:09","date_gmt":"2026-07-03T12:15:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/62428\/"},"modified":"2026-07-03T12:15:09","modified_gmt":"2026-07-03T12:15:09","slug":"personeller-und-strategischer-neustart-in-europa-warum-lynk-co-gezwungen-ist-das-digitale-experiment-zu-beenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/62428\/","title":{"rendered":"Personeller und strategischer Neustart in Europa: Warum Lynk &#038; Co gezwungen ist das digitale Experiment zu beenden"},"content":{"rendered":"<p>Der harte Aufprall der automobilen Streaming-Illusion<\/p>\n<p>Die Ank\u00fcndigung klang im Jahr 2016 wie eine Revolution f\u00fcr eine verkrustete Branche. Ein Auto sollte kein Statussymbol mehr sein, das man m\u00fchsam beim H\u00e4ndler verhandelt, sondern ein flexibles Lifestyle-Produkt, das sich per Mausklick abonnieren l\u00e4sst wie ein digitaler Streamingdienst. Junge, urbane Kunden sollten unkompliziert f\u00fcr eine monatliche Pauschale ein modernes Kompakt-SUV ordern, es nach Belieben nutzen und bei ver\u00e4nderten Lebensumst\u00e4nden einfach wieder zur\u00fcckgeben. Dieses Konzept bescherte der neuen Marke Lynk &amp; Co aus dem riesigen Geely-Konzern ein enormes Ma\u00df an Aufmerksamkeit. Traditionelle Automobilhersteller blickten mit einer Mischung aus Sorge und Faszination nach Schweden und China, um zu sehen, ob die digitale Generation den klassischen Autokauf tats\u00e4chlich komplett abl\u00f6st. Doch die wirtschaftliche Realit\u00e4t auf dem europ\u00e4ischen Markt, insbesondere in Deutschland, hat die vision\u00e4ren Tr\u00e4ume inzwischen eingeholt. Die anf\u00e4ngliche Euphorie ist ern\u00fcchternden Bilanzen gewichen. Der Wunsch der Autok\u00e4ufer nach langfristiger Kalkulierbarkeit, physischen Ansprechpartnern und bew\u00e4hrten Servicestrukturen erwies sich als deutlich hartn\u00e4ckiger als das fl\u00fcchtige Interesse an kurzfristigen Digitalvertr\u00e4gen. Deshalb sieht sich die Konzernmutter nun zu einer tiefgreifenden Korrektur ihrer Strategie gezwungen. Der tiefgreifende personelle Umbau an der Spitze der Marke ist kein freiwilliger Entwicklungsschritt, sondern die direkte Konsequenz aus einem Vertriebsmodell, das in seiner urspr\u00fcnglichen Form an den harten Grenzen der Profitabilit\u00e4t gescheitert ist. Der Abschied vom reinen Abo-Fokus hin zu einem klassischen Retail-Gesch\u00e4ft zeigt, da\u00df auch innovative Mobilit\u00e4tsanbieter die physikalischen und \u00f6konomischen Gesetze des Automobilmarktes nicht einfach aushebeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"110923\" data-permalink=\"https:\/\/www.motormobiles.de\/personeller-und-strategischer-neustart-in-europa-warum-lynk-co-gezwungen-ist-das-digitale-experiment-zu-beenden\/martinmcpgherson20260701-lynkundco\/\" data-orig-file=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/martinmcpgherson20260701-lynkundco.jpg\" data-orig-size=\"1000,728\" data-comments-opened=\"0\" data-image-title=\"martinmcpgherson20260701-lynkundco\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Martin Persson, Head of Lynk &amp; Co Europe at Volvo Cars \u2013 Bildnachweis: Lynk &amp; Co &lt;\/p&gt;&#10;\" data-large-file=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/martinmcpgherson20260701-lynkundco.jpg\" class=\"size-full wp-image-110923 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/martinmcpgherson20260701-lynkundco.