{"id":79131,"date":"2026-08-05T04:22:12","date_gmt":"2026-08-05T04:22:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/79131\/"},"modified":"2026-08-05T04:22:12","modified_gmt":"2026-08-05T04:22:12","slug":"oesterreich-costa-rica-oder-malta-diese-neutralen-laender-folgen-nicht-dem-schweizer-modell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/79131\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreich, Costa Rica oder Malta: Diese neutralen L\u00e4nder folgen nicht dem Schweizer Modell"},"content":{"rendered":"<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/718568045_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Ein MAnn und eine Frau schreiten eine milit\u00e4rische Ehrenparade ab\" loading=\"eager\" decoding=\"sync\" fetchpriority=\"high\"\/><\/p>\n<p>                Die Verteidigungsminister der Schweiz und \u00d6sterreichs trafen sich Anfang Juli in Bern: Sie teilen zwar dieselbe Auffassung von Neutralit\u00e4t, doch \u00d6sterreich ist Mitglied der Europ\u00e4ischen Union.            <\/p>\n<p>            Keystone \/ Peter Schneider        <\/p>\n<p>        Der Krieg in der Ukraine hat die Debatte um die Neutralit\u00e4t neu entfacht. Auch wenn das Schweizer Modell eine Ausnahme darstellt, bekennen sich mehrere andere Staaten nach wie vor zur Neutralit\u00e4t. Hinter diesem Begriff verbergen sich jedoch sehr unterschiedliche Realit\u00e4ten.\n<\/p>\n<p>        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht    <\/p>\n<p>        05. August 2026 &#8211; 06:00\n<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/katy-romy-profileImage-42390267.png\" width=\"998\" height=\"998\" alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>\n                Als Bundeshauskorrespondentin f\u00fcr SWI swissinfo.ch entschl\u00fcssele ich die Bundespolitik f\u00fcr die Auslandschweizer:innen.<br \/>\nNach meinem Studium an der Acad\u00e9mie du journalisme et des m\u00e9dias der Universit\u00e4t Neuenburg f\u00fchrte mich mein beruflicher Weg zun\u00e4chst zu verschiedenen Regionalmedien, darunter die Redaktionen des Journal du Jura, von Canal 3 und Radio Jura bernois. Seit 2015 arbeite ich in der mehrsprachigen Redaktion von SWI swissinfo.ch, wo ich meine Arbeit nach wie vor mit Leidenschaft aus\u00fcbe.            <\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/author\/katy-romy\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                Mehr von dieser Autorin \/ diesem Autoren            <\/a><\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/department\/franzosischsprachige-redaktion\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                Franz\u00f6sischsprachige Redaktion            <\/a><\/p>\n<p>Der russische Einmarsch in die Ukraine und die Spannungen im Sicherheitsbereich haben die Neutralit\u00e4t weltweit unter Druck gesetzt. Durch den Beitritt Finnlands und Schwedens zur Nato in den Jahren 2023 und 2024 hat sich die Zahl der neutralen L\u00e4nder laut der <a href=\"https:\/\/www.eda.admin.ch\/dam\/de\/sd-web\/WrBFTW78wYHu\/faktenblatt-neutralitaet-anderer-laender_FR.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Liste des Eidgen\u00f6ssischen Departements f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten (EDA)Externer Link<\/a> auf etwa zehn verringert.<\/p>\n<p>Die Schweizer Neutralit\u00e4t: dauerhaft, anerkannt und ausserhalb der EU<\/p>\n<p>Die Schweiz gilt traditionell als Symbol der Neutralit\u00e4t in Europa. Ihr Modell beruht auf mehreren historischen und rechtlichen Besonderheiten, die es einzigartig machen.<\/p>\n<p>Erstens ist die Schweiz das \u00e4lteste neutrale Land der Welt. Ihre Neutralit\u00e4t wird seit dem Wiener Kongress von 1815 von den Grossm\u00e4chten anerkannt, deren Urspr\u00fcnge reichen jedoch bis zur Niederlage bei der Schlacht von Marignano im Jahr 1515 und zu den Westf\u00e4lischen Vertr\u00e4gen von 1648 zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Zweitens ist die Schweizer Neutralit\u00e4t sowohl permanent als auch milit\u00e4risch abgesichert. Permanent, weil sie sowohl in Friedens- als auch in Kriegszeiten gilt. Milit\u00e4risch abgesichert, da das Land in der Lage sein muss, sein Territorium und seine Neutralit\u00e4t selbst zu verteidigen.