{"id":76996,"date":"2026-07-31T08:38:22","date_gmt":"2026-07-31T08:38:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/76996\/"},"modified":"2026-07-31T08:38:22","modified_gmt":"2026-07-31T08:38:22","slug":"digitale-souveraenitaet-eu-startet-milliardenprojekt-fuer-sieben-ki-gigafactories-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/76996\/","title":{"rendered":"Digitale Souver\u00e4nit\u00e4t: EU startet Milliardenprojekt f\u00fcr sieben KI-Gigafactories"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Europ\u00e4ische Union hat einen wichtigen Schritt im globalen Wettlauf um die K\u00fcnstliche Intelligenz unternommen. Die EU-Kommission er\u00f6ffnete heute offiziell das Bietverfahren f\u00fcr den Aufbau von bis zu sieben sogenannten AI-Gigafactories. Die Initiative f\u00fcr diese neuen riesigen Rechenzentren ist Teil der Strategie, die europ\u00e4ische KI-Infrastruktur auszubauen und den Zugang zu Hochleistungsrechnern zu verbessern.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das ambitionierte Vorhaben b\u00fcndelt bis zu zehn Milliarden Euro an \u00f6ffentlichen Mitteln der EU sowie der teilnehmenden Mitgliedstaaten. Durch diese \u00f6ffentlichen Anschubfinanzierungen sollen wiederum mindestens 20 Milliarden Euro an privaten Investitionen ausgel\u00f6st werden, sodass sich das Gesamtvolumen des Programms auf \u00fcber 30 Milliarden Euro bel\u00e4uft.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Europ\u00e4ische Alternative zu AWS, Microsoft und Google\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ziel der Initiative ist es, Europa aus der Abh\u00e4ngigkeit von US-amerikanischen Hyperscalern wie Amazon (AWS), Microsoft und Google zu befreien. Die EU m\u00f6chte dabei eine eigene, souver\u00e4ne Infrastruktur f\u00fcr den Aufbau fortschrittlichster KI-Modelle etablieren. Die neuen Superrechenzentren sollen Start-ups, dem Mittelstand, der Industrie sowie der Wissenschaft enorm skalierbare Rechenkapazit\u00e4ten f\u00fcr das Training und das Fine-Tuning von Algorithmen bereitstellen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    EU-Tech-Kommissarin Henna Virkkunen sprach von einem \u201eMeilenstein\u201c. \u201eDer Zugang zu Rechenleistung im Gigawatt-Ma\u00dfstab ist f\u00fcr Europa eine strategische Notwendigkeit, w\u00e4hrend sich die KI-Entwicklung beschleunigt.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wie viel Geld flie\u00dft nach Deutschland?\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Deutschland m\u00f6chte von der gro\u00dfen F\u00f6rdersumme ein angemessenes St\u00fcck abhaben. Erste Pl\u00e4ne, wichtige deutsche Tech-Unternehmen gemeinsam in einer Art \u201eDeutschland AG\u201c antreten zu lassen, scheiterten jedoch, auch weil SAP und Siemens sich bei ihren Interessensbekundungen stark zur\u00fcckgehalten hatten.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Nun treten verschiedene Player aus Deutschland getrennt voneinander an und stehen damit auch im Wettbewerb untereinander. Dazu geh\u00f6ren die Deutsche Telekom, Schwarz Digits, die IT- und Digitalsparte der Schwarz-Gruppe (Mutterkonzern von Lidl und Kaufland), der Cloud-Anbieter Ionos, der zusammen mit dem Baukonzern Hochtief auftritt, sowie verschiedene kleinere und regionale Akteure wie Impossible Cloud aus Hamburg oder Blue Swan aus Bayern.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Zwei Leistungsklassen\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Vergabe der Mittel erfolgt \u00fcber die europ\u00e4ische Supercomputing-Initiative \u201eEuroHPC Joint Undertaking\u201c (EuroHPC JU). Das Beschaffungsverfahren unterteilt sich dabei in zwei F\u00f6rderklassen. Die erste F\u00f6rderklasse sieht die Unterst\u00fctzung von bis zu vier Projekten vor. In einer ersten Phase k\u00f6nnen daf\u00fcr jeweils bis zu 100 Millionen Euro an EU-Mitteln flie\u00dfen, gefolgt von weiteren bis zu 400 Millionen Euro in Phase zwei. Voraussetzung ist, dass die ausgew\u00e4hlten Standorte in Phase zwei mindestens das Dreifache der Prozessorkapazit\u00e4t der aktuell leistungsf\u00e4higsten europ\u00e4ischen KI-Fabrik bereitstellen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die zweite F\u00f6rderklasse richtet sich an bis zu drei noch gr\u00f6\u00dfere Infrastrukturprojekte. Hier sind bis zu 200 Millionen Euro EU-F\u00f6rderung pro Projekt in der ersten Phase und bis zu 800 Millionen Euro in der zweiten Phase vorgesehen. Diese Standorte m\u00fcssen in der zweiten Phase die vierfache Rechenkapazit\u00e4t der heutigen Top-Einrichtung in Europa erreichen.\n  <\/p>\n<p>            Teilnahme der Mitgliedstaaten und Zeitplan<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Achtzehn EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden, haben eine gemeinsame Beschaffung mit der EuroHPC JU vereinbart. Die beteiligten L\u00e4nder verpflichten sich, die bereitgestellten EU-F\u00f6rdergelder durch nationale Mittel zu erg\u00e4nzen. Bewerben k\u00f6nnen sich Konsortien oder Zweckgesellschaften, die private Unternehmen, \u00f6ffentliche Stellen und Investoren zusammenbringen. Gigafactories k\u00f6nnen wahlweise an einem einzelnen Standort oder als verteiltes, grenz\u00fcberschreitendes Netzwerk errichtet werden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Frist f\u00fcr die Einreichung von Angeboten endet am 12. November 2026. Die Vergabeentscheidungen sollen Anfang 2027 fallen, sodass die Bauarbeiten noch im selben Jahr beginnen k\u00f6nnen.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Europ\u00e4ische Union hat einen wichtigen Schritt im globalen Wettlauf um die K\u00fcnstliche Intelligenz unternommen. 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