{"id":66906,"date":"2026-07-13T01:18:08","date_gmt":"2026-07-13T01:18:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/66906\/"},"modified":"2026-07-13T01:18:08","modified_gmt":"2026-07-13T01:18:08","slug":"flugverkehr-das-soll-sich-bei-fluegen-in-der-eu-fuer-verbraucher-aendern-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/66906\/","title":{"rendered":"Flugverkehr &#8211; Das soll sich bei Fl\u00fcgen in der EU f\u00fcr Verbraucher \u00e4ndern &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Br\u00fcssel (dpa) &#8211; Nach jahrelangem Stillstand sind neue Rechte f\u00fcr Flugg\u00e4ste in Sicht &#8211; aber auch Anpassungen, die zu ihren Lasten gehen k\u00f6nnen. Heute nimmt die Reform in der EU absehbar die letzte H\u00fcrde. Dann billigen voraussichtlich Minister der EU-Staaten die \u00c4nderung, mit der unter anderem Familien und Menschen mit Behinderung neue Rechte bekommen und jeder leichter an eine Entsch\u00e4digung kommen soll, wenn ein Flug versp\u00e4tet ist oder ausf\u00e4llt.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Darauf hatten sich Vertreter von Staaten und Parlament geeinigt. Das Europaparlament hat bereits zugestimmt. Die neuen Regeln gelten dann voraussichtlich ab Mitte 2027.\u00a0<\/p>\n<p>Das soll bei Versp\u00e4tungen gelten<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Besonders \u00fcber die Regeln f\u00fcr Versp\u00e4tungen war lange gestritten worden. Die EU-Staaten wollten urspr\u00fcnglich, dass Passagiere k\u00fcnftig erst ab vier Stunden Versp\u00e4tung eine Entsch\u00e4digung bekommen und weniger Geld als bisher.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wenn die Einigung endg\u00fcltig angenommen wird, bleiben die Bedingungen nun im Wesentlichen gleich: Reisende haben Anspruch auf eine Entsch\u00e4digung, wenn ihr Flug mindestens drei Stunden Versp\u00e4tung hat.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gestaffelt nach Entfernung sind es:<\/p>\n<p>250 Euro (bei bis zu 1.500 Kilometern Entfernung)400 Euro (bei bis zu 3.500 Kilometern Entfernung)600 Euro (bei mehr als 3.500 Kilometern Entfernung, wenn der Flug nicht nur innerhalb der EU stattfindet)\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Diese Schwellen gelten auch, wenn der Flug ganz gestrichen wurde, solange dies weniger als 14 Tage vor Abflug passiert ist. Voraussetzung ist stets, dass die Airline die Versp\u00e4tung oder den Ausfall zu verschulden hat. Nicht zu verschulden haben Fluggesellschaften nach den vorgesehenen neuen Regeln zum Beispiel Vorf\u00e4lle mit randalierenden Flugg\u00e4sten, Wetterbedingungen, Naturkatastrophen oder Streiks von Flugh\u00e4fen oder Bodenabfertigungsdienstleistern. Die Airline muss nachweisen, dass die Umst\u00e4nde die St\u00f6rung unmittelbar verursacht haben.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Neu soll sein: Die Airline soll Passagiere innerhalb von 96 Stunden nach Ende der Reise schriftlich dar\u00fcber informieren m\u00fcssen, was deren Rechte sind und wie sie diese geltend machen k\u00f6nnen. Die Reisenden sollen neun Monate Zeit haben, ihre Anspr\u00fcche geltend zu machen. Im Anschluss muss die Fluggesellschaft innerhalb von 30 Kalendertagen auszahlen oder den Reisenden mitteilen, warum sie in diesem Fall keine Entsch\u00e4digung zahlt.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bisher macht nur ein Bruchteil der Betroffenen solch einen Anspruch geltend. Ein Ziel der Reform ist, dass die Beantragung leichter wird.\u00a0<\/p>\n<p>Das ist unter anderem geplant<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Neu eingef\u00fchrt werden soll unter anderem:<\/p>\n<p>beim Suchen: Fluganbieter sollen k\u00fcnftig standardm\u00e4\u00dfig den Preis mit Handgep\u00e4ck anzeigen m\u00fcssen. Das soll den Preisvergleich erleichtern. Airlines k\u00f6nnen trotzdem g\u00fcnstigere Tickets f\u00fcr Passagiere anbieten, die freiwillig auf einen gro\u00dfen Rucksack an Bord verzichten.\u00a0bei Geb\u00fchren: Kinder unter 14 Jahren sollen im Flugzeug neben ihren Eltern sitzen d\u00fcrfen, ohne dass Geld f\u00fcr die Sitzplatzreservierung f\u00e4llig wird. Das gilt auch f\u00fcr Schwangere sowie Menschen mit Mobilit\u00e4tseinschr\u00e4nkungen und deren jeweilige Begleitung. Fluggesellschaften m\u00fcssen Schreibfehler in Namen auf Tickets kostenlos korrigieren und f\u00fcr eingecheckte G\u00e4ste ohne weitere Geb\u00fchren einen Boardingpass ausdrucken.