{"id":84585,"date":"2026-08-18T18:07:12","date_gmt":"2026-08-18T18:07:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/84585\/"},"modified":"2026-08-18T18:07:12","modified_gmt":"2026-08-18T18:07:12","slug":"nach-millionenstrafe-apple-nimmt-nach-eu-strafe-aenderungen-im-app-store-vor-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/84585\/","title":{"rendered":"Nach Millionenstrafe &#8211; Apple nimmt nach EU-Strafe \u00c4nderungen im App-Store vor &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Br\u00fcssel\/Cupertino (dpa) &#8211; <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Apple\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Apple<\/a> nimmt nach dem Druck der EU von Oktober an \u00c4nderungen am App-Store vor. Nutzer in der EU sollen dadurch k\u00fcnftig mehr Wahlfreiheit beim Herunterladen und Bezahlen von Apps haben, wie aus Mitteilungen des US-Konzerns und der EU-Kommission hervorgeht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Kern der Neuerungen: Entwickler von Apps, die mit Apple kompatibel sind, sollen k\u00fcnftig freier entscheiden k\u00f6nnen, wie sie ihre Programme vertreiben und wie Nutzer daf\u00fcr bezahlen. Die Software soll neben dem App-Store also auch einfacher \u00fcber Internetseiten oder Online-Marktpl\u00e4tze von Drittanbietern heruntergeladen werden k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Entwickler sollen ihre Kunden nach Angaben der EU-Kommission daf\u00fcr auch auf die Alternativen hinweisen d\u00fcrfen und gleichzeitig das Recht behalten, Nutzern zus\u00e4tzlich den Abschluss von Transaktionen \u00fcber Apples In-App-Zahlungssystem anzubieten. Bisher hielt der Tech-Riese Entwickler nach Ansicht der Br\u00fcsseler Wettbewerbsh\u00fcter mit Geb\u00fchren davon ab, solche alternativen Vertriebskan\u00e4le zu nutzen.<\/p>\n<p>Neue Provision f\u00fcr Apps aus anderen Stores<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei einem weiteren entscheidenden Punkt des Streits zwischen der EU und dem US-Konzern scheint Apple nur zum Teil von seiner bisherigen Praxis abzuweichen. Die sogenannte Geb\u00fchr f\u00fcr Kerntechnologie von Apple, die nach Unternehmensangaben f\u00fcr App-Entwickler mit au\u00dfergew\u00f6hnlicher Reichweite f\u00e4llig und pro Installation nach einer Million Downloads erhoben wurde, soll ersetzt werden. Nun sollen Entwickler eine Provision von f\u00fcnf Prozent auf digitale Transaktionen in Apps zahlen, die au\u00dferhalb von Apples Marktplatz vertrieben werden, wie aus der Mitteilung der Firma hervorgeht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Urspr\u00fcnglich konnte man iPhone-Apps nur aus dem firmeneigenen Store herunterladen, und alle Zahlungen wurden \u00fcber das hauseigene System mit Geb\u00fchren an Apple abgewickelt. Der Konzern str\u00e4ubte sich lange gegen eine \u00d6ffnung unter anderem mit Verweis auf die Sicherheit der Nutzer, hatte nach den europ\u00e4ischen Digitalgesetzen aber keine Wahl.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Rivalen wie der Musikstreaming-Marktf\u00fchrer Spotify kritisierten aber, Apple habe Regeln und Geb\u00fchren geschaffen, die es f\u00fcr Entwickler unattraktiv machen sollten, Apps \u00fcber andere Stores zu vertreiben und \u00fcber andere Zahlungsabwickler abrechnen zu lassen. Das treibe die Kosten f\u00fcr Nutzer hoch, argumentierten sie.<\/p>\n<p>Gestaffelte Provisionen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Entwickler k\u00f6nnen k\u00fcnftig gleichzeitig In-App-K\u00e4ufe \u00fcber Apple und alternative Bezahlsysteme anbieten. Allerdings m\u00fcssen sie sich f\u00fcr zw\u00f6lf Monate auf die angebotenen Optionen festlegen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Anbieter, die Apples Plattform f\u00fcr In-App-K\u00e4ufe nutzen, m\u00fcssen eine Provision von 26 Prozent zahlen. In einigen Apple-Programmen sowie f\u00fcr Abos, die sich nach einem Jahr automatisch verl\u00e4ngern, gibt es eine reduzierte Abgabe von 15 Prozent. F\u00fcr Apps in Apples Store, die einen alternativen Zahlungsabwickler nutzen, gilt eine Provision von 20 Prozent. Verlinken sie zum Kaufabschluss raus aus der App ins Netz, werden 15 Prozent f\u00e4llig. Bei Abos reduziert sich der Satz auf 10 Prozent.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gleichzeitig will Apple durch die Ma\u00dfnahmen nicht den Kinder- und Jugendschutz auf seinem Marktplatz vernachl\u00e4ssigen. So sollen Angebote f\u00fcr Kinder im App-Store demnach keine Links zu Webseiten erhalten, auf denen Transaktionen durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p>EU-Gesetz soll fairen Wettbewerb sicherstellen\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde k\u00fcndigte an, die tats\u00e4chliche Umsetzung der neuen Bedingungen genau zu beobachten. Sie hatte im April 2025 wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen das Gesetz \u00fcber digitale M\u00e4rkte (<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Digital\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Digital<\/a> Markets Act, kurz DMA) eine Strafe von 500 Millionen Euro gegen Apple verh\u00e4ngt.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der US-Konzern gilt nach den EU-Regeln als sogenannter Torw\u00e4chter (Gatekeeper), stellt also mit seinen Angeboten ein wichtiges Zugangstor zu Verbraucherinnen und Verbrauchern dar. Nach dem DMA m\u00fcssen Unternehmen wie Alphabet, Amazon oder eben Apple sich deshalb an besondere Pflichten halten, um einen fairen Wettbewerb auf digitalen M\u00e4rkten sicherzustellen. Hintergrund ist die Bef\u00fcrchtung, dass manche gro\u00dfe Plattform-Betreiber so m\u00e4chtig geworden sind, dass sie ihre Marktposition zementieren k\u00f6nnten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260818-930-548895\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Br\u00fcssel\/Cupertino (dpa) &#8211; Apple nimmt nach dem Druck der EU von Oktober an \u00c4nderungen am App-Store vor. 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