{"id":65048,"date":"2026-07-08T16:13:18","date_gmt":"2026-07-08T16:13:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/65048\/"},"modified":"2026-07-08T16:13:18","modified_gmt":"2026-07-08T16:13:18","slug":"apple-scheitert-mit-klage-gegen-eu-regeln-ende-fuer-lukratives-geschaeftsmodell-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/65048\/","title":{"rendered":"Apple scheitert mit Klage gegen EU-Regeln: Ende f\u00fcr lukratives Gesch\u00e4ftsmodell?"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Apple ist mit seiner Klage gegen die Wettbewerbsregeln der Europ\u00e4ischen Union gescheitert. Das Gericht der Europ\u00e4ischen Union, das zweith\u00f6chste EU-Gericht, best\u00e4tigte am Mittwoch Auflagen, nach denen der Konzern seinen App Store und das iPhone-Betriebssystem f\u00fcr die Konkurrenz \u00f6ffnen muss.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Das Gericht wies Apples Klage gegen die Einstufung als &#8222;Gatekeeper&#8220; nach dem Gesetz \u00fcber digitale M\u00e4rkte (Digital Markets Act, DMA) ab. Damit muss der US-Konzern weiterhin Vorgaben erf\u00fcllen, die anderen App-Entwicklern und digitalen Diensten mehr Zugang zu iPhone-Nutzerinnen und -Nutzern verschaffen sollen.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Apple hatte die Entscheidung der EU-Kommission aus dem Jahr 2023 angefochten, mit der App Store und iOS als Gatekeeper-Dienste eingestuft wurden. Der Konzern argumentierte, iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und Apple TV m\u00fcssten getrennt behandelt werden und seien keine einheitliche Plattform.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht. Es stellte fest, dass alle App-Stores dieselbe Funktion erf\u00fcllen: Sie verbinden Entwicklerinnen und Entwickler mit Endnutzerinnen und Endnutzern.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Related<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">&#8222;Unabh\u00e4ngig von den jeweils verwendeten Ger\u00e4ten verfolgen diese Stores denselben Zweck, n\u00e4mlich App-Entwicklerinnen und -Entwickler mit Endnutzerinnen und Endnutzern zu verbinden, um die Verbreitung von Softwareanwendungen zu erleichtern&#8220;, <a data-ylk=\"slk:hei\u00dft es in dem Urteil;elm:context_link;itc:0;sec:content-canvas;\" data-yga=\"{&quot;yLinkElement&quot;:&quot;link&quot;,&quot;yLinkElementType&quot;:&quot;article_link&quot;}\" href=\"https:\/\/curia.europa.eu\/site\/upload\/docs\/application\/pdf\/2026-07\/cp260096en.pdf\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">hei\u00dft es in dem Urteil <\/a>.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">In einer Stellungnahme erkl\u00e4rte ein Apple-Sprecher: &#8222;Wir sind fest \u00fcberzeugt, dass der Auftrag des DMA \u00fcber das hinausgeht, was rechtm\u00e4\u00dfig und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig ist. Er droht, den Datenschutz und die Sicherheitsmechanismen zu untergraben, die wir \u00fcber Jahrzehnte aufgebaut haben, und setzt unsere Nutzer neuen Risiken aus.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Wir werden uns weiter f\u00fcr die Innovation und den Datenschutz einsetzen, den unsere Kundinnen und Kunden in Europa verdienen.&#8220;<\/p>\n<p>Interoperabilit\u00e4ts-Streit von Apple geht weiter<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Mit dem Urteil bleibt Apple verpflichtet, den Digital Service Act umzusetzen. Es verlangt unter anderem, dass Apple auf seinen Ger\u00e4ten alternative Marktpl\u00e4tze f\u00fcr Apps zul\u00e4sst, Entwicklern mehr Freiheiten bei der Zahlungsabwicklung einr\u00e4umt und die Zusammenarbeit der iOS-Software mit Angeboten anderer Anbieter verbessert.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Allerdings l\u00e4uft vor demselben Gericht eine separate Berufung von Apple zur Frage der Interoperabilit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Der Digital Markets Act verpflichtet Apple, Teile von iOS so zu \u00f6ffnen, dass konkurrierende Apps, Ger\u00e4te und Dienste sich enger mit dem iPhone verkn\u00fcpfen lassen, \u00e4hnlich wie es bei Apples eigenen Produkten der Fall ist.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Dazu geh\u00f6rt, dass Drittentwickler mehr Zugang zu Funktionen wie Benachrichtigungen, Ger\u00e4tekopplung, Dateitransfers und anderen Systemfunktionen erhalten, die traditionell am besten mit Apples eigenen Ger\u00e4ten zusammenarbeiten.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Apple argumentiert, diese Vorgaben k\u00f6nnten den in iOS verankerten Datenschutz und die Sicherheit schw\u00e4chen, weil sensible Technologien f\u00fcr Wettbewerber offengelegt werden m\u00fcssten. Die EU-Kommission h\u00e4lt die Ma\u00dfnahmen dagegen f\u00fcr n\u00f6tig, um zu verhindern, dass Apple seine eigenen Produkte bevorzugt und damit die Wahlfreiheit der Verbraucherinnen und Verbraucher einschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Muss Apple umdenken?<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Bisher bestand Apples lukratives Gesch\u00e4ftsmodell in einem geschlossenen \u00d6kosystem. Nun sollte der Tech-Gigant nicht nur die Hoheit \u00fcber die Apps f\u00fcr iPhone, iOS und MacOS verlieren, sondern auch alternative Zahlungsm\u00f6glichkeiten zulassen und Entwicklern mehr Freiheiten einr\u00e4umen.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Die aktuelle Entscheidung ist ein weiterer R\u00fcckschlag f\u00fcr gro\u00dfe Techkonzerne, die die Regulierungsbem\u00fchungen der EU gegen digitale Plattformen und Dienste vor Gericht anfechten.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Erst vergangene Woche hatte der Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union <a data-ylk=\"slk:die Berufung von Google gegen eine Rekord-Kartellstrafe von 4,1 Milliarden Euro (4,8 Milliarden Dollar) im Zusammenhang mit seinem mobilen Betriebssystem Android abgewiesen;elm:context_link;itc:0;sec:content-canvas;_E:mb_qualified_link;ct:story;outcm:mb_qualified_link;\" data-yga=\"{&quot;yLinkElement&quot;:&quot;link&quot;,&quot;yLinkElementType&quot;:&quot;article_link&quot;}\" href=\"https:\/\/de.nachrichten.yahoo.com\/eugh-weist-googles-berufung-gegen-155456322.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Berufung von Google gegen eine Rekord-Kartellstrafe von 4,1 Milliarden Euro (4,8 Milliarden Dollar) im Zusammenhang mit seinem mobilen Betriebssystem Android abgewiesen<\/a>. Er best\u00e4tigte damit die Feststellung der EU-Kommission, dass Google seine beherrschende Marktstellung missbraucht und Smartphone-Herstellern sowie Mobilfunkanbietern unzul\u00e4ssige Auflagen gemacht hat.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Apple kann das Urteil vom Mittwoch beim Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union anfechten, allerdings nur in Rechtsfragen, wie das Gericht klarstellte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Apple ist mit seiner Klage gegen die Wettbewerbsregeln der Europ\u00e4ischen Union gescheitert. 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