{"id":84591,"date":"2026-08-18T18:22:12","date_gmt":"2026-08-18T18:22:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/84591\/"},"modified":"2026-08-18T18:22:12","modified_gmt":"2026-08-18T18:22:12","slug":"neue-app-store-regeln-wie-apple-mit-der-eu-frieden-schliessen-will","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/84591\/","title":{"rendered":"Neue App Store-Regeln: Wie Apple mit der EU Frieden schlie\u00dfen will"},"content":{"rendered":"<p>Apple will den Konflikt mit der EU um seine App Store-Regeln nun abschlie\u00dfend beilegen.<br \/>\nUm dies zu erreichen, nimmt Apple einige \u00c4nderungen an seiner App Store-Richtlinie in der EU vor.<br \/>\nEinige umstrittene Geb\u00fchren f\u00fcr au\u00dferhalb des App Stores vertriebene Apps und Dienste werden gestrichen.<\/p>\n<p>Apple hat umfangreiche \u00c4nderungen an seinen App-Store-Regeln und Geb\u00fchren in der EU <a href=\"https:\/\/www.apple.com\/newsroom\/2026\/08\/apple-announces-changes-for-apps-in-the-european-union\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">angek\u00fcndigt<\/a>. Der Konzern reagiert damit auf die Vorgaben des Digital Markets Act (DMA) und will zugleich bestehende Differenzen mit der Europ\u00e4ischen Kommission \u00fcber alternative App-Vertriebswege und Gesch\u00e4ftsbedingungen ausr\u00e4umen.<\/p>\n<p>Nach Angaben von Apple entstand das neue Modell in enger Zusammenarbeit mit der EU-Kommission. Eine der wichtigsten \u00c4nderungen betrifft Apps, die au\u00dferhalb des App Stores angeboten werden. Die bisherige Initial Acquisition Fee und die Store Services Fee entfallen. Gleichzeitig ersetzt Apple die bisher pro Installation berechnete Core Technology Fee durch eine Core Technology Commission von f\u00fcnf Prozent auf digitale K\u00e4ufe.<\/p>\n<p>\u00c4nderungen auch innerhalb des App Store-Vertriebs<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Apps innerhalb des App Stores \u00e4ndern sich die Konditionen. Werden Apples In-App-K\u00e4ufe genutzt, betr\u00e4gt die Provision k\u00fcnftig 26 Prozent. Teilnehmer des Small Business Program, Mini Apps Partner Program und Video Partner Program zahlen 15 Prozent. Der reduzierte Satz gilt au\u00dferdem f\u00fcr automatisch verl\u00e4ngerte Abonnements nach dem ersten Jahr.<\/p>\n<p>Nutzen Entwickler innerhalb einer App alternative Zahlungsanbieter, verlangt Apple k\u00fcnftig 20 Prozent Provision beziehungsweise zehn Prozent f\u00fcr Teilnehmer der genannten Programme. Verweist eine App f\u00fcr den Kauf auf eine externe Website, werden 15 beziehungsweise zehn Prozent f\u00e4llig.<\/p>\n<p>F\u00fcr Apps, die \u00fcber alternative App-Marktpl\u00e4tze oder direkt \u00fcber das Web vertrieben werden, berechnet Apple k\u00fcnftig die neue Core Technology Commission von f\u00fcnf Prozent.<\/p>\n<p>Alternative Zahlungen neben Apples System m\u00f6glich<\/p>\n<p>Eine weitere wesentliche \u00c4nderung betrifft die Zahlungsabwicklung. Entwickler d\u00fcrfen innerhalb ihrer Apps k\u00fcnftig Apples In-App-Purchase-System und alternative Bezahlm\u00f6glichkeiten parallel anbieten. Das war bislang nicht gestattet. Apple will allerdings Vorgaben f\u00fcr die Darstellung machen, damit Nutzer die unterschiedlichen Bezahlm\u00f6glichkeiten eindeutig erkennen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Entwickler m\u00fcssen sich f\u00fcr ihre in der EU angebotenen Zahlungsoptionen entscheiden und diese anschlie\u00dfend zw\u00f6lf Monate beibehalten. Apple begr\u00fcndet diese Vorgabe mit einer konsistenten und transparenten Nutzererfahrung.<\/p>\n<p>Am Notarisierungsverfahren h\u00e4lt der Konzern dagegen fest. Apps, die \u00fcber alternative Marktpl\u00e4tze oder direkt \u00fcber Websites auf iPhones gelangen, m\u00fcssen weiterhin von Apple notarisiert werden.<\/p>\n<p>Besondere Regeln gelten f\u00fcr Minderj\u00e4hrige. Apps aus der Kinder-Kategorie sowie Anwendungen, die von Kindern unter 13 Jahren verwendet werden, d\u00fcrfen nicht auf externe Websites zum Abschluss von Transaktionen verweisen. Bei Nutzern unter 18 Jahren m\u00fcssen Apps mit alternativer Zahlungsabwicklung oder externen Kauflinks au\u00dferdem eine elterliche Zugangssperre vorsehen.<\/p>\n<p>Apple senkt H\u00fcrden f\u00fcr alternative App Stores<\/p>\n<p>Parallel erleichtert Apple den <a href=\"https:\/\/www.apfelpage.de\/news\/alternative-app-stores-diese-anbieter-stehen-bereit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Betrieb alternativer App-Marktpl\u00e4tze<\/a> sowie den <a href=\"https:\/\/www.apfelpage.de\/news\/sideloading-auf-ios-chancen-risiken-und-die-neue-realitaet-fuer-apple-nutzer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">direkten Vertrieb von Apps<\/a> \u00fcber das Web. Bislang mussten Entwickler daf\u00fcr unter anderem eine Standby-Kreditlinie \u00fcber eine Million Euro bei einem Finanzinstitut mit entsprechend hoher Bonit\u00e4t nachweisen.<\/p>\n<p>K\u00fcnftig stehen mehrere Alternativen zur Verf\u00fcgung. Unter anderem k\u00f6nnen eine ausreichende finanzielle Stabilit\u00e4t nach Bewertung durch Dun &amp; Bradstreet, eine B\u00f6rsennotierung, die Zugeh\u00f6rigkeit zu einem b\u00f6rsennotierten Unternehmen, eine Finanzierung durch einen etablierten Venture-Capital-Investor oder ein gepr\u00fcftes Finanzaudit als Nachweis dienen. Auch Beh\u00f6rden, Bildungseinrichtungen und gemeinn\u00fctzige Organisationen k\u00f6nnen die Voraussetzungen erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Entwickler k\u00f6nnen den neuen Gesch\u00e4ftsbedingungen ab sofort zustimmen. Die ge\u00e4nderten Geb\u00fchren und Regeln sollen zum 1. Oktober in der Europ\u00e4ischen Union in Kraft treten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Apple will den Konflikt mit der EU um seine App Store-Regeln nun abschlie\u00dfend beilegen. 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