{"id":85544,"date":"2026-08-20T13:30:25","date_gmt":"2026-08-20T13:30:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/85544\/"},"modified":"2026-08-20T13:30:25","modified_gmt":"2026-08-20T13:30:25","slug":"auswirkungen-des-klimawandels-waldbrandflaeche-in-europa-koennte-sich-verdreifachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/85544\/","title":{"rendered":"Auswirkungen des Klimawandels: Waldbrandfl\u00e4che in Europa k\u00f6nnte sich verdreifachen"},"content":{"rendered":"<p>Auswirkungen des KlimawandelsWaldbrandfl\u00e4che in Europa k\u00f6nnte sich verdreifachen<\/p>\n<p>20.08.2026, 13:28 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(04:35 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ARCHIV-15-07-2022-Frankreich-Landiras-Dieses-am-Freitag-den-15-Juli-2022-von-der-Feuerwehr-der-Regio.webp\" alt=\"ARCHIV-15-07-2022-Frankreich-Landiras-Dieses-am-Freitag-den-15-Juli-2022-von-der-Feuerwehr-der-Region-Gironde-SDIS-33-zur-Verfuegung-gestellte-Foto-zeigt-einen-Feuerwehrwagen-der-Fluessigkeit-auf-einen-Waldbrand-sprueht-Mehrere-hundert-Feuerwehrleute-bemuehten-sich-am-15-07-2022-zwei-Waldbraende-in-der-Region-Bordeaux-im-Suedwesten-Frankreichs-einzudaemmen-die-die-Evakuierung-von-10-000-Menschen-erzwungen-und-mehr-als-7-000-Hektar-Land-verwuestet-haben-Hohe-Temperaturen-und-starke-Winde-haben-die-Loescharbeiten-in-der-Region-erschwert-die-in-dieser-Saison-von-mehreren-Waldbraenden-in-Europa-heimgesucht-wird\"\/>Vor allem S\u00fcdeuropa wurde in diesem Sommer von verheerenden Waldbr\u00e4nden heimgesucht &#8211; ein Szenario, an das wir uns Experten zufolge wohl gew\u00f6hnen m\u00fcssen. (Foto: dpa)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Nicht nur in Frankreich, Spanien oder Griechenland, sondern auch in Deutschland brennen in diesem Sommer riesige Waldgebiete. Laut einer neuen Studie k\u00f6nnte der Klimawandel die betroffene Fl\u00e4che k\u00fcnftig verdreifachen. Aber es gibt auch Ma\u00dfnahmen zum Gegensteuern.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mehr Trockenheit, mehr Hitze, mehr Wind: Der Klimawandel k\u00f6nnte einer Studie zufolge die Fl\u00e4che von Vegetationsbr\u00e4nden in Europa k\u00fcnftig deutlich ausweiten. Je nach Ausma\u00df der Erderw\u00e4rmung k\u00f6nnte die von Feuern betroffene j\u00e4hrliche Fl\u00e4che demnach bis Ende des Jahrhunderts im Vergleich zu heute um 39 Prozent steigen, m\u00f6glicherweise aber auch um 192 Prozent. Allerdings seien neben dem Klimawandel auch andere Faktoren bedeutsam. Dazu geh\u00f6ren etwa Landnutzung, Pr\u00e4vention und Fr\u00fcherkennung, schreibt das internationale Forschungsteam im Fachjournal &#8222;Global Change Biology&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Vegetationsbr\u00e4nde seien nat\u00fcrliche Prozesse und wichtig f\u00fcr die Dynamik von Artenvielfalt und \u00d6kosystemen, schreiben die Forschenden um Erstautor Maik Billing vom Potsdam-Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung (PIK). Allerdings steige derzeit die Aktivit\u00e4t solcher Feuer. &#8222;Der Klimawandel f\u00fchrt zu einer Zunahme der Brandaktivit\u00e4t in ganz Europa, da sich hei\u00dfe, trockene und windige Bedingungen versch\u00e4rfen&#8220;, sagt Billing.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Simulierungen des Teams ergaben, dass selbst in einem Szenario mit einer vergleichsweise geringen globalen Erw\u00e4rmung um etwa 1,8 Grad (SSP1-2.6) am Ende des Jahrhunderts in Europa etwa 39 Prozent mehr Fl\u00e4che brennen w\u00fcrden als derzeit. In einem Szenario mit einer Erw\u00e4rmung um etwa 3,6 Grad (SSP3-7.0) geht das Team sogar von einer Zunahme um 192 Prozent aus &#8211; also fast einer Verdreifachung der Fl\u00e4che.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Besonders betroffen davon w\u00e4ren demnach Mitteleuropa, weite Teile Westeuropas und der Mittelmeerraum. Zum Vergleich: Derzeit steuert die Erde nach Einsch\u00e4tzung des UN-Umweltprogramms (Unep) bis Ende des Jahrhunderts auf eine Erw\u00e4rmung von etwa 2,8 Grad zu.