{"id":71493,"date":"2026-07-21T04:49:33","date_gmt":"2026-07-21T04:49:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/71493\/"},"modified":"2026-07-21T04:49:33","modified_gmt":"2026-07-21T04:49:33","slug":"eu-verhaengt-rekordstrafe-gegen-aliexpress-wegen-faelschungen-multimedia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/71493\/","title":{"rendered":"EU verh\u00e4ngt Rekordstrafe gegen AliExpress wegen F\u00e4lschungen | Multimedia"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Die EU verh\u00e4ngt eine Millionenstrafe gegen den Online-Marktplatz AliExpress wegen des Verkaufs illegaler Produkte. Der chinesische Online-Riese muss 550 Millionen Euro zahlen, unter anderem weil gef\u00e4lschte Kleidung, unsicheres Spielzeug und gef\u00e4hrliche Kosmetika widerrechtlich wochenlang nicht von der Plattform genommen wurden, wie die Europ\u00e4ische Kommission mitteilte.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Das zum Alibaba-Konzern geh\u00f6rende Unternehmen teilte zur Strafe mit: \u201eWir sind mit der heutigen Entscheidung und der unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Geldbu\u00dfe nicht einverstanden.\u201d Diese spiegele die erheblichen, proaktiven Verbesserungen, die man vorgenommen habe, nicht angemessen wider. \u201eWir pr\u00fcfen die Entscheidung sorgf\u00e4ltig und erw\u00e4gen alle verf\u00fcgbaren Optionen\u201d, f\u00fcgte AliExpress hinzu.<\/p>\n<p>Br\u00fcssel kritisiert fehlende Sanktionen f\u00fcr H\u00e4ndler<\/p>\n<p><a class=\"link-img\" href=\"https:\/\/www.mt.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSkZrbm5qenlidjRuZ05UTUhWYjVSdkNTcmhxdkJBQjJqMmpvUy8xZkRmZ0VUZ3pPWWhNMFJzUlVFektBZ3g1dFlycHF0OSttR25UWjk0RE9hVnQ0NUV1eUJGeGRkdW5NWXAxZU5YS1E0ZE5NcjZsN0dSd3R4UFpKcnE1enhOUDI\/260720-1427-urn-newsml-dpa-com-20090101-260720-935-1491537.webp\" data-fancybox=\"images\" data-caption=\"Voraussichtlich 2028 soll eine neue Plattform an den Start gehen. Ab dann sollen alle in die EU importierten Waren ab dem ersten Euro zollpflichtig sein. (Symbolbild) - \u00a9 Hannes P Albert\/dpa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n<img decoding=\"async\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/260720-1427-urn-newsml-dpa-com-20090101-260720-935-1491537.webp\" loading=\"lazy\" width=\"1000\" alt=\"Voraussichtlich 2028 soll eine neue Plattform an den Start gehen. Ab dann sollen alle in die EU importierten Waren ab dem ersten Euro zollpflichtig sein. (Symbolbild) - \u00a9 Hannes P Albert\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Voraussichtlich 2028 soll eine neue Plattform an den Start gehen. Ab dann sollen alle in die EU importierten Waren ab dem ersten Euro zollpflichtig sein. (Symbolbild) &#8211; \u00a9 Hannes P Albert\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Nach Ansicht der EU-Kommission hat das Unternehmen nicht genug getan, um die Verbraucher in der EU vor illegalen Produkten zu sch\u00fctzen. Die H\u00e4ndler, die von AliExpress eigentlich f\u00fcr den Verkauf illegaler Produkte auf der Online-Plattform bestraft werden sollten, kamen nach Ansicht der EU-Kommission zum Teil davon. Sie h\u00e4tten ihr Gesch\u00e4ft oft weiterbetreiben k\u00f6nnen, hei\u00dft es in der Mitteilung.<\/p>\n<p><a class=\"link-img\" href=\"https:\/\/www.mt.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSkZrbm5qenlidjRuZ05UTUhWYjVSdkNTcmhxdkJBQjJqMmpvUy8xZkRmZ0VUZ3pPWWhNMFJzUlVFektBZ3g1dFlycHF0OSttR25UWjk0RE9hVnQ0NUYxcEZXYk1HUEFjaGIraWszWmIxdDE5Ly92YWxlL1pNdHg3QWQxc0tqdkQ\/260720-1427-urn-newsml-dpa-com-20090101-260720-935-1491534.webp\" data-fancybox=\"images\" data-caption=\"Auch gegen Temu erhob die EU-Kommission schwere Vorw\u00fcrfe wegen des Verkaufs illegaler Produkte. (Symbolbild) - \u00a9 Hannes P Albert\/dpa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n<img decoding=\"async\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/260720-1427-urn-newsml-dpa-com-20090101-260720-935-1491534.webp\" loading=\"lazy\" width=\"1000\" alt=\"Auch gegen Temu erhob die EU-Kommission schwere Vorw\u00fcrfe wegen des Verkaufs illegaler Produkte. (Symbolbild) - \u00a9 Hannes P Albert\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Auch gegen Temu erhob die EU-Kommission schwere Vorw\u00fcrfe wegen des Verkaufs illegaler Produkte. (Symbolbild) &#8211; \u00a9 Hannes P Albert\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Dem Online-Riesen wird demnach auch vorgeworfen, nicht genug Personal f\u00fcr die \u00dcberpr\u00fcfung potenziell illegaler Produkte zu haben. Die Kontrolleure haben laut EU-Kommission zu viel Arbeit. Zudem w\u00fcrden die rechtswidrigen Produkte sogar empfohlen oder beworben, bevor AliExpress sie von der Plattform entferne. Tests der Br\u00fcsseler Internetw\u00e4chter h\u00e4tten gezeigt, dass trotz der \u00dcberwachungsversuche der Firma folglich eine Vielzahl von gef\u00e4lschten T-Shirts, Schuhen oder unsicherem Kinderspielzeug zirkulierten.