{"id":73197,"date":"2026-07-23T13:02:08","date_gmt":"2026-07-23T13:02:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/73197\/"},"modified":"2026-07-23T13:02:08","modified_gmt":"2026-07-23T13:02:08","slug":"produktion-in-der-eu-statt-import-geely-sichert-sich-anteil-an-ford-werk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/73197\/","title":{"rendered":"Produktion in der EU statt Import: Geely sichert sich Anteil an Ford-Werk"},"content":{"rendered":"<p>              Produktion in der EU statt Import: Geely sichert sich Anteil an Ford-Werk<\/p>\n<p>Ford und der chinesische Konzern Geely Auto wollen im Ford-Werk Almussafes bei Valencia in Spanien gemeinsam produzieren. Derzeit wird dort nur das Ford-Modell Kuga gebaut. Ab 2028 sollen dort im Rahmen eines Joint Ventures f\u00fcnf Fahrzeugmodelle beider Marken f\u00fcr den europ\u00e4ischen Markt gebaut werden, als Elektroautos, Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Range-Extender-als-wiederbelebte-Uebergangsloesung-Wohin-soll-das-fuehren-11213784.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Range-Extender<\/a>.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Ford soll dabei 66 Prozent an der neuen Gesellschaft halten, Geely Auto die verbleibenden 34 Prozent. Der operative Start des Joint Ventures ist f\u00fcr das erste Halbjahr 2027 geplant, vorbehaltlich noch ausstehender kartellrechtlicher Freigaben auf EU- und nationaler Ebene und anderer Formalit\u00e4ten. Die Produktion der neuen Modelle soll dann 2028 parallel zur laufenden Produktion des Ford Kuga hochgefahren werden.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Modelle f\u00fcr Europa<\/p>\n<p>Das Werk Almussafes verf\u00fcgt laut Ford \u00fcber eine Jahreskapazit\u00e4t von rund 500.000 Fahrzeugen, ist aber nach Branchenberichten derzeit zu weniger als einem Viertel ausgelastet. Die Fabrik war einst Fords gr\u00f6\u00dftes Werk au\u00dferhalb der USA, litt zuletzt aber unter dem Auslaufen mehrerer Modelle und der starken Abh\u00e4ngigkeit vom Modell Kuga. Teile der Anlage, darunter mindestens ein Montageband, stehen seit L\u00e4ngerem still. Mit der Gr\u00fcndung des Joint Ventures werden Werk und Belegschaft der neuen Gesellschaft zugeordnet.<\/p>\n<p>Ford plant zwei neue Modelle au\u00dfer dem <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/Ford-Kuga-PHEV-im-Test-Stark-wenn-Staerke-nicht-gefragt-ist-10343775.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Ford Kuga (Test)<\/a>: Eine Europa-Variante des Gel\u00e4ndewagens <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/Into-the-Badlands-Test-Ford-Bronco-9670509.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Ford Bronco (Test)<\/a> sowie ein neuer Crossover-SUV. Letzterer soll laut Reuters gemeinsam von Ford und Geely entwickelt und in mehreren Antriebsvarianten angeboten werden \u2013 batterieelektrisch (BEV), als Plug-in-Hybrid (PHEV) und als Extended-Range-Elektrofahrzeug mit Reichweitenverl\u00e4ngerer.<\/p>\n<p>Geely will zwei elektrische SUVs in Valencia bauen. Laut Geely-Senior-Vizepr\u00e4sident Victor Yang handelt es sich beim ersten Modell um den EX5, der bereits in Europa verkauft wird. Das zweite Fahrzeug befindet sich noch in der Entwicklung. Damit erh\u00e4lt Geely erstmals eine eigene Produktionsst\u00e4tte innerhalb der EU. Welche konkrete Plattform dem gemeinsam entwickelten Crossover zugrunde liegt, haben die Unternehmen bislang nicht mitgeteilt.<\/p>\n<p>EU-Z\u00f6lle und Local-Content-Regeln als Treiber<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die Einigung wurde vor dem Hintergrund versch\u00e4rfter EU-Handelspolitik gegen\u00fcber chinesischen E-Auto-Importen getroffen. Chinesische Hersteller versuchen zunehmend, unterausgelastete Fabriken etablierter europ\u00e4ischer Autobauer zu nutzen, um sich auf kommende europ\u00e4ische Local-Content-Regeln vorzubereiten und <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Studie-Hersteller-holen-Pkw-Produktion-wegen-Zoellen-in-die-EU-zurueck-11362274.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">EU-Z\u00f6lle auf importierte Elektrofahrzeuge<\/a> zu umgehen. F\u00fcr Geely l\u00f6st das Joint Venture dieses Problem unmittelbar: Fahrzeuge aus dem Werk Almussafes gelten als in der EU produziert. Alex Nan, Vizepr\u00e4sident der Geely Auto Group, betonte, man wolle \u201eAutos in Europa f\u00fcr Europa bauen, gemeinsam mit einem vertrauensw\u00fcrdigen Partner\u201c.<\/p>\n<p>Zugleich stehen die EU-Flottenziele f\u00fcr CO\u2082-Emissionen im Hintergrund der Vereinbarung. Die Positionierung des Werks \u201ef\u00fcr CO\u2082-arme Mobilit\u00e4t\u201c ist eine direkte Antwort auf die europ\u00e4ische Klimapolitik, die Autobauer zum raschen Ausbau elektrifizierter Antriebe zwingt. Ford k\u00fcndigt in dem Zusammenhang eine \u201eProduktoffensive\u201c mit f\u00fcnf neuen Multi-Energy-Pkw f\u00fcr Europa bis 2029 an.<\/p>\n<p>Skaleneffekte f\u00fcr beide Seiten<\/p>\n<p>Durch die B\u00fcndelung der Produktion beider Marken in einem Werk sollen zudem die St\u00fcckkosten deutlich sinken: Ford entlastet sich von Fixkosten eines drastisch unterausgelasteten Standorts, Geely spart sich den Aufbau einer eigenen Fabrik in Europa. Beide Hersteller versprechen zudem gemeinsame Fortschritte bei Fahrzeugsoftware und vernetzten Diensten, ohne bislang technische Details zur Architektur zu nennen. Konkrete Zahlen zu gesicherten oder neu entstehenden Arbeitspl\u00e4tzen nannten die Unternehmen nicht, sie sprechen lediglich von \u201ePotenzial f\u00fcr k\u00fcnftiges Wachstum hochqualifizierter Arbeitspl\u00e4tze\u201c.<\/p>\n<p>Spaniens Premierminister Pedro S\u00e1nchez sollte den Deal laut Branchenberichten im Werk in Valencia pers\u00f6nlich ank\u00fcndigen, was ein Signal f\u00fcr die politische R\u00fcckendeckung des Vorhabens w\u00e4re. F\u00fcr Spanien steht viel auf dem Spiel: Das Land versucht, seine Position als einer der gr\u00f6\u00dften Automobilproduzenten Europas auch im Zeitalter der Elektromobilit\u00e4t zu behaupten.<\/p>\n<p>        Mehr \u00fcber FordMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:fpi@heise.de\" title=\"Florian Pillau\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">fpi<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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