{"id":76450,"date":"2026-07-30T11:52:13","date_gmt":"2026-07-30T11:52:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/76450\/"},"modified":"2026-07-30T11:52:13","modified_gmt":"2026-07-30T11:52:13","slug":"kennzeichnung-von-ki-generierten-inhalten-wird-in-der-eu-pflicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/76450\/","title":{"rendered":"Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten wird in der EU Pflicht"},"content":{"rendered":"<p>\n                                        Von<br \/>\n                                        <br \/>AFP\n                                    <\/p>\n<p>\n                                        \u00dcbersetzt von<br \/>\n                                        <br \/>Aline Bonnefoy\n                                    <\/p>\n<p>\n                                    Ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n                                    <\/p>\n<p>                                        30. Juli 2026<\/p>\n<p class=\"article-content col-md-8 offset-md-1\">\n                                Ab Sonntag, 2. August gilt in der Europ\u00e4ischen Union eine neue Kennzeichnungspflicht f\u00fcr Inhalte, die mit Hilfe von KI erstellt werden. Gem\u00e4\u00df den neuen Transparenzvorschriften m\u00fcssen sie durch Symbole oder Label gekennzeichnet werden. Die neue Kennzeichnungspflicht soll der \u00d6ffentlichkeit dabei helfen, KI-generierte Inhalte leichter zu erkennen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"news-image\" style=\"width:100%;max-width:968px;\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/b734.jpg\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/> Shutterstock AI<\/p>\n<p class=\"col-md-8 offset-md-1 article-content--texte\">&#8222;Es wird f\u00fcr uns alle immer schwieriger, das Echte vom KI-Produkt zu unterscheiden&#8220;, so ein Vertreter der EU- Kommission. &#8222;Es ist wichtig, das Vertrauen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in das, was sie sehen, h\u00f6ren und lesen, zu bewahren.&#8220; Aus diesem Grund f\u00fchrte die EU im Rahmen des vor zwei Jahren verabschiedeten AI Act neue Transparenzpflichten ein. Das wegweisende Gesetz dient der Regulierung der Nutzung k\u00fcnstlicher Intelligenz. Zun\u00e4chst m\u00fcssen KI-basierte Systeme zur Interaktion mit der \u00d6ffentlichkeit, wie Chatbots, Agenten und Assistenten sowie virtuelle Avatare eindeutig als solche gekennzeichnet werden. Anbieter von KI-Systemen m\u00fcssen dar\u00fcber hinaus Kennzeichnungen und andere digitale Wasserzeichen integrieren, damit sich KI-generierte Inhalte leicht erkennen lassen.<br \/>\u00a0<br \/>Die f\u00fcr die breite \u00d6ffentlichkeit sichtbarste Ma\u00dfnahme betrifft die Kennzeichnung von &#8222;Deep Fakes&#8220;. Dabei handelt es sich um authentisch wirkende, aber KI-generierte oder manipulierte Bild-, Audio- oder Videoinhalte. Organisationen und Personen, die im Rahmen ihrer beruflichen T\u00e4tigkeit solche Inhalte ver\u00f6ffentlichen, m\u00fcssen k\u00fcnftig angeben, bei welchen Inhalten KI zum Einsatz kam. Auch Texte, die eine breite \u00d6ffentlichkeit informieren sollen und die mithilfe von KI ohne nachgehende redaktionelle Kontrolle durch Menschen erstellt wurden, m\u00fcssen gekennzeichnet werden.