{"id":72609,"date":"2026-07-22T19:18:18","date_gmt":"2026-07-22T19:18:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/72609\/"},"modified":"2026-07-22T19:18:18","modified_gmt":"2026-07-22T19:18:18","slug":"hollywood-deal-eu-kommission-billigt-warner-uebernahme-durch-paramount-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/72609\/","title":{"rendered":"Hollywood-Deal: EU-Kommission billigt Warner-\u00dcbernahme durch Paramount"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die EU-Kommission hat der \u00dcbernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount unter Auflagen zugestimmt. Dabei geht es um den Vertrieb von Filmen in Europa, wie aus einer Mitteilung der Br\u00fcsseler Wettbewerbsh\u00fcter hervorgeht.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde pr\u00fcft gro\u00dfe geplante Zusammenschl\u00fcsse, die Auswirkungen auf den Wettbewerb im europ\u00e4ischen Binnenmarkt haben k\u00f6nnten. Das betrifft auch ausl\u00e4ndische Unternehmen mit hohem Umsatz, die auch in der EU t\u00e4tig sind.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Warner Bros. Discovery und Paramount betreiben dort jeweils unter anderem Streamingdienste (Paramount+, Max), lizenzieren Filme und TV-Formate an europ\u00e4ische Fernsehsender und verleihen Filme. Die EU-Kommission stellte fest, dass es im Bereich der Filmproduktion trotz einer \u00dcbernahme gen\u00fcgend Wettbewerber im Europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum geben wird. Als Beispiele nannte sie andere gro\u00dfe US-Filmstudios wie Disney, NBC Universal (Universal) und Sony, \u201ekleinere US-Studios wie Amazon MGM, A24 und Lionsgate sowie europ\u00e4ische Filmstudios\u201c.\n  <\/p>\n<p>            \u00c4nderungen bei Filmvertrieb<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Beim Vertrieb von Filmen sah die Kommission aber eine zu hohe Marktkonzentration. Paramount Pictures und Universal Pictures vertreiben \u00fcber das Gemeinschaftsunternehmen United International Pictures (UIP) Filme an Kinobetriebe.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eDurch die Transaktion w\u00e4ren auch die Filme von Warner \u00fcber UIP vertrieben worden. Ohne Gegenma\u00dfnahmen h\u00e4tte dies zu ung\u00fcnstigeren Miet- und Vertriebsbedingungen f\u00fcr Kinobetreiber gef\u00fchrt und letztlich Verbraucher benachteiligt\u201c, bem\u00e4ngelt die EU-Kommission. Paramount habe deshalb verschiedene Verpflichtungen angeboten, die sicherstellen, dass die Filme des fusionierten Unternehmens nicht gemeinsam mit Filmen von Universal oder Disney vertrieben werden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    So muss Paramount nun innerhalb von 13 Monaten nach Abschluss der Transaktion seine Beteiligung an UIP im Europ\u00e4ischen Wirtschaftsraum beenden. F\u00fcr zehn Jahre darf Paramount zudem keine Vereinbarungen oder Absprachen mit Universal \u00fcber den gemeinsamen Vertrieb von Filmen in Europa abschlie\u00dfen und f\u00fcr den Vertrieb von Warner- oder Paramount-Filmen nicht den gleichen Kinofilmvertrieb nutzen wie Disney und Universal. Ein unabh\u00e4ngiger Treuh\u00e4nder \u00fcberwacht die Umsetzung.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Filmverleih United International Pictures (UIP) mit Hauptsitz in London war 1981 gegr\u00fcndet worden. Dar\u00fcber werden nach UIP-Angaben weltweit mehr als 1.000 Filme unter Lizenz vertrieben, davon mehr als 100 Oscar-Preistr\u00e4ger &#8211; zum Beispiel \u201eDer Pate\u201c und \u201eBreakfast at Tiffany&#8217;s\u201c.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In Deutschland und einigen anderen M\u00e4rkten arbeiten Universal Pictures und Paramount Pictures schon seit einigen Jahren nicht mehr in der United International Pictures zusammen. Stattdessen nutzen sie eigene Verleihunternehmen, Paramount Pictures Germany und den internationalen Verleiharm von Universal Pictures.\n  <\/p>\n<p>            Rechtsstreit in den USA<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Unabh\u00e4ngig von der EU-Kommission pr\u00fcfen Beh\u00f6rden in anderen betroffenen L\u00e4ndern. Die US-Regierung genehmigte den Milliardendeal bereits ohne Auflagen. Doch nach einer Klage von zw\u00f6lf US-Bundesstaaten wurde die \u00dcbernahme Anfang dieser Woche per Gerichtsbeschluss f\u00fcr zun\u00e4chst zwei Wochen ausgesetzt. In dieser Zeit soll \u00fcber die von den Bundesstaaten angestrebte l\u00e4ngerfristige einstweilige Verf\u00fcgung gegen den Vollzug des mehr als 100 Milliarden Dollar schweren Deals verhandelt werden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Bundesstaaten argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb bei popul\u00e4ren Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen. Aus Sicht der Richterin konnten sie zumindest demonstrieren, dass Paramount und Warner zusammen einen erheblichen Marktanteil in dem Gesch\u00e4ft h\u00e4tten &#8211; was eine zeitweise Aussetzung der Fusion rechtfertige.\n  <\/p>\n<p>            Kritiker sorgen sich wegen Trump-N\u00e4he um CNN<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliard\u00e4rs Larry Ellison, der als Unterst\u00fctzer von Pr\u00e4sident Donald Trump bekannt ist. Trump-Kritiker in den USA bef\u00fcrchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabh\u00e4ngigkeit verlieren k\u00f6nnte. Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS fiel nach der \u00dcbernahme durch die Ellison-Familie im vergangenen Jahr durch wohlwollendere Berichterstattung gegen\u00fcber Trumps Regierung auf.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ellison will an Gewicht in Hollywood gewinnen. Paramount ist derzeit noch einer der kleineren Player der Branche. Zu bekannten Marken z\u00e4hlen \u201ePAW Patrol\u201c und \u201eMission: Impossible\u201c. Zu Warner geh\u00f6ren unter anderem das DC-Superhelden-Universum mit Superman und Batman, Filmreihen wie \u201eHarry Potter\u201c sowie ein starkes Streaming-Gesch\u00e4ft.\n  <\/p>\n<p>            Hollywood-Stars kritisierten \u00dcbernahme<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ende Februar hatte der Hollywood-Konzern Warner Bros. Discovery der milliardenschweren \u00dcbernahme durch Paramount Skydance zugestimmt. Rivale Netflix war kurz zuvor aus einem langen Bieterstreit ausgestiegen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Hollywood-Stars wie Jane Fonda, Javier Bardem und Ben Stiller stellten sich im April entschieden gegen die \u00dcbernahme. \u201eZunehmend bestimmt eine kleine Zahl m\u00e4chtiger Akteure, was produziert wird &#8211; und zu welchen Bedingungen\u201c, hie\u00df es in einem Brief, den einer Mitteilung zufolge mehr als 1.000 Menschen aus der Branche unterschrieben.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EU-Kommission hat der \u00dcbernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount unter Auflagen zugestimmt. 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