<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde hob dabei F\u00e4lschungen hervor, die auf der Plattform angeboten w\u00fcrden. Die Verk\u00e4ufer solcher Produkte unterbieten nach Einsch\u00e4tzung der EU-Kommission seri\u00f6se Unternehmen, die in Design, Sicherheitspr\u00fcfungen und Innovation investierten. Sie zw\u00e4ngen diese, mit Produkten zu konkurrieren, bei denen diese Investitionen umgangen w\u00fcrden, teilt die EU-Kommission mit. EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen sagte, das Verhalten von AliExpress gef\u00e4hrde Verbraucher in Europa, aber es sei auch unfair gegen\u00fcber den Unternehmen, die sich an alle Gesetze hielten.<\/p>\n<p>Handelsverband: Verst\u00f6\u00dfe schneller erkennen und sanktionieren<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Der Handelsverband Deutschland (HDE) begr\u00fc\u00dfte die Entscheidung der EU-Kommission. \u201eWer europ\u00e4ische Regeln missachtet, muss mit sp\u00fcrbaren Konsequenzen rechnen\u201d, sagte der stellvertretende Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stephan Tromp. Das gelte insbesondere f\u00fcr gro\u00dfe Online-Marktpl\u00e4tze aus Drittstaaten. \u201eEntscheidend ist, dass Verst\u00f6\u00dfe k\u00fcnftig schneller erkannt und konsequent sanktioniert werden.\u201d<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Ramona Pop, Vorst\u00e4ndin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, bezeichnete die Geldbu\u00dfe ein wichtiges Signal: \u201eUnsichere und nicht-konforme Produkte gef\u00e4hrden Verbraucherinnen und Verbraucher und verzerren den Wettbewerb.\u201d Es reiche nicht aus, dass illegale Angebote schnellstm\u00f6glich gel\u00f6scht werden. Gef\u00e4hrliche Produkte sollten gar nicht erst angeboten werden.<\/p>\n<p>Asiatische Portale steigern Marktanteile auf Rekordwert<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Neben dem Branchenriesen Amazon spielen Plattformen wie Temu, Shein und eben AliExpress eine wachsende Rolle in Europa. Auf die Anbieter entfielen im zweiten Quartal 5,3 Prozent der Onlinehandelsums\u00e4tze in Deutschland &#8211; ein Rekordwert, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland berichtete. Beliebt sind sie vor allem wegen ihrer niedrigen Preise.<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Europas Zoll ist dementsprechend mit einer wachsenden Paketflut aus dem Ausland konfrontiert. Um den unerw\u00fcnschten Billigimporten etwas entgegenzusetzen, wird in der EU seit diesem Monat f\u00fcr jedes Paket mit einem Warenwert bis 150 Euro eine Abgabe in H\u00f6he von drei Euro f\u00e4llig.<\/p>\n<p>Rekordstrafe &#8211; aber weit unter M\u00f6glichkeiten<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">In dem nun in einer Millionenstrafe m\u00fcndenden Verfahren hat AliExpress nun bis zum 20. Oktober Zeit, einen Aktionsplan zur Nachbesserung in Br\u00fcssel vorzulegen. Sollte die EU-Kommission mit den vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen einverstanden sein, setzt sie eine Frist, bis wann diese umgesetzt werden m\u00fcssten. Ist die Beh\u00f6rde der Ansicht, dass AliExpress in der Sache nicht ausreichend mitarbeitet, k\u00f6nnte die EU auch t\u00e4gliche Strafen verh\u00e4ngen.<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">Das Verfahren l\u00e4uft unter dem Gesetz \u00fcber digitale Dienste (DSA), das seit Februar 2024 gilt und das scharfe Schwert gegen Online-Riesen sein soll. Die gro\u00dfen Plattformen m\u00fcssen sich wegen des DSA an deutlich strengere Vorschriften halten. Ansonsten m\u00fcssen sie mit empfindlichen Strafen rechnen: bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes des gesamten Konzerns, in diesem Fall also Alibaba, sind m\u00f6glich.<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Zwar ist die Strafe f\u00fcr AliExpress die bisher h\u00f6chste unter dem DSA. Sie liege aber trotzdem weit unter der m\u00f6glichen H\u00f6chststrafe von \u00fcber sieben Milliarden Euro, sagte eine EU-Beamtin. Der betrachtete Jahresumsatz des Alibaba-Konzerns lag laut Europ\u00e4ischer Kommission bei etwa 120 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Ende Mai 200-Millionen-Strafe gegen Temu<\/p>\n<p id=\"absatz16\" class=\"em_text\">\u00c4hnlich wie das Verfahren gegen AliExpress m\u00fcndete zuletzt auch das Verfahren gegen den chinesischen Online-Marktplatz Temu in einer Millionenstrafe. Vor knapp zwei Monaten verlangte die EU-Kommission 200 Millionen Euro vom Unternehmen &#8211; ebenfalls wegen des Verkaufs illegaler Produkte. Verbraucher in der EU stie\u00dfen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Temu auf illegale Artikel, hatte die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde mitgeteilt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EU verh\u00e4ngt eine Millionenstrafe gegen den Online-Marktplatz AliExpress wegen des Verkaufs illegaler Produkte. 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