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"728\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1000px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1000\/728;\"\/>Martin Persson, Head of Lynk &amp; Co Europe at Volvo Cars \u2013 Bildnachweis: Lynk &amp; Co<br \/>\nDie neue F\u00fchrungsriege und der geordnete R\u00fcckzug<\/p>\n<p>Inmitten dieser kritischen Phase der Neuausrichtung kommt es zu einem bemerkenswerten Wechsel in der F\u00fchrungsebene. Nicolas Lopez Appelgren tritt von seiner Position als CEO von Lynk &amp; Co International zur\u00fcck. In seiner Amtszeit vollog sich bereits der schmerzhafte \u00dcbergang vom reinen Abonnementmodell hin zu einem umfassenden Retail-Gesch\u00e4ft, was die Marke vor erhebliche logistische Herausforderungen stellte. Sein Ausscheiden markiert das Ende der ersten Aufbauphase in Europa. Mit sofortiger Wirkung \u00fcbernimmt Mo Wang den Posten des CEO von Lynk &amp; Co International und tr\u00e4gt damit die strategische Verantwortung f\u00fcr die europ\u00e4ische Unternehmenseinheit. Mo Wang bringt eine tiefe Vernetzung innerhalb des Geely-Universums mit. Er wechselte erst im April 2026 als stellvertretender CEO zu der Marke, nachdem er zuvor als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Geely-Kernmarke in Europa weitreichende Erfahrungen gesammelt hatte. Seine Hauptaufgabe besteht nun darin, als zentrale Schnittstelle zwischen der globalen Organisation in China und den europ\u00e4ischen Strukturen zu agieren. Aber die tats\u00e4chliche operative Macht im europ\u00e4ischen Tagesgesch\u00e4ft wandert noch deutlicher zu einem Manager, der tief im traditionellen Automobilgesch\u00e4ft verwurzelt ist. Martin Persson, der aktuelle Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Volvo Cars in Norwegen, \u00fcbernimmt im Rahmen einer geplanten kommerziellen Partnerschaft die Gesamtverantwortung f\u00fcr den Betrieb, das Wachstum und die gesch\u00e4ftliche Entwicklung der Marke in Europa. Diese Personalentscheidung verdeutlicht die Marschrichtung. Martin Persson berichtet direkt an Erik Severinson, den Chief Commercial Officer von Volvo Cars. Damit r\u00fcckt Lynk &amp; Co organisatorisch so nah an den schwedischen Premiumhersteller wie nie zuvor. Die globale Produktentwicklung, die Homologation sowie s\u00e4mtliche Aktivit\u00e4ten au\u00dferhalb des europ\u00e4ischen Kontinents verbleiben hingegen unver\u00e4ndert bei der Geely Auto Group in China, wodurch eine klare Trennung der Kompetenzen beibehalten wird.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"110922\" data-permalink=\"https:\/\/www.motormobiles.de\/personeller-und-strategischer-neustart-in-europa-warum-lynk-co-gezwungen-ist-das-digitale-experiment-zu-beenden\/mowang-lynkundco-20260701\/\" data-orig-file=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/mowang-lynkundco-20260701.jpg\" data-orig-size=\"1000,814\" data-comments-opened=\"0\" data-image-title=\"mowang-lynkundco-20260701\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Mo Wang, CEO of Lynk &amp; Co International \u2013 Bildnachweis: Lynk &amp; Co &lt;\/p&gt;&#10;\" data-large-file=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/mowang-lynkundco-20260701.jpg\" class=\"size-full wp-image-110922 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/mowang-lynkundco-20260701.