{"id":73632,"date":"2026-07-24T05:16:08","date_gmt":"2026-07-24T05:16:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/73632\/"},"modified":"2026-07-24T05:16:08","modified_gmt":"2026-07-24T05:16:08","slug":"tageblatt-lu-demografie-ab-2029-schrumpft-europas-bevoelkerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/73632\/","title":{"rendered":"Tageblatt.lu | Demografie | Ab 2029 schrumpft Europas Bev\u00f6lkerung"},"content":{"rendered":"<p>\u201eUnsere Bev\u00f6lkerung erreicht ihren H\u00f6chststand\u201c, sagte die f\u00fcr Demografie zust\u00e4ndige EU-Kommissarin Dubravka Suica bei der Vorstellung der Studie des Wissenschaftszentrums der EU-Kommission. Das wird in drei Jahren der Fall sein. Im vorigen Jahr z\u00e4hlte die EU 450,6 Millionen Menschen, im Jahr 2029 sollen es den Projektionen der Studienautoren zufolge 453,3 Millionen sein. Danach setze ein \u201elangsamer langfristiger R\u00fcckgang\u201c ein, hei\u00dft es im Bericht. Demzufolge schrumpft die Bev\u00f6lkerung der 27 Mitgliedstaaten bis 2050 auf 445 Millionen, am Ende des Jahrhunderts, im Jahr 2100, w\u00fcrden es nur noch 398,8 Millionen Menschen sein. Das sei der Bev\u00f6lkerungsstand der 1970er Jahre. <\/p>\n<p>Die Geburtenrate ist in den L\u00e4ndern der EU seit Jahrzehnten im Sinkflug. 1964 wurde mit rund 6,8 Millionen Lebendgeburten ein H\u00f6chststand erreicht. Seitdem hat sich diese Zahl fast halbiert. 2024 wurden nur mehr 3,55 Millionen Lebendgeburten gez\u00e4hlt, was einer Fertilit\u00e4tsrate von 1,34 entspricht. Ohne Zuwanderung m\u00fcsste die durchschnittliche Anzahl an Kindern, die eine Frau in ihrem Leben geb\u00e4rt, bei 2,1 liegen, um die Bev\u00f6lkerungszahl stabil zu halten. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n            Es braucht Antworten auf demografischen Wandel <\/p>\n<p>\u201eGleichzeitig leben die Europ\u00e4er l\u00e4nger und ges\u00fcnder\u201c, meinte die EU-Kommissarin. W\u00e4hrend die Lebenserwartung von Frauen im Jahr 2024 noch bei 81,5 Jahren und jene der M\u00e4nner bei 78,9 lag, k\u00f6nnen sie bis 2100 mit einem Durchschnittsalter von 90 beziehungsweise 86 Jahren rechnen. Bis 2050 wird jeder dritte EU-B\u00fcrger mindestens 65 Jahre alt sein. Kinder, die 2023 in der EU geboren wurden, k\u00f6nnten erwarten, bis zum Alter von 75,3 Jahren ein Leben ohne schwere Krankheit zu f\u00fchren. <\/p>\n<p>All das wirft Fragen auf: Wo kommen die Arbeitskr\u00e4fte her, wie sollen die Renten und Gesundheitssysteme finanziert werden, wie werden die Generationen fair behandelt?, so Dubravka Suica. Die Politik muss darauf reagieren, denn es sind Themen, die derzeit aus anderen Gr\u00fcnden aktuell sind, wie etwa die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der europ\u00e4ischen Wirtschaft und die soziale Koh\u00e4sion angesichts der zunehmenden Ungleichheiten. <\/p>\n<p>Besch\u00e4ftigungsrate \u00e4lterer Menschen gestiegen <\/p>\n<p>Zahlen von Eurostat zufolge wird die EU zwischen 2025 und 2050 j\u00e4hrlich 1,2 Millionen Menschen im arbeitsf\u00e4higen Alter (15-64) verlieren. Ohne Migration werden es doppelt so viele sein. Wirtschaftswachstum wird damit unweigerlich von der Steigerung der Produktivit\u00e4t abh\u00e4ngig sein. Der Bericht weist jedoch auch darauf hin, dass in der EU etwa 20 Prozent der arbeitsf\u00e4higen Bev\u00f6lkerung nicht in einem Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis stehen. Das sei etwa der Fall f\u00fcr rund acht Millionen junger Menschen. Im Jahr 2024 seien jedoch ebenfalls 37,9 Millionen Frauen im arbeitsf\u00e4higen Alter (20-64) beruflich nicht aktiv gewesen. Noch immer sind es ein Mangel an qualitativer Kinderbetreuung sowie die mangelnde Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf, die vor allem Frauen