{"id":77921,"date":"2026-08-02T11:06:08","date_gmt":"2026-08-02T11:06:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/77921\/"},"modified":"2026-08-02T11:06:08","modified_gmt":"2026-08-02T11:06:08","slug":"neue-eu-regeln-ki-inhalte-muessen-jetzt-gekennzeichnet-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/77921\/","title":{"rendered":"Neue EU-Regeln: KI-Inhalte m\u00fcssen jetzt gekennzeichnet werden"},"content":{"rendered":"<p>Ab Sonntag m\u00fcssen Deepfakes und andere KI-generierte Inhalte gekennzeichnet werden. Dann treten die neuen Transparenzregeln der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr k\u00fcnstliche Intelligenz in Kraft.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Das Ziel: Europ\u00e4er sollen sofort erkennen k\u00f6nnen, ob ein Inhalt im Netz echt ist oder k\u00fcnstlich erzeugt.<\/p>\n<p>Das umfassende KI-Gesetz der EU tritt schrittweise in Kraft. Ab Sonntag m\u00fcssen Unternehmen bei Systemen wie Chatbots klar erkennbar machen, dass es sich um KI handelt. Werden Bilder oder Texte mithilfe von KI erstellt, m\u00fcssen sie entsprechend gekennzeichnet werden.<\/p>\n<p>M\u00f6glich ist das etwa durch Wasserzeichen oder andere Kennzeichnungen, die KI-Inhalte leichter erkennbar machen. Firmen drohen hohe Geldstrafen, wenn sie sich nicht daran halten.<\/p>\n<p>Die Leitlinien verlangen au\u00dferdem, dass Betreiber von KI-Systemen Menschen informieren, wenn sie folgenden Technologien ausgesetzt sind:<\/p>\n<p>Systeme zur Emotionserkennung und biometrischen Kategorisierung<br \/>\nDeepfakes<br \/>\nTexte zu Themen von \u00f6ffentlichem Interesse, die ohne menschliche Pr\u00fcfung oder redaktionelle Kontrolle erstellt werden<\/p>\n<p>Deepfakes im Fokus<\/p>\n<p>\u201eGenerative KI erm\u00f6glicht Desinformation in bislang unbekanntem Ausma\u00df. Sie l\u00e4sst sich auf bestimmte Zielgruppen zuschneiden und mit enormer Geschwindigkeit verbreiten\u201c, sagte ein EU-Vertreter.<\/p>\n<p>KI mache es \u201ef\u00fcr uns alle zunehmend schwieriger zu unterscheiden, was real ist und was k\u00fcnstlich erzeugt wurde\u201c, so der EU-Vertreter. Die EU-Regeln sollen \u201edie F\u00e4higkeit der B\u00fcrger bewahren, dem zu vertrauen, was sie sehen, h\u00f6ren und lesen\u201c.<\/p>\n<p>Besondere Sorgen bereiten der EU Deepfakes: Texte, Bilder, Videos und Tonaufnahmen, die echt wirken, aber von KI erzeugt oder manipuliert sind.<\/p>\n<p>Die Vorschriften gelten f\u00fcr Inhalte, die im beruflichen oder gesch\u00e4ftlichen Kontext erstellt werden. Personen, die KI nur privat nutzen, sollen nach EU-Angaben nicht betroffen sein.<\/p>\n<p>Texte, die die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber Themen von allgemeinem Interesse informieren sollen, m\u00fcssen ebenfalls gekennzeichnet werden, wenn sie ohne menschliche Redaktion mit KI erstellt wurden.<\/p>\n<p>Bestehende KI-Systeme haben noch bis zum zweiten Dezember 2026 Zeit, sich an die neuen Regeln anzupassen. F\u00fcr \u201ek\u00fcnstlerische, kreative, satirische und fiktionale\u201c Werke gelten Ausnahmen.<\/p>\n<p>Wirtschaft kritisiert neue Transparenzpflichten<\/p>\n<p>Die EU steht in der Kritik. Unternehmen werfen ihr vor, immer neue Auflagen zu machen und letztlich eine Kennzeichnung s\u00e4mtlicher Inhalte zu erzwingen, da KI in Europa rasant Einzug in den Alltag h\u00e4lt.<\/p>\n<p>\u201eWir haben geh\u00f6rt, dass es sehr, sehr schwierig werden wird, das umzusetzen. Aber so etwas h\u00f6ren wir bei Compliance-Vorgaben h\u00e4ufig. Und trotzdem dreht sich die Welt weiter und wir finden diese Dinge heraus\u201c, sagte Ashley Casovan von der International Association of Privacy Professionals.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Technologiekonzerne versehen ihre Angebote bereits mit eigenen Hinweisen, um den Regeln voraus zu sein.<\/p>\n<p>So verlangt TikTok von Content-Erstellern seit mehreren Jahren, KI-generierte Bilder, Audios und Videos zu kennzeichnen. Laut dem Unternehmen tragen bereits mehr als drei Milliarden Inhalte entsprechende Labels, unterst\u00fctzt durch eigene Werkzeuge und Erkennungstechnologien.<\/p>\n<p>Auch Meta nutzt auf Instagram und Facebook den Hinweis \u201eAI Info\u201c f\u00fcr Beitr\u00e4ge, die auf der Technologie beruhen.<\/p>\n<p>Google hat den EU-Verhaltenskodex zur Transparenz bei KI unterzeichnet und arbeitet nach eigenen Angaben mit anderen Unternehmen wie Nvidia, OpenAI und Apple an digitalen Kennzeichnungstools.<\/p>\n<p>Karen Massin von Google warnt jedoch vor einer \u201eregulatorischen Komplexit\u00e4t\u201c, die am Ende kontraproduktiv sein k\u00f6nnte und \u201edas Risiko birgt, jene Menschen zu verwirren, denen die Regeln eigentlich helfen sollen\u201c.<\/p>\n<p>\u201eWenn Online-Inhalte mit sich \u00fcberschneidenden KI-Hinweisen und juristischen Pflichtangaben \u00fcberfrachtet werden, wird es f\u00fcr die Menschen schwieriger, den klaren Kontext zu erkennen, den sie brauchen\u201c, so Massin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ab Sonntag m\u00fcssen Deepfakes und andere KI-generierte Inhalte gekennzeichnet werden. 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