{"id":71130,"date":"2026-07-20T11:47:09","date_gmt":"2026-07-20T11:47:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/71130\/"},"modified":"2026-07-20T11:47:09","modified_gmt":"2026-07-20T11:47:09","slug":"eu-verhaengt-rekordstrafe-aliexpress-muss-halbe-milliarde-euro-strafe-zahlen-lebensmittelpraxis-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/71130\/","title":{"rendered":"EU verh\u00e4ngt Rekordstrafe &#8211; Aliexpress muss halbe Milliarde Euro Strafe zahlen \u2013 Lebensmittelpraxis.de"},"content":{"rendered":"<p>                Beitrag teilen<\/p>\n<p>Die EU-Kommission verh\u00e4ngt eine Rekordstrafe von mehr als einer halben Milliarde Euro gegen den chinesischen Online-Marktplatz Aliexpress. Das Unternehmen ging nicht ausreichend gegen illegale Produkte vor. Gef\u00e4lschte Kleidung und unsicheres Spielzeug blieben wochenlang im Angebot.<\/p>\n<p>\n                                            Montag, 20. Juli 2026, 13:38 Uhr\n                                    <\/p>\n<p>\n                    Manuel Glasfort (mit dpa)                <\/p>\n<p>                      Chinesische E-Commerce-Riesen sind in Europa auf dem Vormarsch\u00a0\u2013 und rufen die EU-Kommission auf den Plan.                    <\/p>\n<p>                      Bildquelle: Getty Images\n                            <\/p>\n<p>Die EU-Kommission verh\u00e4ngt eine Strafe von 550 Millionen Euro gegen den chinesischen Online-Marktplatz Aliexpress. Der Grund: Das Unternehmen hat nach Ansicht der Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde nicht ausreichend gegen den Verkauf illegaler Produkte auf seiner Plattform vorgegangen. Gef\u00e4lschte Kleidung, unsicheres Spielzeug und gef\u00e4hrliche Kosmetika blieben wochenlang im Angebot, wie die Europ\u00e4ische Kommission mitteilte.<\/p>\n<p>Aliexpress geh\u00f6rt zum Alibaba-Konzern. Die EU-Kommission wirft dem Unternehmen vor, H\u00e4ndler nicht konsequent zu bestrafen, die illegale Produkte verkaufen. Diese h\u00e4tten ihr Gesch\u00e4ft oft weiterbetreiben k\u00f6nnen. Zudem habe Aliexpress nicht genug Personal f\u00fcr die \u00dcberpr\u00fcfung potenziell illegaler Produkte eingesetzt. Die Kontrolleure h\u00e4tten zu viel Arbeit, hei\u00dft es in der Mitteilung. Rechtswidrige Produkte w\u00fcrden sogar empfohlen oder beworben, bevor sie von der Plattform entfernt werden. Tests der Br\u00fcsseler Internetw\u00e4chter h\u00e4tten gezeigt, dass trotz der \u00dcberwachungsversuche eine Vielzahl von gef\u00e4lschten T-Shirts, Schuhen oder unsicherem Kinderspielzeug zirkulierten.<\/p>\n<p>Die EU-Kommission hebt besonders F\u00e4lschungen hervor, die auf der Plattform angeboten werden. Die Verk\u00e4ufer solcher Produkte unterbieten nach Einsch\u00e4tzung der Beh\u00f6rde seri\u00f6se Unternehmen, die in Design, Sicherheitspr\u00fcfungen und Innovation investieren. \u201eDas Verhalten von Aliexpress gef\u00e4hrdet Verbraucher in Europa, aber es ist auch unfair gegen\u00fcber den Unternehmen, die sich an alle Gesetze halten\u201c, zitierte die Kommission EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen in der Mitteilung.<\/p>\n<p>Asiatische Plattformen gewinnen Marktanteile<\/p>\n<p>Aliexpress geh\u00f6rt zu den <a href=\"https:\/\/lebensmittelpraxis.de\/handel-aktuell\/48435-chinesische-onlineplattformen-temu-und-shein-kosten-den-deutschen-handel-milliarden.