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Allerdings h\u00e4ngen die k\u00fcnftigen Brandgefahren nicht nur von der klimatischen Entwicklung ab, wie das Team betont. Um weitere Einfl\u00fcsse einzubinden, verband es die Klimaszenarien mit anderen Modellen insbesondere zu Ma\u00dfnahmen wie etwa Pr\u00e4vention, Fr\u00fcherkennung und Brandbek\u00e4mpfung. Demnach k\u00f6nnte ein besseres Brandmanagement die Feuerfl\u00e4che in einem 1,8 Grad-Szenario um 92 Prozent reduzieren, und bei einem 3,6 Grad-Szenario immerhin noch um 72 Prozent.<\/p>\n<p>&#8222;Mit Klimawandel k\u00f6nnten Bedingungen extrem werden&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Wir sehen, dass die Brandbedingungen zunehmen, daher m\u00fcssen wir mehr investieren&#8220;, erl\u00e4utert Co-Autor Thomas Hickler vom Senckenberg Biodiversit\u00e4t und Klima Forschungszentrum in Frankfurt. Als Beispiele nennt er unter anderem die Ausbildung von Einsatzkr\u00e4ften, eine angemessene Ausr\u00fcstung und eine gute Koordination etwa zwischen Forstwirtschaft, Naturschutz und Feuerwehr. &#8222;Sollten die Br\u00e4nde jedoch wirklich extreme Ausma\u00dfe annehmen, k\u00f6nnte unsere F\u00e4higkeit, sie einzud\u00e4mmen, an ihre Grenzen sto\u00dfen&#8220;, warnte Hickler. Und noch sei unklar, &#8222;wann dieser Punkt erreicht ist&#8220;. Die j\u00fcngsten Rekordbr\u00e4nde in Frankreich zeigten &#8222;deutlich, dass wir das nicht einfach aus den Erfahrungen der Vergangenheit ableiten k\u00f6nnen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im Jahr 2026 hat Europa bislang ungew\u00f6hnlich viele schwere Waldbr\u00e4nde erlebt. Die Studienautoren, die den prognostizierten Jahresdurchschnitt der Brandsch\u00e4den in den Jahren 2070 bis 2100 mit Modellrechnungen zum Zeitraum 2000 bis 2030 verglichen, verwiesen auf Angaben des Europ\u00e4ischen Waldbrand-Informationssystems (Effis), wonach seit Jahresbeginn bis zum 12. August EU-weit schon rund 550.000 Hektar Vegetation abbrannten. Das sei etwa zweieinhalbmal so viel wie der 20-j\u00e4hrige Durchschnitt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Die Br\u00e4nde in Frankreich, Spanien und Griechenland zeigen, wie schnell hei\u00dfe, trockene und windige Wetterbedingungen die Feuerwehrkr\u00e4fte und ihre Ressourcen an ihre Grenzen bringen k\u00f6nnen&#8220;, sagt PIK-Co-Autorin Kirsten Thonicke. &#8222;Mit dem Klimawandel k\u00f6nnten die Bedingungen so extrem werden, dass wir an die Grenzen dessen sto\u00dfen, was noch machbar ist, um Br\u00e4nde zu verhindern und zu bek\u00e4mpfen, sobald diese Br\u00e4nde eine bestimmte Gr\u00f6\u00dfe erreichen. Daher ist es absolut unerl\u00e4sslich, Emissionen zu reduzieren und zugleich das lokale Brandmanagement zu st\u00e4rken.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, nvm\/AFP\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auswirkungen des KlimawandelsWaldbrandfl\u00e4che in Europa k\u00f6nnte sich verdreifachen 20.08.2026, 13:28 Uhr Artikel anh\u00f6ren(04:35 min) Vor allem S\u00fcdeuropa wurde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":85545,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[495,6,10288,5703,2277,12247,10396],"class_list":["post-85544","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-bildung","tag-europa","tag-extremwetter","tag-hitzewelle","tag-klimawandel","tag-wald","tag-waldbraende"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85544","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85544"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85544\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/85545"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85544"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85544"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85544"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}