{"id":63479,"date":"2026-07-06T12:33:39","date_gmt":"2026-07-06T12:33:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/63479\/"},"modified":"2026-07-06T12:33:39","modified_gmt":"2026-07-06T12:33:39","slug":"tech-startups-wollen-die-eu-inc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/63479\/","title":{"rendered":"Tech-Startups wollen die EU Inc."},"content":{"rendered":"<p>Eine geplante europaweite Gesellschaftsform f\u00fcr Startups st\u00f6\u00dft laut einer Bitkom-Umfrage auf breite Zustimmung. 62 Prozent der befragten Tech-Startups in Deutschland w\u00fcrden ihr n\u00e4chstes Unternehmen als \u201eEU Inc.\u201c gr\u00fcnden, falls die neue Rechtsform eingef\u00fchrt wird. Nur 10 Prozent lehnen das ab, 28 Prozent machten keine Angabe. Die Pl\u00e4ne werden derzeit auf EU-Ebene beraten, die Trilog-Verhandlungen sollen nach Angaben des Digitalverbands in K\u00fcrze beginnen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die sogenannte <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/EU-Inc-Bruessel-plant-die-Turbo-Gruendung-fuer-europaeische-Startups-11216507.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU Inc. \u2013 auch als \u201e28th Regime\u201c diskutiert \u2013<\/a> soll eine einheitliche europ\u00e4ische Rechtsform schaffen, die Gr\u00fcndungen und grenz\u00fcberschreitendes Wachstum vereinfacht. Gr\u00fcnder m\u00fcssten ihr Unternehmen dann nicht mehr an unterschiedliche nationale Gesellschaftsrechte anpassen, wenn sie in mehreren EU-Staaten t\u00e4tig werden wollen.<\/p>\n<p>Expansion wichtiger als g\u00fcnstige Gr\u00fcndung<\/p>\n<p>Aus Sicht der befragten Startups steht nicht der Preis einer Gr\u00fcndung im Vordergrund. Am h\u00e4ufigsten nannten sie die M\u00f6glichkeit, ohne lokale Tochtergesellschaften in andere EU-L\u00e4nder expandieren zu k\u00f6nnen. Das halten 94 Prozent f\u00fcr sehr oder eher wichtig.<\/p>\n<p>Ebenfalls hohe Zustimmung erhalten ein vollst\u00e4ndig digitaler Gr\u00fcndungsprozess \u00fcber einen zentralen One-Stop-Shop f\u00fcr Beh\u00f6rden (91 Prozent) sowie die digitale \u00dcbertragung von Gesellschaftsanteilen ohne notarielle Mitwirkung (82 Prozent). 78 Prozent w\u00fcnschen sich zudem die freie Wahl des Gesellschaftssitzes innerhalb der EU.<\/p>\n<p>Rund zwei Drittel der Befragten sprechen sich au\u00dferdem f\u00fcr einen EU-weit einheitlichen Mustervertrag f\u00fcr Startup-Investments (69 Prozent), harmonisierte Regeln zur Besteuerung von Mitarbeiterbeteiligungen (67 Prozent), abgestimmte arbeits- und sozialpolitische Vorgaben (67 Prozent) sowie eine Unternehmensgr\u00fcndung innerhalb von 48 Stunden (67 Prozent) aus. Dass die Gr\u00fcndung lediglich 100 Euro kosten soll, bewerten dagegen nur 57 Prozent als wichtig.<\/p>\n<p>Vereinheitlichung soll H\u00fcrden abbauen<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die Idee hinter der EU Inc. ist, rechtliche und administrative H\u00fcrden f\u00fcr Startups im europ\u00e4ischen Binnenmarkt abzubauen. Heute m\u00fcssen Unternehmen h\u00e4ufig nationale Rechtsformen gr\u00fcnden oder Tochtergesellschaften errichten, wenn sie in weiteren EU-L\u00e4ndern aktiv werden. Einheitliche Regeln k\u00f6nnten den Verwaltungsaufwand verringern und Investitionen \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg erleichtern.<\/p>\n<p>Bitkom-Pr\u00e4sident Ralf Wintergerst forderte, die geplante Gesellschaftsform im weiteren Gesetzgebungsverfahren nicht abzuschw\u00e4chen und die zentralen Elemente beizubehalten. Europa brauche mehr Tech-Startups; eine einheitliche Rechtsform k\u00f6nne Gr\u00fcndungen vereinfachen und das Wachstum \u00fcber nationale Grenzen hinweg f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse beruhen auf einer Online-Befragung von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands. Befragt wurden zwischen Kalenderwoche 21 und 27 insgesamt 102 Tech-Startups in Deutschland. Die Umfrage ist dem Verband zufolge nicht repr\u00e4sentativ, soll aber laut einer <a href=\"https:\/\/www.bitkom.org\/Presse\/Presseinformation\/Deutsche-Startups-warten-auf-EU-Inc\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bitkom-Meldung<\/a> ein aussagekr\u00e4ftiges Stimmungsbild der Branche liefern.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:fo@ix.de\" title=\"Moritz F\u00f6rster\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">fo<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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