{"id":82076,"date":"2026-08-12T11:50:22","date_gmt":"2026-08-12T11:50:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/82076\/"},"modified":"2026-08-12T11:50:22","modified_gmt":"2026-08-12T11:50:22","slug":"alarmierende-stille-in-europa-schwere-verletzungen-der-religions-und-meinungsfreiheit-in-suedkorea","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/82076\/","title":{"rendered":"Alarmierende Stille in Europa: Schwere Verletzungen der Religions- und Meinungsfreiheit in S\u00fcdkorea"},"content":{"rendered":"<p>(openPR) W\u00e4hrend europ\u00e4ische Rechtegruppen auf einer internationalen Pressekonferenz in Seoul Alarm schlagen, bleibt die Reaktion in Deutschland und Europa aus \u2014 trotz steuerzahlender Gemeindemitglieder vor Ort und unverst\u00e4ndlicher Zweiklassengesellschaft bei christlichen Gemeinschaften.<\/p>\n<p>SEOUL \/ BERLIN \/ WIEN \/ BR\u00dcSSEL \u2014 Am 7. August 2026 schlugen f\u00fchrende europ\u00e4ische Menschenrechtsorganisationen auf einer aufsehenerregenden Pressekonferenz im Seoul Foreign Correspondents&#8216; Club Alarm: In S\u00fcdkorea verschlechtert sich die Lage der Religions-, Glaubens- und Meinungsfreiheit drastisch. Trotz schwerer Verst\u00f6\u00dfe gegen internationale Menschenrechtstandards herrscht in den europ\u00e4ischen Medien und der Politik eine erstaunliche und weitgehende Stille. Weder die gravierenden Vorf\u00e4lle in Asien rund um Shincheonji, die Vereinigungskirche (wir berichteten jeweils mehrfach hier\u00fcber) noch die Initiativen europ\u00e4ischer Nichtregierungsorganisationen finden in der hiesigen Berichterstattung angemessenen Widerhall \u2014 eine Haltung, die angesichts steuerzahlender Gl\u00e4ubiger in Deutschland auch der oben genannten christlichen Kirchen und einer unbegr\u00fcndeten Ungleichbehandlung dieser auf Unverst\u00e4ndnis st\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Internationale Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm in Seoul<\/p>\n<p>Auf der Pressekonferenz am 7. August traten renommierte europ\u00e4ische Nichtregierungsorganisationen gemeinsam an die \u00d6ffentlichkeit, darunter Human Rights Without Frontiers (HRWF), CAP Libert\u00e9 de Conscience (mit UN-ECOSOC-Sonderstatus), das Forum f\u00fcr Religionsfreiheit Europa (FOREF) sowie das Zentrum f\u00fcr Studien \u00fcber neue Religionen (CESNUR \/ Bitter Winter).<\/p>\n<p>Im Zentrum der Kritik steht das beh\u00f6rdliche Vorgehen S\u00fcdkoreas gegen religi\u00f6se Minderheiten und der systemische Missbrauch von Untersuchungshaft und Justizmitteln:<\/p>\n<p>Untersuchungshaft gegen hochbetagte religi\u00f6se F\u00fchrer:<\/p>\n<p>Die Inhaftierung des 95-j\u00e4hrigen Shincheonji-Vorsitzenden Lee Man-hee sowie das Vorgehen gegen die 83-j\u00e4hrige Hak-ja Han Moon (Familienf\u00f6deration\/Vereinigungskirche) versto\u00dfen eklatant gegen das Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeitsprinzip, die UN-Mandela-Regeln f\u00fcr die Behandlung von Gefangenen sowie die UN-Zivilpakt-Verpflichtungen (ICCPR).<\/p>\n<p>Systematische Schikane und Diskriminierung:<\/p>\n<p>Die Beobachter dokumentierten fortgesetzte Repressalien gegen die Segero-Kirche in Busan (trotz Freilassung von Pastor Son Hyun-bo), anhaltende gesellschaftliche Anfeindungen gegen das Moscheebau-Projekt in Daegu sowie die strafende Ausgestaltung des 36-monatigen Ersatzdienstes f\u00fcr Wehrdienstverweigerer aus Gewissensgr\u00fcnden (insbesondere Zeugen Jehovas).