{"id":80235,"date":"2026-08-07T16:06:08","date_gmt":"2026-08-07T16:06:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/80235\/"},"modified":"2026-08-07T16:06:08","modified_gmt":"2026-08-07T16:06:08","slug":"europas-starlink-konkurrenz-eu-und-spacerise-besiegeln-ausbau-von-iris%c2%b2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/80235\/","title":{"rendered":"Europas Starlink-Konkurrenz: EU und SpaceRise besiegeln Ausbau von IRIS\u00b2"},"content":{"rendered":"<p>Die EU treibt den Aufbau ihrer eigenen, hochsicheren Satelliteninfrastruktur IRIS\u00b2 voran. Nach monatelangen Verhandlungen haben die EU-Kommission und das Industriekonsortium SpaceRise die Vertr\u00e4ge f\u00fcr die Umsetzung des <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/EU-Staaten-besiegeln-Plan-zum-Aufbau-eines-eigenes-Satelliten-Internets-7539706.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Megaprojekts<\/a> unterzeichnet. Damit stehen die detaillierten Systementw\u00fcrfe, Zeitpl\u00e4ne und Finanzierungsanteile fest. Zudem w\u00e4chst die Hauptkonstellation um 66 zus\u00e4tzliche Satelliten auf insgesamt 348 Einheiten. Ab 2029 sollen die ersten Dienste f\u00fcr staatliche Nutzer in Betrieb gehen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Kapazit\u00e4t f\u00fcr staatliche Nutzer<\/p>\n<p>Vorgesehen sind 330 Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn sowie 18 in einer mittleren. Erg\u00e4nzend k\u00f6nnen bei Bedarf weitere Komponenten f\u00fcr Spezialmissionen hinzukommen. Mit dem Ausbau reagiert die EU auf die versch\u00e4rfte Sicherheitslage und will ihre Abh\u00e4ngigkeit von ausl\u00e4ndischen Anbietern wie Starlink verringern.<\/p>\n<p>Die zus\u00e4tzlichen 66 Satelliten werden in einer speziellen Umlaufbahn stationiert und bilden laut Plan eine eigene Sicherheitsschicht. Sie sollen milit\u00e4rischen Stellen, Geheimdiensten sowie zivilen Rettungsdiensten eine ausfallsichere und abh\u00f6rsichere Kommunikation erm\u00f6glichen. Nach <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/commission\/presscorner\/detail\/en\/ip_26_1726\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Angaben der EU steigt dadurch die gesch\u00fctzte \u00dcbertragungskapazit\u00e4t f\u00fcr staatliche Nutzer<\/a> innerhalb der Gemeinschaft um rund 60 Prozent, weltweit um 54 Prozent.<\/p>\n<p>Mehr Satelliten und h\u00f6here Investitionen<\/p>\n<p>Verantwortlich f\u00fcr den Betrieb ist SpaceRise mit den Satellitenbetreibern SES, Eutelsat und Hispasat. Sie <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Satelliten-Internet-EU-Kommission-vergibt-Auftrag-fuer-IRIS2-an-Spacerise-10002128.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">hatten schon im Oktober 2024 einen zw\u00f6lfj\u00e4hrigen Konzessionsvertrag unterzeichnet<\/a>. F\u00fcr Bau und Bodeninfrastruktur arbeitet die Gruppe mit einem breiten europ\u00e4ischen Industrienetzwerk zusammen. Dazu geh\u00f6ren Airbus Defence and Space, Thales Alenia Space, OHB und Aerospacelab. Auch kleinere Firmen und Start-ups sollen beteiligt werden.<\/p>\n<p>Das Projekt wird teurer als urspr\u00fcnglich geplant. Finanziert wird IRIS\u00b2 aus dem EU-Haushalt f\u00fcr die Jahre 2028 bis 2034 sowie durch Beitr\u00e4ge einzelner Mitgliedstaaten und Partnerl\u00e4nder. Polen beteiligt sich bislang mit 656 Millionen Euro, Ungarn mit 500 Millionen Euro. Spanien plant Investitionen zwischen 1,6 Milliarden und 2 Milliarden Euro. Weitere Staaten verhandeln noch \u00fcber ihren Einsatz. Anfangs standen <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/IRIS2-Regierung-weiss-nichts-von-12-Milliarden-Kosten-fuer-EU-Satellitenprojekt-9939108.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Gesamtkosten von 2,4 Milliarden Euro im Raum<\/a>.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die gesch\u00fctzten Kommunikationsdienste sollen neben EU-Staaten auch ausgew\u00e4hlten Partnerl\u00e4ndern offenstehen. Norwegen und Island sind bereits eingebunden. EU-Raumfahrtkommissar Andrius Kubilius <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/EU-Satelliteninternet-UK-Norwegen-und-Ukraine-koennen-sich-IRIS2-anschliessen-10502150.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">hat zudem Gro\u00dfbritannien und der Ukraine eine Beteiligung angeboten<\/a>. Mit dem Abschluss der Vertragsverhandlungen k\u00f6nnen nun die Auftr\u00e4ge f\u00fcr Satellitenbau, Raketenstarts und den Aufbau der Bodenstationen vergeben werden. Dadurch geht IRIS\u00b2 in die praktische Umsetzung.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:vbr@heise.de\" title=\"Volker Briegleb\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">vbr<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EU treibt den Aufbau ihrer eigenen, hochsicheren Satelliteninfrastruktur IRIS\u00b2 voran. 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