<\/p>\n<p>Zudem st\u00fctzt sie sich auf das v\u00f6lkerrechtliche Neutralit\u00e4tsrecht. Dieses verbietet der Schweiz insbesondere, an einem Krieg teilzunehmen, eine Kriegspartei milit\u00e4risch zu unterst\u00fctzen oder ein Milit\u00e4rb\u00fcndnis einzugehen, das sie in einen Konflikt hineinziehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Da die Schweiz kein Mitglied der Europ\u00e4ischen Union (EU) ist, verf\u00fcgt sie \u00fcber einen gr\u00f6sseren Handlungsspielraum bei der Umsetzung ihrer Neutralit\u00e4tspolitik.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/schweizer-politik\/strikte-oder-flexible-neutralit%c3%a4t-das-schweizer-stimmvolk-entscheidet\/91756192\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die Neutralit\u00e4tsinitiative<\/a> stellt jedoch die Tragweite dieses Grundsatzes infrage. Die Vorlage, \u00fcber die das Schweizer Stimmvolk am 28. September abstimmen wird, fordert eine strengere Definition der Neutralit\u00e4t in der Verfassung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Military_history_of_Liechtenstein\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Das F\u00fcrstentum LiechtensteinExterner Link<\/a>, das durch eine Zoll- und W\u00e4hrungsunion mit der Schweiz verbunden ist, gilt seit der Abschaffung seiner Armee im Jahr 1868 ebenfalls als neutral.<\/p>\n<p>Hier erfahren Sie alles \u00fcber die Neutralit\u00e4tsinitiative:<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/708312950_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Initiative zur Netzneutralit\u00e4t\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Schweizer Politik\n        <\/p>\n<p>        Strikte oder flexible Neutralit\u00e4t? Das Schweizer Stimmvolk entscheidet    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        21. Juli 2026                    <\/p>\n<p>                Soll die Schweizer Neutralit\u00e4t strikter ausgelegt werden? \u00dcber diese Frage entscheidet die Stimmbev\u00f6lkerung am 27. September mit der Neutralit\u00e4tsinitiative.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/schweizer-politik\/strikte-oder-flexible-neutralit%c3%a4t-das-schweizer-stimmvolk-entscheidet\/91756192\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Strikte oder flexible Neutralit\u00e4t? Das Schweizer Stimmvolk entscheidet<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>\u00d6sterreich ist der Schweiz am \u00e4hnlichsten<\/p>\n<p>Die \u00f6sterreichische Neutralit\u00e4t \u00e4hnelt derjenigen der Schweiz am meisten.<\/p>\n<p>Neben der Eidgenossenschaft ist \u00d6sterreich der einzige europ\u00e4ische Staat mit einem v\u00f6lkerrechtlich anerkannten Status der dauerhaften Neutralit\u00e4t. Das Land unterh\u00e4lt zudem eine Armee, deren Aufgabe es ist, das Hoheitsgebiet und die Neutralit\u00e4t des Landes zu verteidigen.<\/p>\n<p>Sein Status als neutraler Staat ist jedoch j\u00fcngeren Datums. Die im Jahr 1955 vor dem Hintergrund des Kalten Krieges beschlossene \u00f6sterreichische Neutralit\u00e4t war eine der Bedingungen, welche die Sowjetunion stellte, um ihre Besetzung des Landes zu beenden und \u00d6sterreich seine volle Souver\u00e4nit\u00e4t zur\u00fcckzugeben.<\/p>\n<p>Der Hauptunterschied zwischen der Schweizer und der \u00f6sterreichischen Neutralit\u00e4t besteht darin, dass \u00d6sterreich seit 1995 Mitglied der EU ist. Um Neutralit\u00e4t und EU-Mitgliedschaft in Einklang zu bringen, kann Wien auf das sogenannte Verfahren der \u00abkonstruktiven Enthaltung\u00bb zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<p>Dieses erm\u00f6glicht es einem Mitgliedstaat, sich an bestimmten Beschl\u00fcssen im Rahmen der Gemeinsamen Aussen- und Sicherheitspolitik nicht zu beteiligen. \u00d6sterreich hat davon besonders im Zusammenhang mit Waffenlieferungen an die Ukraine Gebrauch gemacht.