{"id":67007,"date":"2026-07-13T04:21:08","date_gmt":"2026-07-13T04:21:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/67007\/"},"modified":"2026-07-13T04:21:08","modified_gmt":"2026-07-13T04:21:08","slug":"chatkontrolle-eu-parlament-billigt-scan-befugnisse-bis-april-2028","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/67007\/","title":{"rendered":"Chatkontrolle: EU-Parlament billigt Scan-Befugnisse bis April 2028"},"content":{"rendered":"<p>Mit 314 zu 276 Stimmen sprachen sich die Abgeordneten am 9. Juli f\u00fcr eine befristete Ausnahme von Datenschutzregeln bis zum 3. April 2028 aus. Die Regelung erlaubt Anbietern wie Google oder Microsoft, private Nachrichten und E-Mails automatisiert nach Kindesmissbrauchsdarstellungen zu scannen.<\/p>\n<p>Die vorherige gesetzliche Grundlage war bereits im April 2026 ausgelaufen. Das neue Votum dient der Wiedereinf\u00fchrung dieser Befugnisse. Bevor die Regelung endg\u00fcltig in Kraft tritt, m\u00fcssen die EU-Mitgliedstaaten im Rat zustimmen \u2013 die Entscheidung wird innerhalb der n\u00e4chsten drei Monate erwartet. Weitere Verhandlungen auf EU-Ebene sind f\u00fcr September 2026 angesetzt.<\/p>\n<p>Verschl\u00fcsselung bleibt unangetastet \u2013 oder doch nicht?<\/p>\n<p>Ein zentraler Punkt der Neuregelung: Die Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung bei Diensten wie WhatsApp oder Signal soll unangetastet bleiben. Die Anbieter k\u00f6nnen auf freiwilliger Basis Software einsetzen, die Inhalte auf Missbrauchsmaterial pr\u00fcft. In der Debatte steht dabei das sogenannte Client-Side Scanning \u2013 die Untersuchung von Inhalten bereits auf dem Endger\u00e4t des Nutzers.<\/p>\n<p>Bevor verd\u00e4chtiges Material an Beh\u00f6rden weitergeleitet wird, ist eine verpflichtende menschliche Verifikation vorgesehen. So sollen Fehlalarme der Algorithmen nicht direkt zu polizeilichen Ermittlungen f\u00fchren. Bef\u00fcrworter wie Meta, TikTok und Snapchat sowie Kinderschutzorganisationen betonen die Notwendigkeit f\u00fcr den Opferschutz.<\/p>\n<p>Datensch\u00fctzer schlagen Alarm<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Die EU-Chatkontrolle bis 2028 ist beschlossen \u2013 Ihre Privatsph\u00e4re ist in Gefahr. Erfahren Sie in 3 Schritten, wie Sie Ihre Chats absichern, Metadaten sch\u00fctzen und den richtigen Messenger w\u00e4hlen. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/eu-chatkontrolle-bis-2028-ihre-privatsphaere-in-gefahr-13906?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_1027477:Topic_smartphone_security_consumer:Source_DNV_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD1of2&amp;lp=13906\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen Schutz-Leitfaden anfordern<\/a><\/p>\n<p>Trotz der Zusicherungen sto\u00dfen die Pl\u00e4ne auf erheblichen Widerstand. Der Europ\u00e4ische Datenschutzbeauftragte warnte vor erheblichen Fehlerrisiken und fehlenden Garantien f\u00fcr Grundrechte. Kritiker sehen in dem Beschluss den Aufbau von \u00dcberwachungsstrukturen, die den Schutz der Privatsph\u00e4re im digitalen Raum schw\u00e4chen.<\/p>\n<p>Einige Diensteanbieter positionieren sich bereits gegen die Umsetzung. W\u00e4hrend Meta die Ma\u00dfnahmen unterst\u00fctzt, lehnt Telegram die Implementierung solcher Scan-Mechanismen ab. Zudem wird kritisiert, dass neben den Inhalten weiterhin Metadaten wie Zeitpunkte und Verbindungsdaten verarbeitet werden \u2013 das erlaubt R\u00fcckschl\u00fcsse auf das Kommunikationsverhalten.<\/p>\n<p>WhatsApp f\u00fchrt Benutzernamen ein \u2013 mit Risiken<\/p>\n<p>Parallel zur politischen Debatte gibt es konkrete \u00c4nderungen bei Marktf\u00fchrern. WhatsApp hat Ende Juni 2026 damit begonnen, die Einf\u00fchrung von Benutzernamen vorzubereiten. Diese sind derzeit reservierbar und sollen in den kommenden Monaten vollst\u00e4ndig ausgerollt werden. Der Vorteil: Die Mobilfunknummer kann in Gruppenchats verborgen werden.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>WhatsApp f\u00fchrt Benutzernamen ein \u2013 doch die Gefahr des Trackings bleibt. Mit unserer Checkliste finden Sie den sichersten Messenger und sch\u00fctzen Ihre Metadaten vor Zugriff. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/eu-chatkontrolle-bis-2028-ihre-privatsphaere-in-gefahr-13906?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_1027477:Topic_smartphone_security_consumer:Source_DNV_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD2of2&amp;lp=13906\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Checkliste Messenger-Sicherheit jetzt sichern<\/a><\/p>\n<p>Die Verbraucherzentrale empfiehlt, keine Klarnamen als Benutzernamen zu w\u00e4hlen. Grund ist das Risiko eines plattform\u00fcbergreifenden Trackings durch die Verkn\u00fcpfung mit Instagram oder Facebook.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend WhatsApp und Signal ihre Systeme bereits auf quantensichere Verschl\u00fcsselung umgestellt haben, plant der Wettbewerber Threema eine solche Umstellung bis Ende 2026. Die technologischen Aufr\u00fcstungen verdeutlichen das Spannungsfeld: Staatliche Zugriffsw\u00fcnsche gegen das Bestreben der Anbieter, Nutzerdaten zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"margin-top:20px;margin-bottom:20px;\">&#13;<br \/>\n\t\t\tDisclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf  oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und M\u00e4rkten ohne Gew\u00e4hr; \u00c4nderungen jederzeit m\u00f6glich. B\u00f6rsengesch\u00e4fte k\u00f6nnen zu hohen Verlusten f\u00fchren. Unsere Beitr\u00e4ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterst\u00fctzung von AI erstellt und gepr\u00fcft.&#13;\n\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit 314 zu 276 Stimmen sprachen sich die Abgeordneten am 9. 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