{"id":71281,"date":"2026-07-20T14:47:46","date_gmt":"2026-07-20T14:47:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/71281\/"},"modified":"2026-07-20T14:47:46","modified_gmt":"2026-07-20T14:47:46","slug":"aliexpress-unter-druck-eu-verhaengt-rekordstrafe-von-550-millionen-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/71281\/","title":{"rendered":"AliExpress unter Druck: EU verh\u00e4ngt Rekordstrafe von 550 Millionen Euro"},"content":{"rendered":"<p>Der chinesische Online-Marktplatz AliExpress muss eine Rekordstrafe von 550 Millionen Euro zahlen. Die EU-Kommission wirft der Plattform mehrere Verst\u00f6\u00dfe gegen den Digital Services Act (DSA) vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"840\" height=\"560\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Blog_AliExpress-Strafe.png\" loading=\"lazy\" alt=\"Die AliExpress-App auf einem Smartphone, im Hintergrund liegen mehrere Kreditkarten auf einem Schreibtisch.\" class=\"wp-image-84079\"  \/>Bild: <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/de\/@cardmapr\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">CardMapr<\/a> auf <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/de\/fotos\/schwarz-orange-karte-auf-braunem-holztisch-SGj4fw55Y7w\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Unsplash<\/a><\/p>\n<p>Darum muss AliExpress zahlen<\/p>\n<p>Die Online-Plattform AliExpress hat gegen den Digital Services Act (DSA) versto\u00dfen und muss deshalb eine Rekordstrafe von 550 Millionen Euro zahlen. Der DSA ist ein EU-Gesetz, das festlegt, welche Pflichten gro\u00dfe Online-Plattformen und andere digitale Dienste erf\u00fcllen m\u00fcssen. Die EU untersucht den Marktplatz bereits seit M\u00e4rz 2024, nun ist das Verfahren abgeschlossen. F\u00fcr die EU ist es das dritte Bu\u00dfgeld nach den DSA-Regeln. Zuvor mussten bereits X und Temu Strafen hinnehmen.<\/p>\n<p>Mit 550 Millionen Euro handelt es sich zwar um die h\u00f6chste Geldstrafe, die bisher nach dem DSA verh\u00e4ngt wurde. Nach dem Gesetz w\u00e4ren jedoch Bu\u00dfgelder von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes m\u00f6glich. Bezogen auf den Alibaba-Konzern h\u00e4tte die Strafe damit theoretisch sogar bei mehr als sieben Milliarden Euro liegen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Diese Verst\u00f6\u00dfe wirft die EU AliExpress vor<\/p>\n<p>Nach Ansicht der EU hat AliExpress seine Kunden nicht ausreichend vor illegalen und gef\u00e4hrlichen Produkten gesch\u00fctzt. Dazu z\u00e4hlen unter anderem gef\u00e4lschte Kleidung und Schuhe, unsicheres Kinderspielzeug sowie gef\u00e4hrliche Kosmetik. Immer wieder sollen au\u00dferdem Netzteile mit Stromschlaggefahr auf der Plattform angeboten worden sein. Au\u00dferdem stellt die EU infrage, wie einige dieser Produkte \u00fcberhaupt mit einem CE-Zeichen verkauft werden konnten.<\/p>\n<p>Besonders kritisch sieht die EU, dass zahlreiche dieser Angebote \u00fcber Wochen online geblieben sein sollen. Trotz der bestehenden Kontrollmechanismen habe AliExpress nicht konsequent genug reagiert. Teilweise sollen problematische Produkte sogar weiterhin empfohlen oder beworben worden sein.<\/p>\n<p>Bereits 2025 stellte AliExpress Ma\u00dfnahmen vor, mit denen der Verkauf gef\u00e4hrlicher und illegaler Produkte st\u00e4rker einged\u00e4mmt werden sollte. Aus Sicht der EU blieben diese Schritte jedoch hinter den Erwartungen zur\u00fcck und konnten die bestehenden Probleme nicht ausreichend l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Unzureichendes Kontrollsystem<\/p>\n<p>Eigentlich setzt AliExpress auf automatische Kontrollen, um verbotene oder gef\u00e4hrliche Produkte m\u00f6glichst fr\u00fch zu erkennen. Nach Ansicht der EU hat das in der Praxis aber nicht ausgereicht. Trotz der vorhandenen Systeme konnten zahlreiche problematische Artikel weiterhin \u00fcber den Marktplatz verkauft werden. Nach Ansicht der EU lag das unter anderem daran, dass die Plattform zu wenig Mitarbeitende f\u00fcr die manuelle Kontrolle eingesetzt hat. Stattdessen verlie\u00df sich AliExpress nach Auffassung der EU weitgehend auf automatisierte Pr\u00fcfungen. Diese lie\u00dfen sich jedoch vergleichsweise leicht umgehen. So konnten H\u00e4ndler ihre Angebote beispielsweise in andere Produktbereiche verschieben, wodurch sie von den Kontrollen seltener erfasst wurden.