<\/p>\n<p>Stigmatisierung mit globalen Folgen:<\/p>\n<p>Wissenschaftliche Untersuchungen in Europa, Argentinien und Australien belegen, dass die staatlich gesch\u00fcrte Stigmatisierung in S\u00fcdkorea direkte negative Auswirkungen auf das Leben und die Sicherheitslage von Gemeindemitgliedern im Ausland hat.<\/p>\n<p>Hans Noot in der Pressekonferenz<\/p>\n<p>\u201eGrundrechte gelten f\u00fcr alle Menschen gleicherma\u00dfen. Wenn religi\u00f6se Gemeinschaften stigmatisiert, friedliche Versammlungen eingeschr\u00e4nkt und abweichende Meinungen als Gefahr behandelt werden, reichen die Konsequenzen weit \u00fcber die einzelne Gruppe hinaus.\u201c<\/p>\n<p>\u2014 Hans Noot, Associate Director von Human Rights Without Frontiers (HRWF)<\/p>\n<p>Verwunderliche Unt\u00e4tigkeit: Europas Medien und Politik schauen weg<\/p>\n<p>Besonders auff\u00e4llig und kritisch zu hinterfragen ist das eklatante Schweigen der europ\u00e4ischen \u2013 und insbesondere der deutschen \u2013 Medienlandschaft sowie der politischen Institutionen\u00b4oder den Beauftragten der Bundesregierung. W\u00e4hrend Vorf\u00e4lle in China sonst schnell politische Reaktionen oder ausf\u00fchrliche Berichterstattungen ausl\u00f6sen, wird die internationale Pressekonferenz vom 7. August und die akute Notlage religi\u00f6ser Minderheiten in S\u00fcdkorea nahezu vollst\u00e4ndig totgeschwiegen.<\/p>\n<p>Diese Passivit\u00e4t steht in starkem Widerspruch zu den Grunds\u00e4tzen einer wertegeleiteten Au\u00dfen- und Menschenrechtspolitik, die Europa stets f\u00fcr sich beansprucht. Wenn europ\u00e4ische Rechtsexperten und UN-akkreditierte Organisationen vor Ort in Seoul Rechtsbr\u00fcche anprangern, darf dies in Berlin, Br\u00fcssel oder Paris nicht einfach ignoriert werden.<\/p>\n<p>Zweierlei Ma\u00df &amp; Steuerzahler in Deutschland<\/p>\n<p>Diese Gleichg\u00fcltigkeit ist aus zwei zentralen Gr\u00fcnden nicht nachvollziehbar:<\/p>\n<p>Steuerzahlende Gemeindemitglieder auch in Deutschland und Europa:<\/p>\n<p>Die in Asien von Repressalien betroffenen Gemeinschaften \u2013 wie Shincheonji oder die Familienf\u00f6deration \u2013 sind keine isolierten regionalen Ph\u00e4nomene, sondern weltweite Glaubensgemeinschaften. Zahlreiche Mitglieder dieser Kirchen leben, arbeiten und bezahlen regul\u00e4r Steuern in Deutschland und Europa. Der deutsche Staat nimmt die Pflichten und Steuerleistungen dieser B\u00fcrger vollumf\u00e4nglich in Anspruch, l\u00e4sst sie jedoch im Stich, wenn deren Glaubensbr\u00fcder und Stammkirchen im Ausland Opfer von Menschenrechtsverletzungen werden.<\/p>\n<p>Unverst\u00e4ndlicher Unterschied bei christlichen Gemeinschaften:<\/p>\n<p>Es ist politisch wie publizistisch nicht nachvollziehbar, warum bei christlichen und religi\u00f6sen Gruppierungen mit zweierlei Ma\u00df gemessen wird. W\u00e4hrend traditionelle Gro\u00dfkirchen bei kleinsten Vorf\u00e4llen im Ausland auf diplomatische Sch\u00fctzenhilfe oder mediale Solidarit\u00e4t bauen k\u00f6nnen, werden christliche Minderheitsgemeinschaften und Sondergemeinschaften rasch mit vorschnellen Etikettierungen (\u201eSekte\u201c, \u201eKult\u201c) entwertet und ihrem Schicksal \u00fcberlassen. Michael Langhans (FOREF Deutschland) betonte hierzu, dass rechtsstaatliche Verfahren neutral sein m\u00fcssen und nicht durch vorverurteilende Narrative ersetzt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Aufforderung an Politik, Medien und die internationale Gemeinschaft<\/p>\n<p>Die unterzeichnenden Organisationen verlangten am Ende der Pressekonferenz in einem offiziellen Schreiben an die s\u00fcdkoreanische Regierung die sofortige Freilassung von Lee Man-hee aus der Untersuchungshaft und die Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards.