{"id":81078,"date":"2026-08-10T12:27:33","date_gmt":"2026-08-10T12:27:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/81078\/"},"modified":"2026-08-10T12:27:33","modified_gmt":"2026-08-10T12:27:33","slug":"ppwr-wuppertaler-foto-und-kunstmanufaktur-stoppt-eu-versand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/81078\/","title":{"rendered":"PPWR: Wuppertaler Foto- und Kunstmanufaktur stoppt EU-Versand"},"content":{"rendered":"<p>(openPR) Wuppertal, 10. August 2026 \u2013 Am 12. August 2026 beginnt die Anwendung der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Die Absicht dahinter ist gut, doch f\u00fcr kleine Online-H\u00e4ndler bedeutet die Neuregelung das genaue Gegenteil: Ein b\u00fcrokratisches Chaos, das im Alltag kaum zu bew\u00e4ltigen ist.<\/p>\n<p>So hat das auf Premium-Wandbilder spezialisierte Wuppertaler Unternehmen cam\/b (cam-b.store) jetzt Konsequenzen gezogen und den Versand in alle 26 EU-Mitgliedstaaten komplett eingestellt.<\/p>\n<p>Das Paradoxe: Den eigentlich erst f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr geplanten weltweiten Drittland-Versand zieht das Unternehmen zur Kompensation nun vor. K\u00fcnftig wird neben dem innerdeutschen Versand in die USA, die Schweiz oder nach Asien geliefert &#8211; die eigenen europ\u00e4ischen Nachbarn bleiben au\u00dfen vor.<\/p>\n<p>Nachhaltig im Kern, blockiert durch B\u00fcrokratie<\/p>\n<p>Am fehlenden Willen oder mangelndem Umweltschutz liegt es nicht. Das Wuppertaler Unternehmen setzt neue EU-Vorgaben im Online-Handel regelm\u00e4\u00dfig fr\u00fchzeitig um. So wurde beispielsweise die viel diskutierte Pflicht zum EU-Widerrufsbutton bereits Monate vor der Frist im Shop integriert. Auch \u00f6kologisch arbeitet der Betrieb nach hohen Standards: Seit der Gr\u00fcndung 2024 werden die Kunstwerke in Naturkarton und Papier verpackt und versendet. Zudem vermeidet das Unternehmen konsequent Leerraum beim Transport und hat s\u00e4mtliche Nachweise zur Recyclingf\u00e4higkeit digital und mehrsprachig hinterlegt. Das Unternehmen scheitert somit nicht an den \u00f6kologischen Zielen der EU oder technischen Anforderungen, sondern an einer f\u00fcr Kleinh\u00e4ndler kaum bew\u00e4ltigbaren EPR- und Compliance-B\u00fcrokratie aus Br\u00fcssel.<\/p>\n<p>Hohe Kosten f\u00fcr den inhabergef\u00fchrten Handel<\/p>\n<p>Die ab 12. August 2026 geltenden PPWR-Regeln versch\u00e4rfen und harmonisieren die Anforderungen an die Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) und machen sie f\u00fcr grenz\u00fcberschreitend t\u00e4tige Onlineh\u00e4ndler besonders relevant.<\/p>\n<p>Auch Kleinstunternehmen m\u00fcssen sich grunds\u00e4tzlich in jedem einzelnen Mitgliedstaat, in dem sie entsprechende Produkte erstmals bereitstellen, registrieren und die dort geltenden EPR-Anforderungen erf\u00fcllen. Daf\u00fcr fallen l\u00e4nderspezifische Geb\u00fchren an oder es m\u00fcssen kostspielige Compliance-Dienstleister beauftragt werden &#8211; und das bereits bei sehr geringen Verkaufsmengen.<\/p>\n<p>Wer die erforderlichen Registrierungen nicht vorweisen kann, muss k\u00fcnftig mit erheblichen Einschr\u00e4nkungen beim Zugang zu Plattformen und Fulfillment-Dienstleistungen rechnen.<\/p>\n<p>Die Registrierungspflicht entsteht dabei nicht erst mit der tats\u00e4chlich verschickten Bestellung. Schon das erstmalige Bereitstellen entsprechender Produkte im jeweiligen Mitgliedstaat kann ausreichen.<\/p>\n<p>Zwar bieten Dienstleister an, diese B\u00fcrokratie geb\u00fcndelt zu \u00fcbernehmen, allerdings nur gegen hohe Geb\u00fchren. Statt sich durch verschiedene Portale und Sprachbarrieren zu k\u00e4mpfen, m\u00fcssen kleine Betriebe dann feste Pauschalen pro Land zahlen. F\u00fcr Kleinstmengen an Paketen rechnet sich das wirtschaftlich schlicht nicht mehr. F\u00fcr das Wuppertaler Unternehmen w\u00fcrde sich dieser administrative Mehraufwand auf j\u00e4hrlich rund 4.000 bis 6.000 Euro Fixkosten summieren \u2013 rein f\u00fcr die b\u00fcrokratische Verwaltung und noch ohne dass ein Paket \u00fcberhaupt verschickt worden w\u00e4re.<\/p>\n<p>\u201eIch kann und werde nicht f\u00fcr alle EU-L\u00e4nder einzelne Vertr\u00e4ge abschlie\u00dfen und bezahlen, nur um die theoretische Option zu haben, mal ein Bild nach Malta oder Portugal zu schicken. F\u00fcr uns als kleines Start-up stehen die Kosten f\u00fcr 26 Bevollm\u00e4chtigte in keinem Verh\u00e4ltnis zum Ertrag. Das w\u00e4re wirtschaftlicher Unsinn.\u201c erkl\u00e4rt Inhaber Dirk Eichler.<\/p>\n<p>Gefahr f\u00fcr die Vielfalt im Online-Handel<\/p>\n<p>Der Fall von cam\/b d\u00fcrfte dabei kein Einzelfall sein. Branchenverb\u00e4nde wie der H\u00e4ndlerbund warnen seit Monaten vor zus\u00e4tzlichen Belastungen f\u00fcr grenz\u00fcberschreitend t\u00e4tige H\u00e4ndler. Eine allgemeine Geringf\u00fcgigkeitsschwelle, die Kleinstunternehmen von diesen Registrierungs- und EPR-Pflichten befreit, gibt es im Br\u00fcsseler Regelwerk derzeit nicht. Damit kann der b\u00fcrokratische Aufwand bereits bei sehr kleinen Versandmengen zu einer unwirtschaftlichen H\u00fcrde werden.<\/p>\n<p>Eine Verordnung, die den Binnenmarkt harmonisieren und Handelshemmnisse vermeiden soll, kann bei kleinen grenz\u00fcberschreitenden H\u00e4ndlern somit gleichzeitig erhebliche zus\u00e4tzliche Compliance-Kosten verursachen.<\/p>\n<p>Disclaimer: F\u00fcr den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder\/ Videos ist ausschlie\u00dflich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdr\u00fccklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen m\u00f6chten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Ver\u00f6ffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"(openPR) Wuppertal, 10. August 2026 \u2013 Am 12. 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