{"id":73414,"date":"2026-07-23T17:12:09","date_gmt":"2026-07-23T17:12:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/73414\/"},"modified":"2026-07-23T17:12:09","modified_gmt":"2026-07-23T17:12:09","slug":"eu-verhaengt-890-millionen-euro-strafe-gegen-google-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/73414\/","title":{"rendered":"EU verh\u00e4ngt 890 Millionen Euro Strafe gegen Google"},"content":{"rendered":"<p>            <a name=\"body\"\/><\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission hat gegen Google zwei Geldbu\u00dfen in einer Gesamth\u00f6he von 890 Millionen Euro <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/ip_26_1670\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">verh\u00e4ngt<\/a>. Nach Auffassung der Beh\u00f6rde verst\u00f6\u00dft der Konzern sowohl mit der Darstellung bestimmter Dienste in der Google-Suche als auch mit Vorgaben im Google Play Store gegen den Digital Markets Act.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.falkemedia-shop.de\/technik\/mac-life\/dauerbezug\/megadeal2\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1784826729_811_maclife inlinebox v2.png\"\/><\/a>\n<\/p>\n<p>Quickread: Auf einen Blick<\/p>\n<p>Die EU-Kommission verh\u00e4ngt insgesamt 890 Millionen Euro an Geldbu\u00dfen<br \/>\n460 Millionen Euro entfallen auf die Google-Suche<br \/>\n430 Millionen Euro betreffen Vorgaben im Google Play Store<br \/>\nGoogle muss die beanstandeten Praktiken innerhalb von 60 Tagen \u00e4ndern<br \/>\nBei ausbleibender Umsetzung drohen weitere Zwangsgelder<\/p>\n<p>460 Millionen Euro der Gesamtsumme entfallen auf die Google-Suche. Die Kommission kommt zu dem Ergebnis, dass Google eigene Angebote gegen\u00fcber konkurrierenden Diensten bevorzugt habe. Dazu z\u00e4hlen unter anderem Angebote f\u00fcr Shopping, Hotels, Verkehr und Sport.<\/p>\n<p>Google soll Dienste von Drittanbietern k\u00fcnftig fair und ohne Benachteiligung gegen\u00fcber den eigenen Angeboten behandeln. Der Konzern hatte bereits \u00c4nderungen an der Darstellung bestimmter Suchergebnisse vorgenommen und weitere Anpassungen getestet. Die Kommission wertet diese Schritte als Fortschritt, sieht die Vorgaben des Digital Markets Act aber noch nicht vollst\u00e4ndig erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Digital Markets Act erkl\u00e4rt!<\/p>\n<p>Der Digital Markets Act ist ein EU-Gesetz f\u00fcr besonders einflussreiche digitale Plattformen. Als sogenannte Gatekeeper m\u00fcssen sie bestimmte Wettbewerbsregeln einhalten und d\u00fcrfen eigene Dienste nicht systematisch bevorzugen oder alternative Angebote behindern.<\/p>\n<p>Weitere 430 Millionen Euro muss Google wegen der Regeln im Play Store zahlen. Nach Ansicht der Kommission schr\u00e4nkte der Konzern App-Anbieter unzul\u00e4ssig dabei ein, Nutzer auf alternative und mitunter g\u00fcnstigere Kaufm\u00f6glichkeiten hinzuweisen.<\/p>\n<p>Entwickler sollen Angebote demnach nicht nur innerhalb des Play Stores bewerben und abschlie\u00dfen d\u00fcrfen. Google muss ihnen auch erm\u00f6glichen, Nutzer technisch und vertraglich auf externe Webseiten oder alternative Vertriebskan\u00e4le zu verweisen.<\/p>\n<p>60 Tage f\u00fcr notwendige \u00c4nderungen<\/p>\n<p>Google wurde aufgefordert, die beanstandeten Verst\u00f6\u00dfe innerhalb von 60 Tagen abzustellen. Kommt der Konzern den Entscheidungen nicht nach, drohen regelm\u00e4\u00dfige Zwangsgelder von bis zu f\u00fcnf Prozent des weltweiten Tagesumsatzes.<\/p>\n<p>Gegen die Entscheidungen kann Google rechtlich vorgehen. Gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur Associated Press kritisierte der Konzern die Vorgaben und erkl\u00e4rte, die geforderten \u00c4nderungen k\u00f6nnten Funktionen verschlechtern sowie Nachteile f\u00fcr europ\u00e4ische Verbraucher und Unternehmen mit sich bringen.<\/p>\n<p>Die Entscheidungen geh\u00f6ren zu den bisher umfangreichsten Ma\u00dfnahmen auf Grundlage des Digital Markets Act. Das Gesetz soll verhindern, dass besonders einflussreiche Plattformbetreiber ihre Stellung nutzen, um eigene Dienste zu bevorzugen oder den Zugang zu alternativen Angeboten zu erschweren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/image-127364--4621183.jpg\"\/>Stefan KellerDie H\u00f6he der Geldbu\u00dfen ist f\u00fcr Google finanziell verkraftbar. Bedeutender sind die geforderten \u00c4nderungen an der Suche und am Play Store: Sie k\u00f6nnten beeinflussen, wie sichtbar konkurrierende Dienste sind und welche Kaufm\u00f6glichkeiten App-Anbieter ihren Nutzern anbieten d\u00fcrfen. Interessanter\u00a0wird daher weniger die Strafe selbst sein als die konkrete Umsetzung der EU-Vorgaben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Europ\u00e4ische Kommission hat gegen Google zwei Geldbu\u00dfen in einer Gesamth\u00f6he von 890 Millionen Euro verh\u00e4ngt. 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