{"id":80549,"date":"2026-08-09T05:06:08","date_gmt":"2026-08-09T05:06:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/80549\/"},"modified":"2026-08-09T05:06:08","modified_gmt":"2026-08-09T05:06:08","slug":"rechenzentren-schiessen-wie-pilze-aus-dem-boden-aber-europa-hinkt-hinterher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/80549\/","title":{"rendered":"Rechenzentren schie\u00dfen wie Pilze aus dem Boden, aber Europa hinkt hinterher"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Der globale Wettlauf um K\u00fcnstliche Intelligenz entscheidet sich zunehmend bei Rechenzentrumskapazit\u00e4ten, Netzanschl\u00fcssen und Genehmigungsverfahren. Laut einer neuen Roland-Berger-Studie wird sich die weltweit installierte Rechenzentrumskapazit\u00e4t von 88 Gigawatt im Jahr 2025 auf bis zu 340 Gigawatt bis 2035 fast vervierfachen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Der Anteil von KI an der gesamten Rechenzentrumslast w\u00e4chst von 20 Prozent heute auf knapp 60 Prozent bis 2035. Trotz verschiedener politischer Entlastungsdiskussionen droht Europa im KI-Rennen weiter zur\u00fcckzufallen. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die USA allein verf\u00fcgten 2025 bereits \u00fcber mehr Rechenzentren als Westeuropa und Asien zusammen. Laut der Roland-Berger-Analyse d\u00fcrfte sich der europ\u00e4ische Anteil an der weltweit installierten Rechenzentrumskapazit\u00e4t weiter verringern: Von derzeit etwa 13 Prozent auf rund 10 Prozent bis 2030.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Autoren sehen aktuelle politische Initiativen zum Ausbau digitaler Infrastruktur zwar als wichtigen Schritt zu europ\u00e4ischer Unabh\u00e4ngigkeit, betonen aber die Notwendigkeit weiterer Ma\u00dfnahmen. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\u201eDigitale Souver\u00e4nit\u00e4t beginnt bei Strom und Rechenleistung. F\u00fcr den notwendigen Infrastrukturausbau brauchen wir dringend leistungsf\u00e4hige Stromnetze, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie wettbewerbsf\u00e4hige Energiepreise\u201c, sagt Edeltraud Leibrock, Global Managing Director bei Roland Berger. Eigene Rechenzentren erm\u00f6glichen laut Leibrock die Verarbeitung sensibler Daten sowie den Einsatz von KI-Anwendungen unter europ\u00e4ischem Recht und bilden die Grundlage f\u00fcr ein wettbewerbsf\u00e4higes europ\u00e4isches KI-\u00d6kosystem.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Studie identifiziert drei zentrale Bremsfaktoren f\u00fcr Europa: Netzanschl\u00fcsse, Energiekosten und -zuggang sowie regulatorische Komplexit\u00e4t.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Dimension des Ausbaus verdeutlicht die Gr\u00f6\u00dfe der Herausforderung. Ein modernes KI-Rechenzentrum mit einer Leistung von einem Gigawatt verbraucht so viel Strom wie eine Stadt mit rund einer Million Haushalten. Eigene Rechenzentren seien nicht nur eine Voraussetzung f\u00fcr Europas digitale Souver\u00e4nit\u00e4t, sondern auch f\u00fcr zuk\u00fcnftiges Wirtschaftswachstum, betonen die Roland-Berger-Experten. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\u201eKI und Rechenzentren haben heute schon einen signifikanten Anteil am amerikanischen Wirtschaftswachstum. Europa partizipiert zwar in einzelnen Zulieferindustrien, ger\u00e4t aber in starke Abh\u00e4ngigkeiten\u201d, sagt Nikolaus Lehmann, Partner bei Roland Berger. \u201eOhne ausreichende Rechenkapazit\u00e4ten riskiert Europa, den Anschluss beim Wachstum durch diese Schl\u00fcsseltechnologie zu verpassen.\u201c<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Finanzielle Anreize allein d\u00fcrften allerdings nicht ausreichen, um Europas R\u00fcckstand aufzuholen. Es brauche vielmehr eine vorausschauende Netzplanung und technologieoffene Rahmenbedingungen, die Investitionen erm\u00f6glichen statt verz\u00f6gern.(TT)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der globale Wettlauf um K\u00fcnstliche Intelligenz entscheidet sich zunehmend bei Rechenzentrumskapazit\u00e4ten, Netzanschl\u00fcssen und Genehmigungsverfahren. 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