vom Arbeitsmarkt fernhalten. <\/p>\n<p class=\"Zahl_Inhalt1\">1,2 Mio. <\/p>\n<p class=\"Zahl_Beschreibung1\">Zwischen 2025 und 2050 wird die EU j\u00e4hrlich 1,2 Millionen Menschen im arbeitsf\u00e4higen Alter (15-64) verlieren <\/p>\n<p>Die Besch\u00e4ftigungsrate \u00e4lterer Arbeitnehmer ist in den letzten Jahren gestiegen. Zwar gebe es gro\u00dfe Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten, doch sei zwischen den Jahren 2016 und 2025 die Besch\u00e4ftigungsrate der Frauen im Alter zwischen 55 und 64 Jahren um 13,5 Prozentpunkte auf nunmehr 60,8 Prozent gestiegen. Bei den M\u00e4nnern in der gleichen Alterskategorie war es eine Steigerung um 12,2 Prozentpunkte auf eine Rate von 72,3. Doch es gibt eine Tendenz, das Pensionsalter an die gestiegene Lebenserwartung anzupassen. Die EU-Kommissarin wies etwa auf D\u00e4nemark hin, wo in den kommenden Jahren bis 2040 das Renteneintrittsalter sukzessive von derzeit 67 auf 70 Jahre angehoben wird. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Bild-100054.jpg\" title=\"Ab 2029 schrumpft Europas Bev\u00f6lkerung \" alt=\"Ab 2029 schrumpft Europas Bev\u00f6lkerung \" class=\"img-responsive\" style=\"object-position:49.997574628879632996% 50%;\"\/>EU-Kommission fordert Minister f\u00fcr Demografie <\/p>\n<p>Die steigende Lebenserwartung wird ebenfalls Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme und Pflegedienste haben. Bis zum Jahr 2070 wird sich die Zahl der \u00fcber 80-J\u00e4hrigen verdoppeln, dementsprechend auch die Nachfrage nach Gesundheitsdiensten. W\u00e4hrend sich damit zum einen neue wirtschaftliche Wachstumsbereiche auftun, weist der Bericht auf einen fortschreitenden Mangel an Pflegepersonal in den kommenden Jahrzehnten hin und verweist dabei auf die Studie \u201eHealth at a Glance\u201c. Demnach habe es bereits im Jahr 2024 einen gesch\u00e4tzten Mangel von 1,2 Millionen Besch\u00e4ftigten im Gesundheitswesen in der EU gegeben. Projektionen zufolge brauche es bis zum Jahr 2071 zus\u00e4tzliche 30 Prozent \u00c4rzte sowie 33 Prozent Pflegekr\u00e4fte im Vergleich zu 2021. <\/p>\n<p>Die demografische Entwicklung wird f\u00fcr die EU eine zunehmende Herausforderung. Die EU-Kommission habe vor einigen Jahren den Mitgliedstaaten empfohlen, einen Minister mit dem Thema zu beauftragen, sagte Dubravka Suica. Bislang seien nur drei EU-Staaten dieser Aufforderung nachgekommen: Italien, Kroatien und Slowenien. \u201eDie Zeit ist gekommen, um eine europ\u00e4ische Agentur f\u00fcr Demografie zu schaffen\u201c, meinte die EU-Kommissarin. Diese soll auf wissenschaftlicher Basis politische Handlungsoptionen erarbeiten. Denn es bestehe das Risiko, dass Europa nicht auf den Wandel vorbereitet ist, warnte Dubravka Suica. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eUnsere Bev\u00f6lkerung erreicht ihren H\u00f6chststand\u201c, sagte die f\u00fcr Demografie zust\u00e4ndige EU-Kommissarin Dubravka Suica bei der Vorstellung der Studie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":73633,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[25056,25057,21,388,22,13888],"class_list":["post-73632","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-bevlkerung","tag-demographie","tag-eu","tag-europische-union","tag-europaeische-union","tag-lebenserwartung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73632","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=73632"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73632\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/73633"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=73632"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=73632"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=73632"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}