{"id":84478,"date":"2026-08-18T14:32:21","date_gmt":"2026-08-18T14:32:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/84478\/"},"modified":"2026-08-18T14:32:21","modified_gmt":"2026-08-18T14:32:21","slug":"internationales-gesellschaftsrecht-grenzueberschreitende-umwandlungen-ma-und-eu-recht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/84478\/","title":{"rendered":"Internationales Gesellschaftsrecht: Grenz\u00fcberschreitende Umwandlungen, M&#038;A und EU-Recht"},"content":{"rendered":"<p>(openPR) Grenz\u00fcberschreitende Unternehmensstrukturen stellen Gesellschaften und ihre rechtlichen Berater vor komplexe Fragen. Niederlassungsfreiheit, grenz\u00fcberschreitende Umwandlungen und internationale Unternehmenstransaktionen treffen auf europ\u00e4ische Regulierung und eine fortlaufende Rechtsprechung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs. Auch Entwicklungen im europ\u00e4ischen Kapitalmarktrecht beeinflussen die Unternehmenspraxis. Das \u201eInternationale Gesellschaftsrechts-Colloquium\u201c der Akademie Heidelberg greift diese Themen vom 24. September bis 22. Oktober 2026 in einer f\u00fcnfteiligen Online-Reihe auf.<\/p>\n<p>Unternehmensmobilit\u00e4t und EU-Recht pr\u00e4gen die gesellschaftsrechtliche Praxis<\/p>\n<p>Internationales Gesellschaftsrecht gewinnt an Bedeutung, wenn Unternehmen ihren Sitz oder ihre Struktur grenz\u00fcberschreitend ver\u00e4ndern, Gesellschaften aus verschiedenen Rechtsordnungen zusammengef\u00fchrt werden oder internationale Transaktionen stattfinden. Ausgangspunkt ist dabei die Frage, nach welcher Rechtsordnung eine Gesellschaft beurteilt wird. Sitztheorie und Gr\u00fcndungstheorie geh\u00f6ren deshalb zu den Grundlagen des Rechtsgebiets.<\/p>\n<p>Auf europ\u00e4ischer Ebene spielt zudem die Niederlassungsfreiheit von Gesellschaften eine zentrale Rolle. Hinzu kommen europ\u00e4ische Vorgaben zur Rechtsangleichung. Das Colloquium behandelt in diesem Zusammenhang unter anderem Digitalisierungsrichtlinien und die KI-Verordnung und ordnet deren Bedeutung f\u00fcr das Unternehmensrecht ein.<\/p>\n<p>Eine weitere Ebene bildet die aktuelle Rechtsprechung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs. Im Mittelpunkt stehen unter anderem der Auskunftsanspruch von Gesellschaftern im Verh\u00e4ltnis zur DSGVO sowie Fragen der Niederlassungsfreiheit.<\/p>\n<p>Grenz\u00fcberschreitende Umwandlungen und Unternehmensk\u00e4ufe<\/p>\n<p>Ein Schwerpunkt des internationalen Gesellschaftsrechts liegt auf der rechtlichen Mobilit\u00e4t von Unternehmen innerhalb Europas. Grenz\u00fcberschreitende Verschmelzungen, Spaltungen und Formwechsel erm\u00f6glichen strukturelle Ver\u00e4nderungen \u00fcber Staatsgrenzen hinweg, stellen Unternehmen aber zugleich vor gesellschaftsrechtliche und organisatorische Anforderungen.<\/p>\n<p>Auch der grenz\u00fcberschreitende Unternehmenskauf verbindet verschiedene Rechts- und Regulierungsbereiche. Bei internationalen M&amp;A-Transaktionen sind neben der grundlegenden Strukturierung und dem Transaktionsprozess insbesondere die Vertragsgestaltung und die Verteilung von Risiken zu ber\u00fccksichtigen. Hinzu kommen regulatorische Anforderungen, die abh\u00e4ngig von Transaktionsstruktur und beteiligten Jurisdiktionen Einfluss auf die Durchf\u00fchrung haben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Damit umfasst internationales Gesellschaftsrecht nicht allein Fragen des Gesellschaftsstatuts oder der Sitzverlegung. Es bildet auch einen wesentlichen rechtlichen Rahmen f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Umstrukturierungen und Unternehmenstransaktionen.<\/p>\n<p>Kapitalmarktrecht und aktuelle EuGH-Rechtsprechung<\/p>\n<p>Die f\u00fcnfteilige Online-Reihe behandelt unterschiedliche Bereiche des internationalen und europ\u00e4ischen Unternehmensrechts. Zu den fachlichen Schwerpunkten geh\u00f6ren:<\/p>\n<p>Gesellschaftsstatut, Sitztheorie und Gr\u00fcndungstheorieNiederlassungsfreiheit von Gesellschafteneurop\u00e4ische Rechtsangleichung, Digitalisierungsrichtlinien und KI-Verordnunggrenz\u00fcberschreitende Verschmelzung, Spaltung und FormwechselStruktur und Ablauf grenz\u00fcberschreitender Unternehmensk\u00e4ufeVertragsgestaltung und Risikoallokation bei internationalen M&amp;A-Transaktionenregulatorische