{"id":86653,"date":"2026-08-23T12:23:14","date_gmt":"2026-08-23T12:23:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/86653\/"},"modified":"2026-08-23T12:23:14","modified_gmt":"2026-08-23T12:23:14","slug":"starker-el-nino-was-das-wetterphaenomen-fuer-europa-bedeuten-koennte-honnef-heute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/86653\/","title":{"rendered":"Starker El Ni\u00f1o: Was das Wetterph\u00e4nomen f\u00fcr Europa bedeuten k\u00f6nnte | Honnef heute"},"content":{"rendered":"<p>Bad Honnef. Im Pazifik deutet sich nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ein m\u00f6glicherweise au\u00dfergew\u00f6hnlich starkes El-Ni\u00f1o-Ereignis an. Sollte sich die Entwicklung wie prognostiziert fortsetzen, k\u00f6nnte der Winter 2026\/27 zu den st\u00e4rksten El-Ni\u00f1o-Phasen seit Beginn der Aufzeichnungen geh\u00f6ren. <a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/tv-programm\/6a5623c27bca64283ebc7f8d\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Welche Folgen<\/a> das f\u00fcr Europa und damit auch f\u00fcr Deutschland haben k\u00f6nnte, ist allerdings deutlich schwieriger vorherzusagen als die Auswirkungen in den unmittelbar betroffenen Regionen rund um den Pazifik.<\/p>\n<p>El Ni\u00f1o bezeichnet eine ungew\u00f6hnliche Erw\u00e4rmung des tropischen Pazifiks. Besonders im zentralen und \u00f6stlichen Teil des Ozeans steigen die Wassertemperaturen deutlich an. Dadurch ver\u00e4ndern sich Niederschl\u00e4ge und Luftstr\u00f6mungen. W\u00e4hrend es in Teilen S\u00fcdamerikas zu au\u00dfergew\u00f6hnlich starken Regenf\u00e4llen kommen kann, drohen in Regionen S\u00fcdostasiens und Australiens h\u00e4ufiger Trockenheit und D\u00fcrre.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\tAnzeige<br \/>\n<a href=\"https:\/\/rheinland-marketing-gruppe.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-271419\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/banner-rmg-26-v2.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\"\/><\/a>\t\t\t\t<\/p>\n<p>Nach Angaben des Meteorologen M.Sc.-Met. Nico Bauer vom Deutschen Wetterdienst waren die Meeresoberfl\u00e4chentemperaturen im zentralen und \u00f6stlichen Pazifik bereits im Juli deutlich h\u00f6her als im langj\u00e4hrigen Mittel. Vor der K\u00fcste Perus seien teilweise Abweichungen von mehr als drei Grad gegen\u00fcber der Referenzperiode 1991 bis 2020 gemessen worden.<\/p>\n<p>Auswirkungen reichen bis in h\u00f6here Breiten<\/p>\n<p>Die Folgen eines starken El Ni\u00f1o beschr\u00e4nken sich nicht auf die Tropen. Durch verst\u00e4rkte Gewitterbildung \u00fcber dem Pazifik gelangt zus\u00e4tzliche W\u00e4rme in h\u00f6here Atmosph\u00e4renschichten. Das kann nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gro\u00dfr\u00e4umige Luftstr\u00f6mungen ver\u00e4ndern und sich unter bestimmten Voraussetzungen auch auf den Jetstream auswirken.<\/p>\n<p>\u00dcber verschiedene atmosph\u00e4rische Wechselwirkungen k\u00f6nnen solche Ver\u00e4nderungen bis nach Europa reichen. Besonders im Winterhalbjahr seien Auswirkungen m\u00f6glich. Allerdings betont Bauer, dass sich aus der St\u00e4rke eines El-Ni\u00f1o-Ereignisses nicht automatisch eine bestimmte Wetterentwicklung in Europa ableiten lasse.<\/p>\n<p>Die aktuellen Prognosen deuten laut Deutschem Wetterdienst darauf hin, dass das Ereignis im Sp\u00e4therbst oder Fr\u00fchwinter seinen H\u00f6hepunkt erreichen k\u00f6nnte. Beim sogenannten Relative Oceanic Ni\u00f1o Index, kurz RONI, k\u00f6nnten Werte erreicht oder sogar \u00fcberschritten werden, wie sie bei den besonders starken Ereignissen 1997\/98 und 2015\/16 beobachtet wurden.<\/p>\n<p>Kalter Winter? El Ni\u00f1o allein ist kein Vorhersageinstrument<\/p>\n<p>Immer wieder wird ein starker El Ni\u00f1o mit m\u00f6glichen K\u00e4lteperioden in Europa in Verbindung gebracht. Hintergrund sind unter anderem Ver\u00e4nderungen des Polarwirbels und der Nordatlantischen Oszillation, kurz NAO. Bei fr\u00fcheren El-Ni\u00f1o-Ereignissen sei h\u00e4ufiger eine negative NAO beobachtet worden, die grunds\u00e4tzlich Kaltlufteinbr\u00fcche nach Europa beg\u00fcnstigen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Ein R\u00fcckschluss auf einen kalten Winter w\u00e4re nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes jedoch nicht zul\u00e4ssig. Zu viele weitere Faktoren beeinflussten die tats\u00e4chliche Wetterentwicklung. Dazu z\u00e4hlen unter anderem die Quasi-Biennale Oszillation, die Meereisbedeckung in der Arktis, die Sonnenaktivit\u00e4t und die Temperaturen im Atlantik.<\/p>\n<p>Gerade zu Beginn des Winters zeigten fr\u00fchere El-Ni\u00f1o-Ereignisse in Mittel- und Westeuropa teilweise sogar eine gegenteilige Tendenz: mildes und niederschlagsreiches Wetter. Eine verst\u00e4rkte Westwindzirkulation k\u00f6nnte dann feuchte und vergleichsweise milde Atlantikluft nach Europa f\u00fchren.<\/p>\n<p>Wetterprognose bleibt unsicher<\/p>\n<p>Auch bei einem au\u00dfergew\u00f6hnlich starken El Ni\u00f1o bleibt der Einfluss auf Europa damit begrenzt und vor allem indirekt. Nicht jedes El-Ni\u00f1o-Ereignis f\u00fchrt zu den gleichen Ver\u00e4nderungen der Wetterlagen. Entscheidend sei neben der St\u00e4rke auch die genaue r\u00e4umliche Auspr\u00e4gung des Ph\u00e4nomens sowie der allgemeine Zustand von Atmosph\u00e4re und Ozeanen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Region l\u00e4sst sich aus der Entwicklung im Pazifik deshalb derzeit keine konkrete Winterprognose ableiten. Ein starker El Ni\u00f1o kann nach Einsch\u00e4tzung des Deutschen Wetterdienstes zwar die Wahrscheinlichkeit bestimmter Wetterlagen ver\u00e4ndern \u2013 ob daraus am Ende ein milder, nasser oder m\u00f6glicherweise zeitweise kalter Winter wird, h\u00e4ngt jedoch von zahlreichen weiteren Faktoren ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bad Honnef. Im Pazifik deutet sich nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ein m\u00f6glicherweise au\u00dfergew\u00f6hnlich starkes El-Ni\u00f1o-Ereignis an. 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