{"id":84704,"date":"2026-08-19T04:04:08","date_gmt":"2026-08-19T04:04:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/84704\/"},"modified":"2026-08-19T04:04:08","modified_gmt":"2026-08-19T04:04:08","slug":"greenwashing-verbot-eu-schaerft-umweltaussagen-ab-september-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/84704\/","title":{"rendered":"Greenwashing-Verbot: EU sch\u00e4rft Umweltaussagen ab September 2026"},"content":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Kommission hat finale Erl\u00e4uterungen zur Auslegung der Richtlinie zur St\u00e4rkung der Verbraucher f\u00fcr den \u00f6kologischen Wandel (EmpCo) vorgelegt. Mit der Ver\u00f6ffentlichung dieser FAQ-Sammlung werden die Weichen f\u00fcr eine deutlich strengere Regulierung von Umweltaussagen gestellt.<\/p>\n<p>Unternehmen m\u00fcssen sich darauf einstellen, dass vage Werbeversprechen mit \u00f6kologischem Bezug ab Ende September 2026 verboten sind und Verst\u00f6\u00dfe sanktioniert werden.<\/p>\n<p>Die zugrunde liegende Richtlinie (EU 2024\/825) wurde bereits am 27.03.2024 verabschiedet. Sie zielt darauf ab, irref\u00fchrende Gesch\u00e4ftspraktiken zu unterbinden und Verbraucher besser vor unlauterem Wettbewerb zu sch\u00fctzen. Ein zentraler Bestandteil ist das Verbot allgemeiner Umweltaussagen, die nicht durch anerkannte hervorragende Umweltleistung belegt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ab dem 27.09.2026 greifen diese Regelungen vollst\u00e4ndig, einschlie\u00dflich der entsprechenden Sanktionen. In Italien wurde die Umsetzung in nationales Recht bereits vollzogen, wobei das dortige Verbot vager Umweltclaims ebenfalls auf den 27.09.2026 datiert ist.<\/p>\n<p>Rechtliche Pr\u00e4zedenzf\u00e4lle und ethische Zertifizierungen<\/p>\n<p>Trotz der Versch\u00e4rfung bleiben bestimmte Kennzeichnungen weiterhin zul\u00e4ssig. Ethische Zertifizierungen, wie beispielsweise VEGANOK, k\u00f6nnen unter der EmpCo-Richtlinie bestehen bleiben, sofern deren Kommunikation transparent erfolgt.<\/p>\n<p>Die rechtliche Durchsetzung der neuen Standards zeichnet sich jedoch bereits in der aktuellen Rechtsprechung ab. So unterband das Gericht in Mailand bereits im Juli 2025 irref\u00fchrende Umweltaussagen unter Verweis auf die neuen Rahmenbedingungen.<\/p>\n<p>Auch in Deutschland besch\u00e4ftigen sich Gerichte zunehmend mit der Zul\u00e4ssigkeit von Nachhaltigkeitswerbung. Das Landgericht Hamburg verurteilte die Netto-Marken-Discount Stiftung am 15.07.2026 (Az. 3 W 33\/26) zur Zahlung von 280,70 Euro zuz\u00fcglich Zinsen an die Deutsche Umwelthilfe (DUH).<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Die EU-Kommission hat die finale Auslegung der EmpCo-Richtlinie vorgelegt \u2013 ab September 2026 drohen Sanktionen f\u00fcr vage Umweltclaims. Erste Urteile zeigen: Gerichte gehen bereits jetzt gegen irref\u00fchrende Nachhaltigkeitswerbung vor. <a href=\"https:\/\/www.boerse-express.com\/lp\/report\/eu-greenwashing-verbot-ab-september-2026-18707?adref=Blog_BEX:Ex-Article-ID_1098217:Topic_corporate_compliance_esg:Source_BEX_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD1of2&amp;lp=18707\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt Leitfaden zur rechtssicheren Umweltkommunikation sichern<\/a><\/p>\n<p>Hintergrund war die Werbung f\u00fcr einen Fruchtjoghurt mit dem Slogan \u201egutes Futter aus umweltschonendem Anbau\u201c. Das Gericht untersagte diese Aussage, da sie als irref\u00fchrend eingestuft wurde; das Urteil ist bislang nicht rechtskr\u00e4ftig.