{"id":80476,"date":"2026-08-08T16:10:15","date_gmt":"2026-08-08T16:10:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/80476\/"},"modified":"2026-08-08T16:10:15","modified_gmt":"2026-08-08T16:10:15","slug":"ceuta-krise-paradoxer-streit-zwischen-italien-und-spanien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/80476\/","title":{"rendered":"Ceuta-Krise \u2013 Paradoxer Streit zwischen Italien und Spanien"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img324213\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/324213.jpeg\" alt=\"Italiens rechte Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni f\u00e4hrt einen harten Kurs gegen Spanien.\"\/><\/p>\n<p>Italiens rechte Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni f\u00e4hrt einen harten Kurs gegen Spanien.<\/p>\n<p>Foto: picture alliance\/ROPI\/Fotogramma<\/p>\n<p>Der Nationalismus in der Europ\u00e4ischen Union feiert fr\u00f6hliche Urst\u00e4nd. Das offenbart der Streit zwischen Spanien und Italien einmal mehr. Madrid f\u00fchrt als Reaktion auf italienische Grenzkontrollen nun seinerseits Kontrollen f\u00fcr Fl\u00fcge und Schiffe aus Italien ein. Der Schengen-Raum wird zwischen den beiden L\u00e4ndern ausgesetzt, obwohl er durch <a data-id=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1201535.migration-ins-spanische-ceuta-nach-der-krise-ist-vor-der-krise.html\" data-type=\"link\" href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1201535.migration-ins-spanische-ceuta-nach-der-krise-ist-vor-der-krise.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Ceuta-Krise<\/a> \u00fcberhaupt nicht tangiert wurde. Denn das sozialdemokratisch regierte Spanien hat mit repressiven Ma\u00dfnahmen verhindert, dass Migranten aus der spanischen Exklave auf Schengen-Territorium gelangen konnten. Der rechten italienischen Regierung unter F\u00fchrung von Giorgia Meloni war das freilich egal, sie schr\u00e4nkte trotzdem den freien Personenverkehr per Schiff oder Flugzeug mit Spanien ein. Bei der eigenen W\u00e4hlerschaft kommt das gut an, und in Italien stehen 2027 Parlamentswahlen an \u2013 in Spanien auch.<\/p>\n<p>Der Streit zwischen Spanien und Italien ist reichlich paradox, weil beide L\u00e4nder seit Jahren am Ausbau der Festung der EU mitarbeiten. Spaniens j\u00fcngste in die Wege geleitete Legalisierung von Papierlosen unter bestimmten Bedingungen ist davon v\u00f6llig unbenommen.<\/p>\n<p>Allein in den vergangenen zwei Jahren ist die Zahl der irregul\u00e4ren Einreisen in die EU um 55 Prozent zur\u00fcckgegangen. Die EU hat auf der Grundlage gemeinsamer Vorschriften neue, gestraffte Verfahren f\u00fcr Asylsuchende eingef\u00fchrt, um R\u00fcckf\u00fchrungen zu beschleunigen. Und alsbald sollen Asylverfahren aus der EU ausgelagert werden, um Migranten klarzumachen, dass es sich gar nicht mehr lohnt, auf den Weg in die EU zu machen. Italien ist mit seinen rechtlich fragw\u00fcrdigen Lagern im Nicht-EU-Land Albanien Vorreiter einer solchen Entwicklung.<\/p>\n<p>Die EU mitsamt Italien und Spanien hat mit ihrer repressiven Migrationspolitik in den vergangenen Jahren die Migration nicht gestoppt, sondern nur den Preis daf\u00fcr in die H\u00f6he getrieben, den die Migranten bis hin mit ihrem Leben zu bezahlen haben. Diese Politik ist nicht alternativlos. Die EU k\u00f6nnte kurzfristig legalen und zeitlich <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1161412.eu-afrika-gipfel-deals-ueber-die-koepfe-der-afrikaner-hinweg.html?sstr=martin|ling|migration\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">befristeten Zugang zu europ\u00e4ischen Arbeitsm\u00e4rkten<\/a> einrichten. Mittelfristig geht es nicht ohne eine gemeinsame, solidarische Fl\u00fcchtlings\u2011, Handels- und Entwicklungspolitik. Die politische Einsicht daf\u00fcr fehlt. Und der Wille ohnehin. Spanien ist da keine Ausnahme.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Italiens rechte Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni f\u00e4hrt einen harten Kurs gegen Spanien. Foto: picture alliance\/ROPI\/Fotogramma Der Nationalismus in der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":80477,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[548,2071,21,22,4431,78,661],"class_list":["post-80476","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-asylpolitik","tag-einwanderung","tag-eu","tag-europaeische-union","tag-fluechtlinge","tag-italien","tag-spanien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80476","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80476"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80476\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/80477"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80476"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80476"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80476"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}