{"id":81136,"date":"2026-08-10T13:45:07","date_gmt":"2026-08-10T13:45:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/81136\/"},"modified":"2026-08-10T13:45:07","modified_gmt":"2026-08-10T13:45:07","slug":"klimadaten-von-copernicus-so-heiss-wie-nie-zuvor-rekordsommer-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/81136\/","title":{"rendered":"Klimadaten von Copernicus: So hei\u00df wie nie zuvor \u2013 Rekordsommer in Europa"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> So hei\u00df wie in diesem Sommer war es noch nie. In Westeuropa haben die Temperaturen im Juni und Juli Rekorde gebrochen \u2013 es waren die hei\u00dfesten Sommermonate seit Beginn der Aufzeichnungen, wie der EU-Klimawandeldienst Copernicus am Montag in Bonn mitteilte. Bis Ende Juli kam es zur vierten Hitzewelle seit Mai dieses Jahres \u2013 das bedeute eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Serie extremer Hitze.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Durchschnittstemperatur f\u00fcr beide Monate lag bei 21,6 Grad Celsius. Damit \u00fcbertraf sie den Durchschnitt von 1991 bis 2020 um knapp 2,8 Grad. Darin enthalten sind auch die n\u00e4chtlichen Temperaturen. Aber es war nicht nur ungew\u00f6hnlich warm, sondern auch ungew\u00f6hnlich trocken. \u201eDies ist ein deutliches Beispiel daf\u00fcr, wie der Klimawandel Hitzeextreme versch\u00e4rft, wobei sich Hitze und D\u00fcrre zunehmend gegenseitig verst\u00e4rken\u201c, sagte die Copernicus-Vertreterin Samantha Burgess. Welche Auswirkungen das hat, zeigt sich aktuell in den verheerenden Waldbr\u00e4nden in S\u00fcdeuropa: Seit Wochen k\u00e4mpfen Einsatzkr\u00e4fte gegen Gro\u00dfbr\u00e4nde in Frankreich, Spanien, Portugal oder auch in den Niederlanden. Durch anhaltende D\u00fcrren treten solche Br\u00e4nde h\u00e4ufiger und extremer auf.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In Deutschland ist die sichtbarste Folge der Hitzewellen der Wasserstand im Rhein: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/niedrigwasser-rhein-droht-zweiteilung-fuer-schifffahrt_aid-152833307\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Der ist so niedrig, dass die Schifffahrt zweigeteilt zu werden droht. <\/a>Der Rhein ist nicht der einzige Fluss mit zu wenig Wasser. In weiten Teilen Westeuropas f\u00fchren die Fl\u00fcsse Niedrigwasser und das hat Folgen: Die Wasserversorgung, die \u00d6kosysteme, die Energieerzeugung leiden ebenso wie die Wirtschaft.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eWir befinden uns ja seit einem halben Jahrhundert in einer fortschreitenden Erw\u00e4rmung durch die fossile Energienutzung\u201c, sagte Stefan Rahmstorf, Abteilungsleiter Erdsystemanalyse am Potsdam Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung unserer Redaktion. In Deutschland liege die langfristige Erw\u00e4rmung laut Deutschem Wetterdienst bei 2,5 Grad \u2013 das sei doppelt so viel wie im globalen Durchschnitt. \u201eDiese Erw\u00e4rmung wird so weitergehen, bis die Welt klimaneutral geworden ist, also vor allem aus der fossilen Energienutzung ausgestiegen ist\u201c, warnte Rahmstorf.<\/p>\n<p>Temperaturrekorde im Meer      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nicht nur das Festland erhitzt sich, auch in den Meeren wurden Rekordtemperaturen gemessen. Die Wasseroberfl\u00e4che war im Juli so hei\u00df wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Durchschnittstemperatur der Ozeane, mit Ausnahme der Polarregion, lag in diesem Jahr bei 20,96 Grad. Der bisherige Rekord wurde 2023 mit 20,89 Grad gemessen. Ein Teil der Entwicklung gehe laut Copernicus auf das Wetterph\u00e4nomen El Ni\u00f1o im \u00e4quatorialen Pazifik zur\u00fcck. In den n\u00e4chsten Monaten sei damit zu rechnen, dass die Meerestemperaturen weiter steigen w\u00fcrden. Europa hinke der marinen Hitzewelle hinterher.<\/p>\n<p>Forderungen der Verb\u00e4nde      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Durch die neuen Daten von Copernicus werden auch die Forderungen an die schwarz-rote Koalition wieder lauter. <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/hitzetote-der-ernstfall-ist-bereits-eingetreten_aid-152695105\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">In diesem Sommer starben fast 12.000 Menschen allein in Deutschland durch die extreme Hitze.<\/a> Der Bund f\u00fcr Umwelt- und Naturschutz (BUND) fordert mehr Engagement von der Bundesregierung. \u201eDer wirksamste Hebel ist der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien\u201c, sagte auch BUND-Vorsitzender Olaf Bandt. \u201eDie Bundesregierung bremst genau das aktuell aus und erh\u00f6ht so die Risiken f\u00fcr Bev\u00f6lkerung und Wirtschaft.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der CDU-nahe Verein Klimaunion warnt ebenfalls vor den wirtschaftlichen Sch\u00e4den und mahnt zu einer Klimapolitik, die den \u201emarktwirtschaftlichen Weg\u201c nicht verlasse. Aktuell l\u00e4uft eine Klimaklage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen das Klimaprogramm der Bundesregierung. Dieses sei nicht ausreichend, um die gesetzlich festgelegten Klimaziele zu erreichen. 2023 klagte die DUH bereits gegen das damalige Klimaprogramm der Ampelregierung \u2014 mit Erfolg, die Bundesregierung musste nachsteuern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"So hei\u00df wie in diesem Sommer war es noch nie. In Westeuropa haben die Temperaturen im Juni und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":81137,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[6,10232,5445,27066],"class_list":["post-81136","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-europa","tag-grad","tag-temperaturen","tag-warm"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81136","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=81136"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81136\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/81137"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=81136"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=81136"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=81136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}