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">asiatischen Online-H\u00e4ndlern, die dem deutschen Einzelhandel Sorgen bereiten<\/a>. Chinesische E-Commerce-Giganten beschr\u00e4nken sich dabei nicht auf den Handel mit Nonfood-Artikeln, sondern <a href=\"https:\/\/lebensmittelpraxis.de\/zentrale-management\/46218-neue-rivalen-so-wollen-chinesische-digitalkonzerne-den-deutschen-lebensmittelmarkt-entern.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wollen l\u00e4ngst auch im hiesigen Lebensmittelhandel mitmischen<\/a>.<\/p>\n<p>Neben Amazon spielen Plattformen wie Temu, Shein und Aliexpress eine wachsende Rolle in Europa. Auf die Anbieter entfielen im zweiten Quartal 5,3 Prozent der Onlinehandelsums\u00e4tze in Deutschland, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland berichtete. Beliebt sind sie vor allem wegen ihrer niedrigen Preise. Um den Billigimporten etwas entgegenzusetzen, wird in der EU seit diesem Monat f\u00fcr jedes Paket mit einem Warenwert bis 150 Euro eine Abgabe in H\u00f6he von drei Euro f\u00e4llig.<\/p>\n<p>Aliexpress hatte vor gut einem Jahr bereits Zugest\u00e4ndnisse gemacht. Das Unternehmen wollte insbesondere gegen illegale und potenziell gef\u00e4hrliche Produkte wie Arzneimittel und Nahrungserg\u00e4nzungsmittel vorgehen. Die EU-Kommission hatte diese Zusagen zun\u00e4chst akzeptiert, aber nicht alle Kritikpunkte ausger\u00e4umt gesehen. Nun hat Aliexpress bis zum 20. Oktober Zeit, einen Aktionsplan zur Nachbesserung in Br\u00fcssel vorzulegen. Sollte die Kommission der Ansicht sein, dass Aliexpress nicht ausreichend mitarbeitet, k\u00f6nnte die EU auch t\u00e4gliche Strafen verh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Das Verfahren l\u00e4uft unter dem Gesetz \u00fcber digitale Dienste, das seit Februar 2024 gilt. Die gro\u00dfen Plattformen m\u00fcssen sich wegen des Gesetzes an deutlich strengere Vorschriften halten. Ansonsten drohen ihnen Strafen von bis zu 6 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes des gesamten Konzerns. Die Strafe f\u00fcr Aliexpress ist die bisher h\u00f6chste unter dem Gesetz. Sie liegt aber weit unter der m\u00f6glichen H\u00f6chststrafe von \u00fcber sieben Milliarden Euro, sagte eine EU-Beamte. Der betrachtete Jahresumsatz des Alibaba-Konzerns lag laut Europ\u00e4ischer Kommission bei etwa 120 Milliarden Euro. Ende Mai verh\u00e4ngte die EU-Kommission bereits eine Strafe von 200 Millionen Euro gegen den chinesischen Online-Marktplatz Temu, ebenfalls wegen des Verkaufs illegaler Produkte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beitrag teilen Die EU-Kommission verh\u00e4ngt eine Rekordstrafe von mehr als einer halben Milliarde Euro gegen den chinesischen Online-Marktplatz&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":71131,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[501,21,232,22,24594,24593,24592,15671,24595],"class_list":["post-71130","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aliexpress","tag-eu","tag-eu-kommission","tag-europaeische-union","tag-gefaelschte-kleidung","tag-illegale-produkte","tag-online-marktplatz","tag-rekordstrafe","tag-unsicheres-spielzeug"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71130","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=71130"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/71130\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/71131"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=71130"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=71130"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=71130"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}