<\/p>\n<p>In einem weiteren Verfahren unter demselben Aktenzeichen entschied das Oberlandesgericht Hamburg ebenfalls am 15.07.2026 \u00fcber unzul\u00e4ssige Werbeformen. Hierbei wurde der Einsatz von Tierarzt-Testimonials f\u00fcr Tierarzneimittel als irref\u00fchrend bewertet.<\/p>\n<p>Das Gericht untersagte insgesamt elf Aussagen und stellte klar, dass ein Unternehmen f\u00fcr die eigene Werbung auch dann haftet, wenn es sich um Aussagen Dritter handelt, sofern diese unter die einschl\u00e4gige EU-Verordnung fallen.<\/p>\n<p>Internationaler Druck und zivilgesellschaftliche Kontrolle<\/p>\n<p>Die Debatte um Greenwashing f\u00fchrt auch international zu rechtlichen Auseinandersetzungen. Im Western District of Washington in den USA wurde Ende Juli 2026 eine Sammelklage gegen Amazon eingereicht.<\/p>\n<p>Dem Online-Handelsriesen werden irref\u00fchrende Nachhaltigkeitsaussagen im Zusammenhang mit Meeresfr\u00fcchten vorgeworfen. Dies gewinnt vor dem Hintergrund an Bedeutung, dass laut Daten von NielsenIQ rund 78% der US-Verbraucher Wert auf einen nachhaltigen Lebensstil legen.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Zivilgesellschaftliche Organisationen wie die DUH und das neue Observatoire citoyen de la publicit\u00e9 \u00fcberwachen Greenwashing zunehmend \u2013 das Abmahnrisiko steigt. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Ihre Claims belegbar und zukunftssicher formulieren. <a href=\"https:\/\/www.boerse-express.com\/lp\/report\/eu-greenwashing-verbot-ab-september-2026-18707?adref=Blog_BEX:Ex-Article-ID_1098217:Topic_corporate_compliance_esg:Source_BEX_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD2of2&amp;lp=18707\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Leitfaden gegen Greenwashing-Risiken jetzt anfordern<\/a><\/p>\n<p>Parallel zur staatlichen Aufsicht formiert sich zivilgesellschaftlicher Widerstand gegen irref\u00fchrende Werbepraktiken. Bereits im Oktober 2025 gr\u00fcndeten sieben Nichtregierungsorganisationen, darunter Sherpa, Z\u00e9ro Waste France und Les Amis de la Terre, das \u201eObservatoire citoyen de la publicit\u00e9\u201c (OCP).<\/p>\n<p>Dieses Beobachtungsorgan hat es sich zur Aufgabe gemacht, Greenwashing systematisch zu bek\u00e4mpfen und die Einhaltung \u00f6kologischer Werbestandards kritisch zu begleiten. Mit dem nahenden Inkrafttreten der Sanktionen unter der EmpCo-Richtlinie im Herbst 2026 erh\u00f6ht sich f\u00fcr Unternehmen weltweit der Druck, ihre Nachhaltigkeitskommunikation auf eine rechtssichere und belegbare Basis zu stellen.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n\t\t    Disclaimer&#8230;&#13;\n\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Europ\u00e4ische Kommission hat finale Erl\u00e4uterungen zur Auslegung der Richtlinie zur St\u00e4rkung der Verbraucher f\u00fcr den \u00f6kologischen Wandel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":84705,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[82,23702,21,232,22,22285,78,16491,28080,6766],"class_list":["post-84704","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-deutschland","tag-empco-richtlinie","tag-eu","tag-eu-kommission","tag-europaeische-union","tag-greenwashing-verbot","tag-italien","tag-richtung","tag-umweltaussagen","tag-urteile"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84704","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=84704"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84704\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/84705"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=84704"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=84704"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=84704"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}