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"814\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1000px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1000\/814;\"\/>Mo Wang, CEO of Lynk &amp; Co International \u2013 Bildnachweis: Lynk &amp; Co<br \/>\nDer Schwenk zum klassischen Autohaus<\/p>\n<p>Warum aber scheiterte die urspr\u00fcngliche Vision des flexiblen Auto-Abos so deutlich? Ein Blick hinter die Kulissen der Fahrzeugtechnik und der Logistikketten liefert die Erkl\u00e4rung. Ein Fahrzeug, das alle paar Monate den Nutzer wechselt, verursacht immense Kosten. Jede R\u00fccknahme erfordert eine detaillierte technische \u00dcberpr\u00fcfung, eine optische Aufbereitung und oft den Austausch von Verschlei\u00dfteilen. Zudem tr\u00e4gt der Hersteller das volle Restwertrisiko der Fahrzeuge in einer Zeit, in der die Preise f\u00fcr gebrauchte Elektroautos und Plug-in-Hybride stark schwanken. In den Bilanzen f\u00fchrte das digitale Vertriebsexperiment zu massiven Belastungen. Deshalb zieht das Management nun die Rei\u00dfleine und fl\u00fcchtet unter das sch\u00fctzende Dach des etablierten Vertriebsnetzes von Volvo Cars. Das schwedische H\u00e4ndlernetz wird k\u00fcnftig als kommerzieller Motor in Europa genutzt. Lynk &amp; Co setzt auf eine breite physische Pr\u00e4senz, statt sich auf stylische Lounges in den Metropolen zu verlassen. Mittlerweile sind in Europa mehr als 140 von Partnern betriebene Verkaufsstellen ge\u00f6ffnet. Diese Transformation erfordert ein radikales Umdenken der gesamten Organisation. Statt digitaler Lifestyle-Events stehen nun wieder klassische Verkaufsgespr\u00e4che, Vorf\u00fchrwagen und die klassische H\u00e4ndlermarge im Vordergrund. Die erste Phase dieser Kooperation l\u00e4uft bereits im Hintergrund. Volvo unterst\u00fctzt die Schwestermarke massiv bei der Ersatzteildistribution, der Fahrzeuglogistik und insbesondere beim extrem wichtigen Gebrauchtwagengesch\u00e4ft. Hier keimen jedoch berechtigte Zweifel auf, ob die traditionellen Volvo-Partner, die eine anspruchsvolle Premium-Kundschaft bedienen, die n\u00f6tige Energie f\u00fcr eine chinesische Marke aufbringen, die sich preislich deutlich unterhalb der schwedischen Modelle positioniert.<\/p>\n<p>Das Modellprogramm und die Tarife auf dem deutschen Markt<\/p>\n<p>Um die Marktanteile in Deutschland sp\u00fcrbar zu steigern, setzt die Marke auf ein gestaffeltes Produktportfolio, das sowohl Verfechter klassischer Antriebe als auch Liebhaber reiner Elektromobilit\u00e4t ansprechen soll. Das Fundament bildet nach wie vor der bekannte Lynk &amp; Co 01. Das kompakte SUV nutzt die bew\u00e4hrte CMA-Plattform, die auch dem Volvo XC40 als Basis dient, und wurde f\u00fcr das aktuelle Modelljahr technisch sowie optisch tiefgreifend \u00fcberarbeitet. Als hochentwickelter Plug-in-Hybrid kombiniert das Fahrzeug einen effizienten Benzinmotor mit einer kraftvollen E-Maschine. F\u00fcr die Basisversion namens Core m\u00fcssen K\u00e4ufer in Deutschland einen Einstiegspreis von 42.995 Euro einkalkulieren. Wer zus\u00e4tzlichen Komfort, ein erweitertes Soundsystem und zus\u00e4tzliche Fahrassistenten w\u00fcnscht, greift zur More-Variante, die ab 46.995 Euro in den Preislisten gef\u00fchrt wird. Aber das wichtigste Instrument f\u00fcr die stratgische Neuausrichtung ist der neue Lynk &amp; Co 02. Dieser vollelektrische Crossover markiert den echten technologischen Wendepunkt f\u00fcr die Marke auf dem europ\u00e4ischen Markt. Das Fahrzeug basiert auf der modernen SEA-Plattform von Geely, die maximale Flexibilit\u00e4t bei der Batterieintegration