<\/p>\n<p>Wie in der Schweiz hat die Bedrohung durch Russland auch in \u00d6sterreich die Debatte \u00fcber die Neutralit\u00e4t wieder angefacht. Einerseits werden nun Stimmen laut, die einen Beitritt zur Nato fordern, andererseits sind einige der Ansicht, dass gerade die Neutralit\u00e4t den Frieden gew\u00e4hrleiste.<\/p>\n<p>Irland: Eher politische als rechtliche Neutralit\u00e4t<\/p>\n<p>Irland stellt einen Sonderfall dar. Im Gegensatz zur Schweiz oder \u00d6sterreich verf\u00fcgt das Land nicht \u00fcber einen v\u00f6lkerrechtlich formell anerkannten oder garantierten Status der dauerhaften Neutralit\u00e4t.<\/p>\n<p>Seine Neutralit\u00e4t beruht in erster Linie auf einer politischen Tradition <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/aussenpolitik\/neutralit%c3%a4t-was-nun-irland-und-die-schweiz-teilen-eine-grosse-frage\/91477073\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">und dem Willen, die nach der Unabh\u00e4ngigkeit vom Vereinigten K\u00f6nigreich schrittweise erworbene nationale Souver\u00e4nit\u00e4t zu bekr\u00e4ftigen<\/a>. Dies wurde insbesondere dadurch deutlich, dass das Land w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs keine Stellung bezog.<\/p>\n<p>Irland ist der Nato nie beigetreten. Allerdings beteiligt es sich seit den 1950er-Jahren an Friedenssicherungseins\u00e4tzen der Vereinten Nationen. Seit mehreren Jahrzehnten nutzen US-Milit\u00e4rflugzeuge auf dem Weg in Konfliktgebiete den Flughafen Shannon als Zwischenlandepunkt zum Auftanken.<\/p>\n<p>Dies steht im Gegensatz zur Praxis der Schweiz, die <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/iran-krieg-bundesrat-zwei-mal-nein-drei-mal-ja-zu-us-ueberflugsgesuchen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">ausdr\u00fccklich \u00dcberfl\u00fcge von US-Flugzeugen im Zusammenhang mit dem Krieg im IranExterner Link<\/a> verboten hat.<\/p>\n<p>Ein weiterer grosser Unterschied zur Schweiz besteht darin, dass Irland vergleichsweise wenig Geld f\u00fcr seine Verteidigung ausgibt. Angesichts der zunehmenden Aktivit\u00e4ten der russischen Marine im Nordatlantik hat Irland in diesem Jahr jedoch seine erste nationale Strategie zur maritimen Sicherheit verabschiedet.<\/p>\n<p>Lesen Sie unseren Artikel \u00fcber die Entwicklung der Neutralit\u00e4t in der Schweiz und in Irland:<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/000_334E468.jpg\" width=\"4174\" height=\"2783\" alt=\"Zwei Soldaten marschieren auf einem Rollfeld. Der eine tr\u00e4gt eine blaue UN-Flagge, der andere eine irische Flagge.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Aussenpolitik\n        <\/p>\n<p>        Neutralit\u00e4t \u2013 was nun? Irland und die Schweiz teilen eine grosse Frage    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        29. Mai 2026                    <\/p>\n<p>                Die Ver\u00e4nderungen in der europ\u00e4ischen Verteidigungspolitik setzen die bisherige Politik in Irland und der Schweiz unter Druck. Wie reagieren die beiden darauf?            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/aussenpolitik\/neutralit%c3%a4t-was-nun-irland-und-die-schweiz-teilen-eine-grosse-frage\/91477073\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Neutralit\u00e4t \u2013 was nun? Irland und die Schweiz teilen eine grosse Frage<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Malta \u2013 der vieldeutigste Fall<\/p>\n<p>Die maltesische Neutralit\u00e4t ist deutlich flexibler als die der Schweiz. Sie ist eng mit der Kolonialgeschichte des Landes verbunden und entstand aus dem Bestreben, die eigene Souver\u00e4nit\u00e4t zu wahren.