<\/p>\n<p class=\"col-md-8 offset-md-1 article-content--texte\">Die EU hat Vorlagen f\u00fcr kleine Symbole (&#8222;AI&#8220;, &#8222;AI generated&#8220;, &#8222;AI modified&#8220;) ver\u00f6ffentlicht, um entsprechende Inhalte zu kennzeichnen. Weiter stellt die EU einen Leitfaden zur Verf\u00fcgung, um Unternehmen bei der Einhaltung der neuen Pflichten zu begleiten. Zuwiderhandlungen k\u00f6nnen mit Geldstrafen geahndet werden. Bestehende KI-Systeme haben bis zum 2. Dezember Zeit, sich an die neuen Regeln anzupassen. Ausnahmen sind insbesondere f\u00fcr &#8222;k\u00fcnstlerische, kreative, satirische, fiktive und analoge Werke&#8220; vorgesehen, sowie f\u00fcr Texte, die leidglich mit Hilfe von KI bearbeitet wurden.<br \/>\u00a0<br \/>Kritiker werfen Br\u00fcssel bereits vor, ein neues b\u00fcrokratisches Monstrum zu schaffen. Angesichts des immer weiter verbreiteten Einsatzes von KI werde die neue Regelung in der europ\u00e4ischen Wirtschaft langfristig dazu f\u00fchren, dass alle Inhalte gekennzeichnet werden m\u00fcssen.<br \/>\u00a0<br \/>&#8222;Man h\u00f6rt oft, dass die Umsetzung sehr kompliziert sein wird. Genau das h\u00f6rt man h\u00e4ufig in Bezug auf Compliance-Anforderungen. Und doch dreht sich die Welt weiter, und am Ende findet man immer L\u00f6sungen&#8220;, erkl\u00e4rt Ashley Casovan gegen\u00fcber der Presse. Die Leiterin des Internationalen Verbands von Datenschutzbeauftragten (IAPP) zieht dabei eine Parallele zu Cookie-Einwilligungsbannern. Diese Kennzeichnungen von Tracking-Tools sind als Reaktion auf die europ\u00e4ischen Datenschutzvorschriften auf Websites wie Pilze aus dem Boden geschossen.<br \/>\u00a0<br \/>Tats\u00e4chlich haben mehrere gro\u00dfe Plattformen den neuen Vorschriften bereits vorgegriffen und eigene Kennzeichnungen eingef\u00fchrt. Dazu z\u00e4hlt insbesondere TikTok, das seit mehreren Jahren von seinen Content-Erstellern verlangt, die Verwendung von KI anzugeben. In diesem Zusammenhang wurden auf TikTok bereits mehr als 3 Milliarden Inhalte gekennzeichnet. Die Plattform stellt ihren Usern daf\u00fcr eine Reihe von Tools zur Verf\u00fcgung und setzt dar\u00fcber hinaus auf Erkennungstechnologien.<br \/>\u00a0<br \/>Auch Meta hat auf Instagram und Facebook bereits ein &#8222;AI Info&#8220;-Label eingef\u00fchrt, um Beitr\u00e4ge zu kennzeichnen, bei denen KI zum Einsatz kommt. Google hat seinerseits den EU-Verhaltenskodex zur Transparenz von KI-Inhalten unterzeichnet. Der Online-Riese betont, dass er gemeinsam mit anderen Unternehmen wie Nvidia, OpenAI und App<a class=\"fnwAddLinks\" href=\"https:\/\/de.fashionnetwork.com\/tags-apple\" title=\"le an\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">le an<\/a> L\u00f6sungen zur digitalen Kennzeichnung arbeite. Gleichzeitig warnte Google jedoch vor einer &#8222;regulatorischen Komplexit\u00e4t&#8220;, die sich als kontraproduktiv erweisen k\u00f6nnte.<br \/>\u00a0<br \/>&#8222;Anstatt den Menschen zu helfen, k\u00f6nnte dies eher Verwirrung stiften&#8220; warnt Karen Massin, die bei Google f\u00fcr die europ\u00e4ischen Angelegenheiten zust\u00e4ndig ist. &#8222;Wenn Online-Inhalte mit KI-Kennzeichnungen und rechtlichen Hinweisen \u00fcberflutet werden, f\u00e4llt es den Menschen schwerer, sich zurechtzufinden.&#8220;\n                            <\/p>\n<p>\n                                Copyright \u00a9 2026 AFP. Alle Rechte vorbehalten. 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