{"id":73111,"date":"2026-07-23T11:29:13","date_gmt":"2026-07-23T11:29:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/73111\/"},"modified":"2026-07-23T11:29:13","modified_gmt":"2026-07-23T11:29:13","slug":"google-verstoesse-gegen-dma-eu-verhaengt-insgesamt-890-millionen-euro-strafe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/73111\/","title":{"rendered":"Google-Verst\u00f6\u00dfe gegen DMA: EU verh\u00e4ngt insgesamt 890 Millionen Euro Strafe"},"content":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission hat in zwei Verfahren gegen Google wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen das Gesetz \u00fcber digitale M\u00e4rkte (Digital Markets Act, DMA) Strafen von insgesamt 890 Millionen Euro verh\u00e4ngt. Das hat die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/de\/ip_26_1670\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">am Donnerstag mitgeteilt<\/a> und erkl\u00e4rt, welche <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Google-aendert-wohl-bald-Suchergebnisse-wegen-drohender-DMA-Strafe-der-EU-11190428.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ma\u00dfnahmen der US-Konzern<\/a> jetzt durchf\u00fchren muss. In den Verfahren geht es demnach zum einen um die Selbstbevorzugung in der Google-Suche und die Behinderung von App-Entwicklern bei der Bewerbung von Vertriebskan\u00e4len ihrer Wahl, darunter auch App-Stores von Drittanbietern. Die verh\u00e4ngten Strafzahlungen sind dabei mit 460 und 430 Millionen Euro in etwa gleich hoch. Google kann dagegen juristisch vorgehen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Milliardenstrafe in US-Dollar<\/p>\n<p>Wie die EU-Kommission ausf\u00fchrt, bevorzuge Google seine eigenen Dienste in den Ergebnissen der marktf\u00fchrenden Google-Suche. Dabei gehe es unter anderem um Einkaufs-, Hotel-, Transport- und Sportergebnisse. Die w\u00fcrden in den Suchergebnissen hervorgehoben, \u201ew\u00e4hrend \u00e4hnliche Drittanbieterdienste nicht die gleiche Bedeutung haben\u201c. Damit versto\u00dfe Google gegen seine Verpflichtungen als Gatekeeper unter den Vorgaben des <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Digital-Markets-Act\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">DMA<\/a>. Suchmaschinen m\u00fcssen f\u00fcr das Ranking \u201etransparente, faire und diskriminierungsfreie Bedingungen anwenden\u201c, hei\u00dft es aus Br\u00fcssel. \u201eDie besten Produkte sollten erfolgreich sein, weil sie besser sind, nicht weil sie dem Unternehmen geh\u00f6ren, das die Suchmaschine betreibt\u201c, erg\u00e4nzt EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera.<\/p>\n<p>In der zweiten Entscheidung geht es um Google als Betreiber des Google Play Stores f\u00fcr Android-Anwendungen. Wer dort seine Apps anbietet, muss laut dem DMA \u201ein der Lage sein, Kunden \u2013 kostenlos \u2013 \u00fcber alternative, oft billigere Angebote zu informieren und sie zu diesen Angeboten zu leiten, um Eink\u00e4ufe zu t\u00e4tigen, beispielsweise auf Websites oder in alternativen App-Stores\u201c. Dem sei Google nicht nachgekommen. Der US-Konzern m\u00fcsse es den App-Entwicklern erm\u00f6glichen, ihre Anwendungen \u201e\u00fcber den Google Play Store sowohl technisch als auch vertraglich frei zu kommunizieren, Angebote zu bewerben und Vertr\u00e4ge mit Nutzern nicht nur innerhalb, sondern auch au\u00dferhalb des Google Play App Store abzuschlie\u00dfen\u201c. Den Dialog dar\u00fcber nennt Br\u00fcssel \u201ekonstruktiv\u201c.<\/p>\n<p>Belastete US-Beziehungen <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Digital-Markets-Act-Bruessel-angeblich-kurz-vor-Rekordstrafe-gegen-Google-11306026.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die Verh\u00e4ngung der Strafe wurde seit Monaten erwartet<\/a>, \u00fcber die H\u00f6he war dabei viel spekuliert worden \u2013 in US-Dollar sind es umgerechnet 1,02 Milliarden. Es gab Bef\u00fcrchtungen, mit einer hohen Strafe k\u00f6nne US-Pr\u00e4sident Donald Trump ver\u00e4rgert werden. Trump hat schon h\u00e4ufiger gedroht, auf solche Strafzahlungen mit neuen Z\u00f6llen zu reagieren. Parallel dazu war aber der Druck auf EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen aus der EU gestiegen, im Umgang mit Trump mehr H\u00e4rte zu zeigen. Laut der Kommission hat Google jetzt 60 Tage Zeit, den Entscheidungen nachzukommen. Andernfalls seien Zwangsgelder in H\u00f6he von bis zu 5 Prozent seines durchschnittlichen t\u00e4glichen weltweiten Umsatzes m\u00f6glich.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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