<\/p>\n<p>Der erst seit 1964 vom Vereinigten K\u00f6nigreich unabh\u00e4ngige Archipel schloss sich 1973 zun\u00e4chst <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/lexika\/politiklexikon\/17192\/blockfreie-staaten\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">der Bewegung der Blockfreien StaatenExterner Link<\/a> an, in der sich Staaten zusammenschlossen, die sich w\u00e4hrend des Kalten Krieges weigerten, sich dem amerikanischen oder sowjetischen Block anzuschliessen.<\/p>\n<p>1987 wurde die Neutralit\u00e4t schliesslich in der Verfassung verankert. Sie verbietet den Beitritt zu einem Milit\u00e4rb\u00fcndnis, untersagt ausl\u00e4ndische Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte und schr\u00e4nkt die Nutzung des maltesischen Staatsgebiets f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke ein. Dank ihrer relativ flexiblen Formulierung konnten verschiedene Regierungen sie pragmatisch auslegen.<\/p>\n<p>Nachdem Malta zwischen einer Ann\u00e4herung an den Ostblock und einer \u00d6ffnung gegen\u00fcber Westeuropa hin- und hergeschwankt war, trat das Land 2004 der Europ\u00e4ischen Union bei. In einer dem Beitrittsvertrag beigef\u00fcgten Erkl\u00e4rung wird jedoch klargestellt, dass seine Beteiligung an der Gemeinsamen Aussen- und Sicherheitspolitik der EU seine Neutralit\u00e4t nicht in Frage stellt.<\/p>\n<p>Dieses Nebeneinander von verfassungsm\u00e4ssiger Neutralit\u00e4t und der Angleichung an zahlreiche Positionen Br\u00fcssels sorgt regelm\u00e4ssig f\u00fcr Diskussionen. Beobachter:innen beschreiben Malta heute als <a href=\"https:\/\/www.um.edu.mt\/media\/um\/docs\/events\/20yearseumembers\/ValentinaCassar.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">milit\u00e4risch neutral, politisch jedoch angeglichenExterner Link<\/a>.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zur Schweiz verf\u00fcgt Malta \u00fcber bescheidene Streitkr\u00e4fte und wendet nur wenige Mittel f\u00fcr seine Verteidigung auf.<\/p>\n<p>Eine Situation, die eine immer wiederkehrende Debatte n\u00e4hrt: <a href=\"https:\/\/timesofmalta.com\/article\/malta-neutrality-principle-paradox.1120269\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Einige sind der Ansicht, dass ein neutraler Staat in der Lage sein mussExterner Link<\/a>, seine Verteidigung selbst zu gew\u00e4hrleisten, damit seine Neutralit\u00e4t glaubw\u00fcrdig ist.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/305965660_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"877\" alt=\"Malta\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Der Schein tr\u00fcgt manchmal: Trotz seiner strategisch g\u00fcnstigen Lage wendet Malta nur wenige Mittel f\u00fcr seine Verteidigung auf und verl\u00e4sst sich im Krisenfall weitgehend auf die europ\u00e4ische Solidarit\u00e4t.            <\/p>\n<p>            Gunnar Knechtel \/ Keystone        <\/p>\n<p>Der Vatikan und San Marino: Neutralit\u00e4t als Vermittler und als Garant der Diskretion<\/p>\n<p>Der Vatikan und San Marino, zwei auf der italienischen Halbinsel eingeschlossene Kleinstaaten, berufen sich beide auf eine Form der Neutralit\u00e4t, allerdings aus sehr unterschiedlichen Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Die Neutralit\u00e4t des Heiligen Stuhls ist durch die Lateranvertr\u00e4ge von 1929 formell festgelegt. Sie erm\u00f6glicht es dem Papst, seinen Auftrag zu erf\u00fcllen, n\u00e4mlich \u00fcber den Konflikten zwischen Staaten zu stehen, um eine Rolle als Vermittler und moralische Autorit\u00e4t spielen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Fall San Marino ist wahrscheinlich der am wenigsten bekannte. Die kleine Republik pflegt seit langem eine Tradition der Neutralit\u00e4t und der Blockfreiheit. Diese beruht vor allem auf ihrer geringen Gr\u00f6sse, ihrer geografischen Lage \u2013 vollst\u00e4ndig von Italien umgeben \u2013 und einer Kultur diplomatischer Vorsicht.