{"id":82660,"date":"2026-08-13T15:32:16","date_gmt":"2026-08-13T15:32:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/82660\/"},"modified":"2026-08-13T15:32:16","modified_gmt":"2026-08-13T15:32:16","slug":"ex-botschafter-seibert-fordert-klare-europaeische-position-zu-israel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/82660\/","title":{"rendered":"Ex-Botschafter Seibert fordert \u00bbklare europ\u00e4ische Position\u00ab zu Israel"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Der ehemalige deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, sieht Grenzen der deutschen Staatsr\u00e4son, die sich auf die Sicherheit Israels bezieht. Mit Blick auf seine k\u00fcrzlich zu Ende gegangene Amtszeit sagte Seibert dem \u00bbZeitmagazin\u00ab: \u00bbIch bin Botschafter f\u00fcr Israel in den international anerkannten Grenzen von 1967. Gaza und das Westjordanland sind f\u00fcr uns besetzte Gebiete. Ostjerusalem ist Teil einer Stadt, deren Endstatus noch nicht definiert ist.\u00ab Die Selbstverpflichtung Deutschlands gelte Israel in diesen international anerkannten Grenzen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00bbWenn dieses Israel gef\u00e4hrdet ist in seiner Existenz durch einen m\u00f6rderischen Angriff der Hamas, durch die nicht weniger m\u00f6rderischen Pl\u00e4ne der Hisbollah, durch den Iran, dann haben wir zu diesem Staat zu stehen\u00ab, betonte Seibert. Aber das gelte nicht gegen\u00fcber den Siedlern im Jordantal. Nach internationalem Recht seien das illegale Siedlungen.<\/p>\n<p class=\"u-teaser-list__headline\">Lesen Sie auch<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Darauf beziehe sich die Staatsr\u00e4son nicht, und sie unterst\u00fctze nicht das \u00bb\u00dcberlegenheitsgef\u00fchl\u00ab gegen\u00fcber einer anderen Bev\u00f6lkerung. Zugleich betonte der fr\u00fchere Diplomat, der auch Regierungssprecher in Deutschland war: \u00bbGenauso notwendig ist es, den Pal\u00e4stinensern zu sagen, dass sie das Recht des israelischen Volkes, in seinem Staat zu leben, achten m\u00fcssen. Und dass, wer auch immer die Existenz Israels infrage stellt, unser Gegner ist.\u00ab<\/p>\n<p>Gegen Boykotte<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschland habe jahrzehntelang von Israel als der einzigen Demokratie in der Region gesprochen, und das stimme. \u00bbAber das bedeutet nicht, dass unsere Unterst\u00fctzung jegliches staatliche Verhalten Israels einschlie\u00dft, zum Beispiel nicht die Besatzung, die nun ins 60. Jahr geht\u00ab, sagte Seibert. \u00bbWir m\u00fcssen Teil einer vern\u00fcnftigen, aber auch klaren europ\u00e4ischen Position sein und gemeinsam mit Frankreich daf\u00fcr werben.\u00ab<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seibert sprach sich gegen Boykotte und gegen eine pauschale Isolierung von Israelis im internationalen Austausch aus, etwa in der Wissenschaft. Die israelische Wissenschaft vertrete \u00fcberwiegend liberale demokratische Positionen und habe ihre \u00bbeigenen K\u00e4mpfe\u00ab mit der Regierung. \u00bbDa sollten wir ihnen nicht in den R\u00fccken fallen. Die Frage muss sein, ob es gezielte Ma\u00dfnahmen gibt, die unsere Ablehnung der verh\u00e4ngnisvollen Siedlungspolitik klarer machen.\u00ab KNA\/ja<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der ehemalige deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, sieht Grenzen der deutschen Staatsr\u00e4son, die sich auf die Sicherheit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":82661,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[153,418,13,14,322,415,420,417,162,143,34,419,416],"class_list":["post-82660","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-berichte","tag-blogs","tag-europaeisch","tag-europaeische","tag-israel","tag-juedische-allgemeine","tag-juedisches-leben","tag-kommentare","tag-kultur","tag-nachrichten","tag-politik","tag-religion","tag-wochenzeitung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82660","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=82660"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82660\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/82661"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=82660"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=82660"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=82660"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}