{"id":76554,"date":"2026-07-30T13:48:08","date_gmt":"2026-07-30T13:48:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/76554\/"},"modified":"2026-07-30T13:48:08","modified_gmt":"2026-07-30T13:48:08","slug":"ai-gigafactorys-eu-kommission-startet-ausschreibung-heise-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/76554\/","title":{"rendered":"AI-\u201eGigafactorys\u201c: EU-Kommission startet Ausschreibung | heise online"},"content":{"rendered":"<p>Ein Jahr nach der Ank\u00fcndigung durch EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen hat die Kommission nun die offizielle Ausschreibung f\u00fcr die KI-\u201eGigafactorys\u201c gestartet. Mit den Superrechenzentren soll der \u201eKI-Kontinent\u201c bef\u00f6rdert werden. Ziel der Initiative sind laut hohen EU-Beamten unabh\u00e4ngige Rechenkapazit\u00e4ten aus der EU und aus befreundeten Staaten. Die \u00f6ffentlich-private Partnerschaft besteht in einer Kofinanzierung und folgt grunds\u00e4tzlich dem Konzept der \u201eKI-Fabriken\u201c, die die EU in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht hat. Diese w\u00fcrden absehbar allerdings nicht mehr f\u00fcr sogenannte Frontier Models reichen, hei\u00dft es von hohen Kommissionsbeamten.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Als Hauptnutzer aus dem \u00f6ffentlichen Bereich sind Universit\u00e4ten, Forschungsinstitutionen und Beh\u00f6rden angedacht. Als \u201eMeilenstein\u201c bezeichnet Henna Virkkunen die <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/funding-tenders\/opportunities\/portal\/screen\/opportunities\/tender-details\/bc712395-692d-41ab-aa25-8e254ae86eb2-CN\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">heutige Ausschreibung<\/a>. Sie ist Exekutivvizepr\u00e4sidentin f\u00fcr technologische Souver\u00e4nit\u00e4t, Sicherheit und Demokratie in der EU-Kommission. \u201eDer Zugang zu massiver Rechenleistung innerhalb von KI-Gigafactorys ist eine strategische Notwendigkeit f\u00fcr Europa, da sich die KI-Entwicklung beschleunigt.\u201c<\/p>\n<p>Eine Besonderheit besteht in der Finanzierung des Vorhabens: Bis zu 10 Milliarden Euro sollen aus der \u00f6ffentlichen Hand kommen, weitere 20 Milliarden von privat. Investoren aus der EU und aus \u201egleich gesinnten L\u00e4ndern\u201c sollen hierbei eine wesentliche Rolle spielen. Staaten, die sich an dem Projekt beteiligen, sollen einen Teil der Rechenkapazit\u00e4t in Eigenregie auf ihre Nutzer verteilen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Deutschland erst in zweiter Runde dabei<\/p>\n<p>Im ersten Vergabelos sollen nun vier Konsortien Rechenzentren aufbauen, die die Rechenleistung von 75.000 Nvidia-H100-Beschleunigern erreichen. In einem zweiten Los folgen sp\u00e4ter drei weitere. Die Messlatte mit den H100-GPUs \u00fcberrascht, immerhin sind diese schon vier Jahre alt. Seitdem sind zwei neue Generationen erschienen, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Cloud-Hyperscaler-nehmen-Nvidias-Vera-Rubin-NVL72-in-Betrieb-11373705.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">zuletzt Rubin<\/a>.<\/p>\n<p>Zum Start stehen EU-Mittel von 100 Millionen Euro pro Projekt zur Verf\u00fcgung, sp\u00e4ter sollen jeweils 400 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung stehen. Binnen 18 Monaten ab Zuschlag sollen die neuen Rechenzentren stehen. Eine Verteilung auf mehrere Standorte ist nur unter Umst\u00e4nden m\u00f6glich: \u201eWir wollen nicht hundert kleine Rechenzentren\u201c, sagt ein hochrangiger Zust\u00e4ndiger bei EuroHPC.<\/p>\n<p>In der ersten Runde haben sich D\u00e4nemark, die Tschechische Republik, Finnland, Frankreich und Polen zur Mitwirkung bereiterkl\u00e4rt, weitere acht Mitgliedstaaten wollen sich beteiligen. Erst in der zweiten Runde wollen andere wichtige Staaten wie Italien, Spanien und Deutschland folgen. Es geht um noch mehr Geld.<\/p>\n<p>EU-Gigafactorys auf EU-Boden<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Ob auch <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Deutsche-Telekom-und-Schwarz-Gruppe-Gemeinsame-AI-Gigafactory-in-Planung-11098004.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">deutsche Unternehmen zum Zug kommen<\/a>, ist offen. Die Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr ist jedoch hoch. Denn es d\u00fcrfen sich zwar auch Nicht-EU-Unternehmen an den Projekten beteiligen, die Kontrolle \u00fcber die jeweiligen Konsortien muss jedoch in der EU angesiedelt sein. Auch die Rechenzentren m\u00fcssen physisch auf Unionsterritorium und damit unter der Kontrolle von EU-Staaten stehen.<\/p>\n<p>Ansonsten sollen EU-Standards gelten. Die Vergabebedingungen sollen ausschlie\u00dfen, dass Nicht-EU-Staaten Einfluss auf die KI-Gigafabriken erhalten. Gleichwohl sei man auf Hardware etwa von Nvidia, Qualcomm oder AMD angewiesen, hei\u00dft es aus Kreisen der Beteiligten. Der kommende \u201eCloud and AI Development Act\u201c (CADA) soll die genauen Nutzungskriterien festlegen, inklusive Vorgaben f\u00fcr die Souver\u00e4nit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die EU sieht zudem Regeln f\u00fcr die Nachhaltigkeit und Strom aus erneuerbaren Energien vor. Der Fokus liegt auf hoher Energieeffizienz und damit Konkurrenzf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich stehen zumindest einige Teile des Vorhabens unter doppeltem Vorbehalt: Zum einen m\u00fcssen sich erst einmal die mitgliedstaatlichen und privaten Investoren finden. Zum anderen steht ein Teil des Vorhabens auch unter Finanzierungsvorbehalt auf EU-Seite. Derzeit streiten Mitgliedstaaten, Europaparlament und EU-Kommission noch \u00fcber den n\u00e4chsten EU-Haushalt \u2013 unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verlangte zuletzt massive \u00c4nderungen an den EU-Finanzplanungen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:dahe@heise.de\" title=\"Daniel Herbig\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dahe<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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