<\/p>\n<p>Auch wenn problematische Produkte bereits aufgefallen waren, verschwanden sie offenbar nicht immer sofort aus dem Sortiment. Nach Einsch\u00e4tzung der EU fehlten au\u00dferdem wirksame Konsequenzen f\u00fcr H\u00e4ndler, die wiederholt gegen die Regeln verstie\u00dfen. Kritik gibt es zudem beim Umgang mit Markenrechtsverletzungen, gegen die AliExpress laut EU nicht ausreichend vorgegangen sein soll.<\/p>\n<p>Das kommt jetzt auf AliExpress zu<\/p>\n<p>Die Rekordstrafe von 550 Millionen Euro hat die EU bereits gegen AliExpress verh\u00e4ngt. Zus\u00e4tzlich hat die Plattform bis zum 20. Oktober 2026 Zeit, einen Ma\u00dfnahmenplan vorzulegen. Darin soll AliExpress erkl\u00e4ren, wie k\u00fcnftig besser gegen illegale Produkte vorgegangen werden soll. Ist die EU mit dem Plan zufrieden, setzt sie eine Frist f\u00fcr die Umsetzung. Werden die Vorgaben anschlie\u00dfend nicht erf\u00fcllt, k\u00f6nnen zus\u00e4tzlich t\u00e4gliche Geldstrafen verh\u00e4ngt werden.<\/p>\n<p>AliExpress ist mit der Rekordstrafe allerdings kein Einzelfall. Bereits Ende Mai musste auch Temu wegen des Verkaufs illegaler Produkte 200 Millionen Euro zahlen. Gleichzeitig werden Plattformen wie Temu, Shein und AliExpress in Europa immer beliebter. Das sorgt vor allem im deutschen Einzelhandel f\u00fcr Kritik. Auch die immer gr\u00f6\u00dfere Paketflut aus dem Ausland besch\u00e4ftigt die EU zunehmend und bringt den Zoll an seine Grenzen. Um dagegen vorzugehen, wurde seit diesem Monat eine <a href=\"https:\/\/techrush.de\/shopping-wird-teurer-neue-gebuehr-fuer-pakete-aus-dem-ausland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">neue Geb\u00fchr<\/a> f\u00fcr Pakete unter 150 Euro eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Hinweis in eigener Sache:\u00a0Ohne euch g\u00e4be es techrush.de nicht. \ud83d\ude4c Wenn ihr unsere Arbeit unterst\u00fctzen m\u00f6chtet, k\u00f6nnt ihr uns mit wenigen Klicks bei Google als bevorzugte Quelle markieren und bei Google News folgen. Jede Unterst\u00fctzung hilft \u2013\u00a0<a href=\"https:\/\/techrush.de\/immer-gut-informiert-so-verpasst-du-keine-news-von-techrush-mehr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">hier<\/a>\u00a0zeigen wir euch wie das geht.<\/p>\n<p><a class=\"gofollow\" data-track=\"MTYsMiw2MA==\" href=\"https:\/\/www.alternate.de\/TagesDeals?utm_source=techrush&amp;utm_medium=blog&amp;utm_campaign=banner\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/mar-90632_tagesdeals_1300x300_v1.jpg\" loading=\"lazy\" width=\"1300\" height=\"300\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"has-text-align-right\">Quelle: <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/aliexpress-rekordstrafe-eu-550-millionen-euro-1753644\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">t3n<\/a>\/<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/AliExpress-EU-Kommission-verhaengt-DSA-Rekordstrafe-11370852.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.rdf.beitrag.beitrag\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">heise<\/a><\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n                    0&#13;<br \/>\n                    0&#13;<br \/>\n                    votes<\/p>\n<p>Beitragsbewertung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der chinesische Online-Marktplatz AliExpress muss eine Rekordstrafe von 550 Millionen Euro zahlen. 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