Anforderungen bei grenz\u00fcberschreitenden Transaktioneneurop\u00e4isches Marktmissbrauchs- und InsiderrechtAd-hoc-Publizit\u00e4t und EU Listing Act\u00dcbernahmerecht und Implikationen der \u00dcbernahme-Richtlinieaktuelle EuGH-Rechtsprechung zum UnternehmensrechtVerh\u00e4ltnis von Gesellschafterrechten und Datenschutzrecht<\/p>\n<p>Die einzelnen Sitzungen finden w\u00f6chentlich statt und umfassen jeweils 90 Minuten. Vorgesehen sind ein 60-min\u00fctiger Fachvortrag und eine anschlie\u00dfende 30-min\u00fctige Diskussion. Die Veranstaltungsreihe verbindet damit die systematische Einordnung aktueller Rechtsentwicklungen mit dem Austausch \u00fcber ihre Auswirkungen auf die Praxis.<\/p>\n<p>Relevant f\u00fcr Fachanw\u00e4lte, Unternehmensjuristen und Notare<\/p>\n<p>Die Themen richten sich insbesondere an Fachanw\u00e4ltinnen und Fachanw\u00e4lte f\u00fcr Handels- und Gesellschaftsrecht sowie f\u00fcr internationales Wirtschaftsrecht. Weitere Zielgruppen sind Unternehmensjuristinnen und Unternehmensjuristen sowie Notarinnen und Notare.<\/p>\n<p>F\u00fcr Fachanw\u00e4lte ist zudem die Fortbildungsregelung relevant: F\u00fcr die live besuchten Sitzungen wird eine Bescheinigung ausgestellt, die Teilnahme, Dauer und behandelte Themen dokumentiert und nach den Seminarangaben die Voraussetzungen einer Fortbildungsbescheinigung f\u00fcr Fachanw\u00e4lte im Handels- und Gesellschaftsrecht sowie f\u00fcr internationales Wirtschaftsrecht erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Referenten aus Wissenschaft, Anwaltschaft und Notariat<\/p>\n<p>Prof. Dr. Jan Lieder, LL.M. (Harvard), lehrt B\u00fcrgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht an der Universit\u00e4t Freiburg. Dr. Peter Stelmaszczyk ist Notar in Burscheid und Pr\u00e4sident des Rates der Notariate der Europ\u00e4ischen Union (CNUE) in Br\u00fcssel.<\/p>\n<p>Dr. Arne Constantin-Krawinkel ist Rechtsanwalt und Partner bei Freshfields in Frankfurt am Main. Univ.-Prof. Dr. Timo Fest, LL.M. (Pennsylvania), lehrt B\u00fcrgerliches Recht sowie Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht an der Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg. Damit werden die Themen des internationalen Gesellschaftsrechts aus wissenschaftlicher, anwaltlicher und notarieller Perspektive behandelt.<\/p>\n<p>Das \u201eInternationale Gesellschaftsrechts-Colloquium\u201c findet vom 24. September bis 22. Oktober 2026 einmal w\u00f6chentlich online statt. Die f\u00fcnf Sitzungen beginnen jeweils um 16:00 Uhr und enden um 17:30 Uhr. Weitere Informationen sind auf der Website der Akademie Heidelberg verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Disclaimer: F\u00fcr den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder\/ Videos ist ausschlie\u00dflich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdr\u00fccklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen m\u00f6chten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Ver\u00f6ffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"(openPR) Grenz\u00fcberschreitende Unternehmensstrukturen stellen Gesellschaften und ihre rechtlichen Berater vor komplexe Fragen. Niederlassungsfreiheit, grenz\u00fcberschreitende Umwandlungen und internationale Unternehmenstransaktionen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":84479,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[28040,21,4716,22,10212,8592,356,2084,11636,15457,27099,401,28039,23737],"class_list":["post-84478","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-auskunftsanspruch","tag-eu","tag-eugh","tag-europaeische-union","tag-frankfurt-am-main","tag-gerichtshof","tag-gesellschaft","tag-gesellschaftsrecht","tag-nuernberg","tag-praesident","tag-rechtsordnung","tag-rechtsprechung","tag-staatsgrenzen","tag-verordnungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84478","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=84478"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84478\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/84479"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=84478"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=84478"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=84478"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}