\u00a0bei St\u00f6rungen: K\u00fcnftig soll klarer formuliert sein, welche Anspr\u00fcche Flugg\u00e4ste bei St\u00f6rungen haben. Nach zwei Stunden Wartezeit sind das Erfrischungen, nach drei Stunden eine Mahlzeit, danach jeweils nach f\u00fcnf Stunden eine Mahlzeit (maximal drei Mahlzeiten pro Tag). Au\u00dferdem haben sie ein Recht auf Internetzugang und mindestens zwei Telefonate. Sind \u00dcbernachtungen n\u00f6tig, sollen die Flugg\u00e4ste kostenlos in einem Hotel untergebracht und kostenlos vom Flughafen zur Unterkunft und zur\u00fcckgebracht werden. Leistet die Airline die Unterst\u00fctzung nicht, k\u00f6nnen Passagiere selbst angemessene L\u00f6sungen finden und sp\u00e4ter eine Erstattung beantragen.bei anderer Bef\u00f6rderung: Flugg\u00e4ste sollen bei Problemen in vielen F\u00e4llen das Recht darauf haben, anders bef\u00f6rdert zu werden. Das kann auch zu einem anderen Flughafen nahe dem Zielort, \u00fcber eine andere Strecke, mit einer anderen Airline oder sogar zum Beispiel per Bahn passieren. Die Reisebedingungen m\u00fcssen aber vergleichbar sein &#8211; also d\u00fcrfen zum Beispiel Flugg\u00e4ste, die einen Direktflug gebucht hatten, nicht gezwungen werden, mehrere Anschlussfl\u00fcge zu nehmen. Die Airline muss ihnen innerhalb von drei Stunden eine solche Alternative anbieten, andernfalls k\u00f6nnen Flugg\u00e4ste selbst organisieren, wie sie ans Ziel kommen. Die Fluggesellschaft muss maximal das Vierfache des urspr\u00fcnglichen Preises erstatten. Bisher ist die H\u00f6he nicht fest gedeckelt &#8211; bei besonders g\u00fcnstigen Ursprungstickets und teuren Tickets am Tag selbst kann die Reform also eine Verschlechterung bedeuten.bei schlechterer Klasse: Wer in einer schlechteren Flugklasse reisen muss (\u201eDowngrade\u201c), soll innerhalb von 14 Tagen automatisch einen Teil des gezahlten Geldes erstattet bekommen. Die H\u00f6he richtet sich nach dem individuellen Flugpreis und der Entfernung.bei \u201eNo-show\u201c: Wer Hin- und R\u00fcckflug zusammen bucht, aber den Hinflug oder Teile davon nicht antritt (\u201eNo-show\u201c), darf trotzdem den R\u00fcckflug nehmen. Daf\u00fcr darf zudem keine Extrageb\u00fchr anfallen. Das ist relevant, weil es in der Praxis manchmal g\u00fcnstiger sein kann, Fl\u00fcge zusammen zu buchen, und Passagiere deshalb bewusst einen Teil nicht antreten &#8211; oder aber ohne Hintergedanken einen Flug ungewollt verpassen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die neuen Regeln gelten nach Angaben des Rates dann f\u00fcr alle Fl\u00fcge, die von einem Flughafen innerhalb der EU abheben. Bei Fl\u00fcgen, die in der EU landen, gelten sie demnach nur, wenn die Airline ihren Sitz in der EU hat. K\u00fcnftig soll es ein freiwilliges EU-Siegel f\u00fcr Fluggastrechte geben, mit dem Airlines zeigen k\u00f6nnen, dass f\u00fcr sie die EU-Vorschriften gelten.<\/p>\n<p>Was sich au\u00dferdem bald \u00e4ndern soll<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Unabh\u00e4ngig davon haben sich Vertreter des Europaparlaments und der Mitgliedstaaten im Juni auf \u00c4nderungen bei der Durchsetzung von Reiserechten geeinigt. Sie m\u00fcssen noch formell von Rat und Parlament best\u00e4tigt werden und sollen dann nach Angaben des Rates zur gleichen Zeit wirksam werden wie die Fluggastrechte-Reform, um die es heute geht.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Was darin zu Flugreisen unter anderem vorgesehen ist:<\/p>\n<p>Es soll ein einheitliches Formular eingef\u00fchrt werden, mit dem Passagiere Antr\u00e4ge auf Entsch\u00e4digung oder Erstattung stellen k\u00f6nnen. Die Unternehmen k\u00f6nnen aber trotzdem weiter eigene Formulare oder Apps nutzen.\u00a0K\u00fcnftig soll klar sein: Wird ein Flug annulliert, bekommen die Passagiere ihr Geld vollst\u00e4ndig r\u00fcckerstattet. Auch eine Vermittlungsgeb\u00fchr darf laut dem Rat der Europ\u00e4ischen Union nicht einbehalten werden. Dabei geht es etwa um Online-Plattformen, aber auch Reiseb\u00fcros. Ausgenommen sind davon demnach etwa lokale Reiseb\u00fcros, wenn sie die Passagiere zu Beginn des Buchungsvorgangs klar \u00fcber diese Regelung informiert haben.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260713-930-375030\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Br\u00fcssel (dpa) &#8211; Nach jahrelangem Stillstand sind neue Rechte f\u00fcr Flugg\u00e4ste in Sicht &#8211; aber auch Anpassungen, die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":66907,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[21,89,6,22,48,4051,5798,1069,34,385,3456,609,160],"class_list":["post-66906","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-eu","tag-eu-parlament","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europaeisches-parlament","tag-luftfahrt","tag-luftverkehr","tag-parlament","tag-politik","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-verbraucher","tag-verkehr","tag-wirtschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66906","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66906"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66906\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/66907"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66906"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66906"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66906"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}