bietet. Angetrieben wird der Lynk &amp; Co 02 von einer Elektromaschine an der Hinterachse, die eine Leistung von 200 kW mobilisiert, was umgerechnet stolzen 272 PS entspricht. Die nutzbare Batteriekapazit\u00e4t ist mit 62 kWh beziffert. Je nach Fahrprofil und \u00e4u\u00dferen Bedingungen resultiert daraus eine praxisnahe Reichweite, die sich im Bereich zwischen 355 und 445 Kilometern bewegt. Die Preisgestaltung f\u00fcr das Elektroauto ist sichtlich aggressiv gew\u00e4hlt, um etablierte europ\u00e4ische Wettbewerber unter Druck zu setzen. Die Core-Ausf\u00fchrung startet bei 35.995 Euro, w\u00e4hrend die voll ausgestattete More-Version f\u00fcr 39.995 Euro angeboten wird. Am oberen Ende des Portfolios rangiert der Lynk &amp; Co 08, ein stattliches Mittelklasse-SUV mit einem komplexen Plug-in-Hybridantrieb. Unter der Haube arbeitet ein 1,5-Liter-Turbo-Benziner, der im Verbund mit zwei Elektromotoren eine Systemleistung von 257 kW beziehungsweise 350 PS bereitstellt. Dieses Flaggschiff soll Kunden ansprechen, die hohe Reichweitenanforderungen mit einem luxuri\u00f6sen Raumangebot verkn\u00fcpfen wollen. In Deutschland startet der Lynk &amp; Co 08 in der Core-Ausstattung bei 55.995 Euro, w\u00e4hrend die luxuri\u00f6se More-Variante mit einem Listenpreis von 59.995 Euro zu Buche schl\u00e4gt.<\/p>\n<p>Die verschlungenen Pfade im Geely-Imperium<\/p>\n<p>Die enge Verzahnung zwischen Lynk &amp; Co und Volvo Cars ist aus technischer Sicht logisch, birgt jedoch auf der Unternehmensebene eine erhebliche Komplexit\u00e4t. Es handelt sich um eine verschlungene Konstellation im Geely-Reich. Erst vor wenigen Monaten verkaufte Volvo Cars seine verbliebenen 30 Prozent der Anteile an Lynk &amp; Co f\u00fcr rund 700 Millionen Euro, was einem Gegenwert von etwa 5,4 Milliarden Chinesischen Renminbi entspricht, vollst\u00e4ndig zur\u00fcck an die Geely Auto Group. Volvo hat sich also finanziell komplett aus der Marke zur\u00fcckgezogen, um das eigene Kapital konsequent in die eigene, reine Elektro-Strategie zu investieren. Trotz dieser kapitalm\u00e4\u00dfigen Trennung soll Volvo nun im Rahmen einer exklusiven kommerziellen Partnerschaft das gesamte operative Gesch\u00e4ft von Lynk &amp; Co in Europa steuern. Das wirft in der Fachwelt dr\u00e4ngende Fragen auf. Warum sollte ein etablierter schwedischer Premiumhersteller seine wertvollen Vertriebsressourcen und H\u00e4ndlerkapazit\u00e4ten f\u00fcr eine Marke aufwenden, an deren Erfolg er nicht mehr direkt \u00fcber Firmenanteile partizipiert? Die Antwort liegt in den harten Vorgaben der Konzernmutter Geely. Das Vertriebsnetzwerk von Volvo ist in Europa fl\u00e4chendeckend vorhanden, hochgradig professionalisiert und beim Kunden akzeptiert. Ein komplett neues, eigenes Vertriebsnetz f\u00fcr Lynk &amp; Co aufzubauen, h\u00e4tte weitere Milliarden verschlungen und Jahre gedauert. Deshalb m\u00fcssen die Schweden nun logistische und kommerzielle Sch\u00fctzenhilfe leisten, um die Marktanteile des Gesamtkonzerns abzusichern. Das Management betont zwar unabl\u00e4ssig, da\u00df Lynk &amp; Co seine Markenunabh\u00e4ngigkeit bewahrt und ein integraler Bestandteil der Geely Auto Group bleibt, da sich an der eigentlichen Eigent\u00fcmerstruktur nichts \u00e4ndert. Dennoch ist die strategische Verflechtung im Alltag un\u00fcbersehbar. F\u00fcr den Erfolg der Marke in Deutschland wird diese Kooperation entscheident sein, da deutsche Autok\u00e4ufer beim Erwerb eines technologisch komplexen Fahrzeugs ein stabiles und vertrauensw\u00fcrdiges Werkstattnetz einfordern.