<\/p>\n<p>Moldau: eine fragile Neutralit\u00e4t<\/p>\n<p>Die Neutralit\u00e4t Moldaus wurde 1994 in der Verfassung verankert und verbietet ausdr\u00fccklich jede ausl\u00e4ndische Milit\u00e4rpr\u00e4senz auf seinem Staatsgebiet. Dennoch sind russische Truppen dauerhaft in der abtr\u00fcnnigen Region Transnistrien stationiert.<\/p>\n<p>Der russische Einmarsch in die Ukraine hat Moldau zudem dazu veranlasst, seinen Neutralit\u00e4tsstatus zu hinterfragen. Die Aussicht auf eine verst\u00e4rkte Ann\u00e4herung an die Europ\u00e4ische Union und die Nato sorgt f\u00fcr immer lebhaftere Diskussionen.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/590079880_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"91819932\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                In der moldawischen Stadt Tiraspol, im Herzen der abtr\u00fcnnigen Region Transnistrien, steht ein Denkmal zu Ehren des \u00abThank\u00bb, eines Panzers aus dem Zweiten Weltkrieg.             <\/p>\n<p>            Keystone \/ Salvatore Di Nolfi        <\/p>\n<p>Turkmenistan \u2013 eine von der UNO anerkannte Neutralit\u00e4t<\/p>\n<p>Turkmenistan ist der einzige Staat, dessen dauerhafte Neutralit\u00e4t durch eine spezielle Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1995 anerkannt wurde. Dieser Status, der nach der Unabh\u00e4ngigkeit des Landes im Zuge des Zusammenbruchs der UdSSR angenommen wurde, beinhaltet insbesondere die Weigerung, einem Milit\u00e4rb\u00fcndnis beizutreten.<\/p>\n<p>Dieser Status hat es der ehemaligen Sowjetrepublik erm\u00f6glicht, sich aus den grossen regionalen Konflikten herauszuhalten. Das Regime nutzt ihn jedoch auch, um eine der isolationistischsten Politiken der Welt zu rechtfertigen.<\/p>\n<p>Costa Rica und seine unbewaffnete Neutralit\u00e4t<\/p>\n<p>Costa Rica wird nicht nur wegen seiner Stabilit\u00e4t, sondern auch wegen seiner im Jahr 1983 ausgerufenen Neutralit\u00e4t als \u00abdie Schweiz Mittelamerikas\u00bb bezeichnet. Im Gegensatz zur Schweiz setzt das Land jedoch auf eine unbewaffnete Neutralit\u00e4t. Im Krisenfall verl\u00e4sst es sich auf die Schutzmacht der Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Neutality_Focus_RZwo.jpg\" width=\"1800\" height=\"600\" alt=\"Helvetia Illustration\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Aussenpolitik\n        <\/p>\n<p>        Die Neutralit\u00e4t der Schweiz \u2013 wohin des Weges?    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                In Krisenzeiten besonders unter Druck: Wie die Schweiz mit ihrem traditionellen Neutralit\u00e4tskonzept hadert.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/aussenpolitik\/die-neutralit%c3%a4t-der-schweiz-wohin-des-weges\/45810048\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Die Neutralit\u00e4t der Schweiz \u2013 wohin des Weges?<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Editiert von Pauline Turuban, \u00dcbertragung aus dem Franz\u00f6sischen: Melanie Eichenberger<\/p>\n<p>        Artikel in dieser Story    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Verteidigungsminister der Schweiz und \u00d6sterreichs trafen sich Anfang Juli in Bern: Sie teilen zwar dieselbe Auffassung von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":79132,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[2706,4540,26483,26482,21,22,2705],"class_list":["post-79131","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-article","tag-beat-swiss-politics","tag-beat-votes","tag-conflict","tag-eu","tag-europaeische-union","tag-production-type-adaptation"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79131","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=79131"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79131\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/79132"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=79131"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=79131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}