<\/p>\n<p>Gleichzeitig richten europ\u00e4ische Beobachter nun einen dringenden Appell an die deutschen und europ\u00e4ischen Medien sowie die Politik:<\/p>\n<p>Ende der Doppelstandards:<\/p>\n<p>Die Verteidigung der Religions- und Meinungsfreiheit darf nicht davon abh\u00e4ngen, wie bekannt oder etabliert eine Kirche ist. Der Schutz der Menschenrechte gilt universell (Art. 18 &amp; 19 ICCPR). Dazu geh\u00f6rt auch, dass Gl\u00e4ubige auch politisch zu beteiligen sind, um Wertungswiderspr\u00fcche zu vermeiden und Diskriminierung zu verhindern.<\/p>\n<p>Journalistische Sorgfaltspflicht:<\/p>\n<p>Europ\u00e4ische Medien m\u00fcssen objektiv auch \u00fcber die Vorg\u00e4nge in Asien berichten und d\u00fcrfen die fundierten Warnungen europ\u00e4ischer Menschenrechtler nicht \u00fcbergehen. Zudem steht ohnehin zu bef\u00fcrchten, dass sich die Entwicklungen in Japan und S\u00fcdkorea nach Westen hin verschieben.<\/p>\n<p>Verantwortung gegen\u00fcber B\u00fcrgern:<\/p>\n<p>Die Bundesregierung und das EU-Parlament m\u00fcssen sich f\u00fcr den Schutz internationaler Glaubensgemeinschaften einsetzen, deren Mitglieder auch in Europa als gesetzstreue B\u00fcrger und Steuerzahler einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Insbesondere die Friedensarbeit von Vereinigungskirche und Shincheonji kann nicht ignoriert werden.<\/p>\n<p>Zudem sollte man sich dem Ruf der Experten auf eine Entlassung der Religionsstifter aus der U-Haft anschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Disclaimer: F\u00fcr den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder\/ Videos ist ausschlie\u00dflich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdr\u00fccklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen m\u00f6chten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Ver\u00f6ffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"(openPR) W\u00e4hrend europ\u00e4ische Rechtegruppen auf einer internationalen Pressekonferenz in Seoul Alarm schlagen, bleibt die Reaktion in Deutschland und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":82077,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[87,137,24674,6,23775,584,1235,10184,1702,69,17051,27275],"class_list":["post-82076","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-berlin","tag-bundesregierung","tag-entlassung","tag-europa","tag-haft","tag-kritik","tag-menschenrechte","tag-opfer","tag-regierung","tag-solidaritaet","tag-staat","tag-versammlung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82076","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=82076"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82076\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/82077"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=82076"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=82076"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=82076"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}