<\/p>\n<p>Kritische W\u00fcrdigung und Marktperspektiven<\/p>\n<p>Der tiefgreifende personelle und strategische Umbau ist das offene Eingest\u00e4ndnis eines strategischen Irrtums. Man wollte die automobile Vertriebswelt aus den Angeln heben, das Internet als prim\u00e4ren Marktplatz etablieren und landet nun doch wieder im klassischen Autohaus mit Fliesenboden, Verkaufsberatern und gedruckten Brosch\u00fcren. Das digitale Experiment hat gezeigt, da\u00df der Autokauf nach wie vor ein emotionaler und physischer Prozess ist, bei dem Kunden echte Ansprechpartner und unkomplizierten Service sch\u00e4tzen. Ob der radikale Schwenk in den traditionellen Handel ausreicht, um die Marke nachhaltig in die Gewinnzone zu f\u00fchren, bleibt abzuwarten. Der deutsche Automarkt befindet sich in einer tiefen Transformationskrise, die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen ist nach dem Wegfall staatlicher Subventionen sp\u00fcrbar abgek\u00fchlt und der Druck durch etablierte europ\u00e4ische Konzerne sowie aggressive Neueinsteiger aus Asien ist immens. Zudem leidet der Geely-Konzern unter einer sp\u00fcrbaren internen Marken\u00fcberlappung. Mit Polestar, Zeekr, Volvo und eben Lynk &amp; Co buhlen vier Marken aus demselben Konzernverbund um teils sehr \u00e4hnliche, technologieaffine K\u00e4uferschichten. Ein Kunde, der sich f\u00fcr ein modernes Elektrofahrzeug oder einen Plug-in-Hybriden interessiert, verliert angesichts dieser internen Konkurrenz leicht den \u00dcberblick. Die Neuausrichtung unter der F\u00fchrung von Mo Wang und Martin Persson muss daher schnell messbare Erfolge in den Zulassungsstatistiken vorweisen. Wenn es nicht gelingt, den Vertrieb \u00fcber die Volvo-Partner z\u00fcgig, reibungslos und f\u00fcr die H\u00e4ndler profitabel zu gestalten, droht die Marke in der Masse der chinesischen Marktneulinge unterzugehen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der traditionelle Automobilhandel die Kraft hat, eine strauchelnde Lifestyle-Marke auf einen stabilen Wachstumspfad zu f\u00fchren, oder ob das gesamte Projekt in Europa letztlich als ein ambitioniertes, aber unprofitables Vertriebsexperiment in die Geschichte der Automobilindustrie eingehen wird.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\t\tPost navigation<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der harte Aufprall der automobilen Streaming-Illusion Die Ank\u00fcndigung klang im Jahr 2016 wie eine Revolution f\u00fcr eine verkrustete&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":62429,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[3956,22135,22136,2941,6,12266,1953,1952,2135],"class_list":["post-62428","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-3956","tag-auto-abo","tag-automobilvertrieb","tag-elektromobilitaet","tag-europa","tag-fahrzeugtechnik","tag-geely","tag-lynk-co","tag-volvo-cars"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62428","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62428"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62428\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/62429"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62428"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62428"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62428"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}