{"id":73225,"date":"2026-07-23T13:33:08","date_gmt":"2026-07-23T13:33:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/73225\/"},"modified":"2026-07-23T13:33:08","modified_gmt":"2026-07-23T13:33:08","slug":"eu-verhaengt-890-millionen-euro-strafe-gegen-google-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/73225\/","title":{"rendered":"EU verh\u00e4ngt 890 Millionen Euro Strafe gegen Google"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Eine Milliarde US-Dollar Strafe f\u00fcr Google: Die EU setzte am Donnerstag einen Paukenschlag in Richtung Washington. Es war wom\u00f6glich nur der Auftakt in der j\u00fcngsten<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/zollkonflikt-ende-von-trumps-weltweiten-zoellen-wann-kommen-die-naechsten-114845025\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\"> Runde des transatlantischen Handelsstreits<\/a>. Denn ausgerechnet in jener Woche, in der US-Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/personen\/aa-donald-trump\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Donald Trump<\/a> entscheiden muss, wie es mit den auslaufenden Z\u00f6llen auf Importe aus der EU weitergeht, verh\u00e4ngte die EU-Kommission eine Geldbu\u00dfe in H\u00f6he von insgesamt 890 Millionen Euro gegen den Tech-Riesen. Die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde wirft Google vor, seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschine genutzt zu haben, um eigene Dienste systematisch zu bevorzugen und Wettbewerber zu benachteiligen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wer etwa nach einem Hotel in Paris, einem Flug nach London oder nach Sportergebnissen sucht, bekommt h\u00e4ufig zuerst Googles eigene Angebote pr\u00e4sentiert. Vergleichsportale oder konkurrierende Anbieter wie Expedia erscheinen oft erst weiter unten auf der Seite. Darin sieht die Kommission einen Missbrauch der Marktmacht des Konzerns und somit einen Versto\u00df gegen den Digital Markets Act (DMA). Google m\u00fcsse nun die Suchergebnisse anpassen und habe bereits \u00c4nderungen vorgeschlagen, die einen \u201eerheblichen Fortschritt in Richtung der Einhaltung der Vorschriften\u201c darstellten, sagte ein Beamter. W\u00e4hrend die Kommission davon ausgeht, dass Verbraucher unmittelbar von der Entscheidung profitieren, kritisierte Google den Beschluss. Leidtragende w\u00fcrden europ\u00e4ische Unternehmen und Konsumenten sein, hie\u00df es.\n  <\/p>\n<p>            Beh\u00f6rde wirft Google Machtmissbrauch im App-Store vor<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Nach Auffassung der Beh\u00f6rde hat der Konzern seine dominante Stellung nicht nur bei der Internetsuche ausgenutzt. Auch \u00fcber den App-Store Google Play habe er seine Macht missbraucht. So seien App-Entwickler daran gehindert worden, ihre Kunden auf g\u00fcnstigere Bezahlm\u00f6glichkeiten au\u00dferhalb des Google-Systems hinzuweisen. Dadurch habe sich der Konzern Geb\u00fchren gesichert, die bei alternativen Zahlungswegen entfallen w\u00e4ren.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Entscheidung f\u00e4llt zu einem heiklen Zeitpunkt \u2013 und k\u00f6nnte den Zorn von Trump auf sich ziehen. Der US-Pr\u00e4sident macht keinen Hehl daraus, dass er Strafen <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/geld-leben\/digitaler-durchblick-google-microsoft-co-schuetzen-sie-selten-genutzte-konten-114845191\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">gegen amerikanische Tech-Konzerne<\/a> als Angriff auf die Vereinigten Staaten betrachtet. Folgt also die Antwort in Form von Handelsma\u00dfnahmen? Ein hochrangiger EU-Beamter betonte, dass die Union das \u201esouver\u00e4ne Recht\u201c habe, in ihrem eigenen Zust\u00e4ndigkeitsbereich US-Unternehmen zu regulieren. Die Strafe gegen Google habe ausschlie\u00dflich mit dem Abschluss der Ermittlungen zu tun und stehe in keinem Zusammenhang mit den laufenden Handelsgespr\u00e4chen, hie\u00df es. Ob Trump das \u00e4hnlich sieht, d\u00fcrfte sich schon bald zeigen. In Washington wird aufmerksam verfolgt, inwieweit die Europ\u00e4er bereit sind, ihre Digitalgesetze auch in politisch angespannten Zeiten durchzusetzen. Dementsprechend wurde in Br\u00fcssel die Geldbu\u00dfe als starkes Signal der Entschlossenheit Europas verstanden. Einige Beobachter interpretierten den Schritt zudem als Versuch, ein Zeichen zu setzen, um so ein Druckmittel f\u00fcr weitere Verhandlungen zu haben.\n  <\/p>\n<p>            Reagiert Trump mit neuen Z\u00f6llen?<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Bernd Lange, Chef des Handelsausschusses im EU-Parlament, lobte, dass die Kommission \u201egerade heute R\u00fcckgrat\u201c zeige, obwohl noch nicht klar sei, wie die US-Sonderabgaben auf Waren aus der EU nach dem 24. Juli konkret ausgestaltet werden. \u201eDamit unterstreicht sie, dass die Durchsetzung unserer Gesetze nicht von handelspolitischen Drohungen oder Zollank\u00fcndigungen aus Washington abh\u00e4ngig gemacht werden darf\u201c, sagte der Sozialdemokrat.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Den befristeten Zusatzzollsatz von zehn Prozent hatte Trump Anfang des Jahres f\u00fcr viele internationale Importe eingesetzt, nachdem die vorherigen Abgaben vom Obersten Gerichtshof der USA gekippt worden waren.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Kommission betrachtet Konzerne wie Google, Apple, Meta oder Amazon als sogenannte Gatekeeper \u2013 Unternehmen, die aufgrund ihrer Gr\u00f6\u00dfe dar\u00fcber entscheiden k\u00f6nnen, welche Anbieter im digitalen Markt \u00fcberhaupt sichtbar werden. \u201eDie besten Produkte sollten sich durchsetzen, weil sie besser sind \u2013 nicht, weil sie einem Unternehmen geh\u00f6ren, das zugleich die Suchmaschine betreibt\u201c, sagte Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera. Europ\u00e4ische Verbraucher h\u00e4tten das Recht zu erfahren, wenn App-Entwickler ihnen g\u00fcnstigere Angebote machen k\u00f6nnen, \u201eselbst wenn der Betreiber des App-Stores daran nichts verdient\u201c. Google bleiben nun 60 Tage Zeit, um die beanstandeten Praktiken zu \u00e4ndern. Unter anderem muss der Konzern konkurrierende Dienste in den Suchergebnissen sichtbarer platzieren und die Beschr\u00e4nkungen im Play Store lockern. Andernfalls drohen weitere Sanktionen von bis zu f\u00fcnf Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Milliarde US-Dollar Strafe f\u00fcr Google: Die EU setzte am Donnerstag einen Paukenschlag in Richtung Washington. 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