{"id":87256,"date":"2026-08-24T14:12:38","date_gmt":"2026-08-24T14:12:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/87256\/"},"modified":"2026-08-24T14:12:38","modified_gmt":"2026-08-24T14:12:38","slug":"kiew-feiert-unabhaengigkeit-milliarden-fuer-kampf-gegen-putin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/87256\/","title":{"rendered":"Kiew feiert Unabh\u00e4ngigkeit: Milliarden f\u00fcr Kampf gegen Putin"},"content":{"rendered":"<p>Die Ukraine hat zum 35. Jahrestag ihrer Unabh\u00e4ngigkeit weitere westliche Milit\u00e4rhilfe f\u00fcr den Kampf gegen den russischen Angriffskrieg erhalten. Die EU genehmigte neue R\u00fcstungshilfen im Wert von 6,1 Milliarden Euro. Die Mittel seien f\u00fcr Flugabwehrsysteme, Raketen, Munition und Radaranlagen vorgesehen, teilte die EU-Kommission mit. Der neue britische Premierminister Andy Burnham absolvierte derweil seinen ersten Auslandsbesuch in der Ukraine. Er sicherte dem Land Milit\u00e4rhilfe zu und will ihm die Produktion von weitreichenden Marschflugk\u00f6rpern mit britischer Technologie erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj empfing die internationalen G\u00e4ste, darunter die Staats- und Regierungschefs aus Luxemburg, Lettland, Moldau, Litauen, Finnland und Estland sowie EU-Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa, zum Nationalfeiertag bei Sonnenschein auf dem Sophienplatz in Kiew. Dabei wurde in einer Schweigeminute auch der Opfer in dem seit viereinhalb Jahren dauernden russischen Angriffskrieg gedacht.<\/p>\n<p>Die Ukraine erlangte am 24. August 1991 ihre Unabh\u00e4ngigkeit von der Sowjetunion.<\/p>\n<p>Kampfansage an Putin: \u201eDie Ukraine wird das schaffen\u201c <\/p>\n<p>Selenskyj nutzte den Tag f\u00fcr eine Kampfansage an Kremlchef Wladimir Putin, der den Krieg begonnen hatte. Russland m\u00fcsse durch die Einheit der internationalen Gemeinschaft in die Knie gezwungen werden, sagte Selenskyj in einem Video. Er k\u00fcndigte darin weiteren Widerstand an. \u201eDie Ukraine wird das schaffen. Die Ukraine hat bereits Aufgaben bew\u00e4ltigt, die anfangs un\u00fcberwindbar schienen.\u201c<\/p>\n<p>Selenskyj sieht Putin mit seinen Kriegszielen gescheitert. Moskau habe untersch\u00e4tzt, wie entschlossen die Ukrainer um ihre Unabh\u00e4ngigkeit k\u00e4mpfen. Putin habe Russland gro\u00df machen wollen, heute gebe es lange Schlangen an den Tankstellen. Seine Soldaten w\u00fcrden von Kiews Armee auf dem Schlachtfeld \u201ezu D\u00fcnger\u201c gemacht. Zugleich schwor Selenskyj sein Land auf eine Fortsetzung der K\u00e4mpfe ein: \u201eWir m\u00fcssen unser Milit\u00e4r st\u00e4rken.\u201c F\u00fcr den Verteidigungsetat hatte er am Wochenende 30 Milliarden Euro von der EU gefordert.<\/p>\n<p>Hilfen aus Br\u00fcssel und London <\/p>\n<p>Die EU genehmigte einen Teil der Milliarden vor dem Hintergrund einer Versch\u00e4rfung der russischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen. \u201eW\u00e4hrend Russland seine Angriffe verst\u00e4rkt, weiten wir unsere Unterst\u00fctzung aus, damit die Ukraine ihre Bev\u00f6lkerung sch\u00fctzen und ihren Luftraum verteidigen kann\u201c, sagte Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen. Die Finanzhilfen sind Teil eines neuen Unterst\u00fctzungsdarlehens im Umfang von bis zu 90 Milliarden Euro. Es wird in mehreren Tranchen ausgezahlt.<\/p>\n<p>Burnham brachte bei seinem Besuch ein Geschenk mit: London wird Kiew die Produktion weitreichender Marschflugk\u00f6rper erm\u00f6glichen. Gro\u00dfbritannien werde trotz \u201eunerh\u00f6rter Drohungen\u201c aus Moskau die Ukraine weiterhin in ihrem Abwehrkampf unterst\u00fctzen, sagte Burnham. Er wollte von Kiew aus eine Videoschalte der Koalition der Willigen leiten \u2013 dazu geh\u00f6rt auch Deutschland als wichtigster Unterst\u00fctzer der Ukraine.<\/p>\n<p>Die Regierung in London erlaubt dem franz\u00f6sisch-britisch-italienischen R\u00fcstungsunternehmen MBDA die Weitergabe geheim eingestufter Informationen, um Kiew die Fertigung von Marschflugk\u00f6rpern vom Typ Scalp zu erm\u00f6glichen. Die Freigabe der Informationen f\u00fcr die britischen Komponenten der Marschflugk\u00f6rper erm\u00f6gliche es der Ukraine und auch Frankreich, eine Produktion in der Ukraine zu etablieren, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Kiews Milit\u00e4r nutzt die von Gro\u00dfbritannien und Frankreich bereitgestellten Marschflugk\u00f6rper mit einer Reichweite von mehr als 250 Kilometern bereits. In Gro\u00dfbritannien wird das Geschoss Storm Shadow genannt, in Frankreich Scalp. Die Marschflugk\u00f6rper erm\u00f6glichen der Ukraine pr\u00e4zise Angriffe auch weit im russischen Hinterland.<\/p>\n<p>In Moskau warf Kremlsprecher Dmitri Peskow London vor, \u201e\u00d6l ins Feuer\u201c des Kriegs zu gie\u00dfen. Gro\u00dfbritannien sei Kriegspartei und schmiede \u201eIntrigen, um auch nur die geringste Entwicklung eines friedlichen Prozesses der Regulierung zu verhindern\u201c, sagte er. Russland droht demnach mit \u201eeiner Zerst\u00f6rung der entsprechenden Objekte\u201c.<\/p>\n<p>Lage in der Ukraine gilt weiter als schwierig <\/p>\n<p>Die Ukraine fordert in ihrem Kampf gegen Russlands Invasion neben Milit\u00e4rhilfe \u2013 vor allem bei der Flugabwehr russischer Angriffe mit ballistischen Raketen \u2013 nicht zuletzt einen gr\u00f6\u00dferen Sanktionsdruck auf Moskau. Zugleich k\u00e4mpft sie mit Personalproblemen an der Front. Die Lage in dem in die EU strebenden Land gilt zudem innenpolitisch als schwierig, weil es politische Machtk\u00e4mpfe gibt und immer neue Korruptionsskandale aufgedeckt werden.<\/p>\n<p>In der EU werden die Entwicklungen in der Ukraine mit einer Mischung aus Anerkennung und Sorge beobachtet. An der Front hat das Land verhindert, dass Moskaus Sommeroffensive zu einem gr\u00f6\u00dferen Durchbruch f\u00fchrte, und in einem Sektor seit Jahresbeginn sogar erhebliche Gebiete zur\u00fcckerobert. Hinzu kommt, dass Kiew mit Langstreckendrohnen erfolgreich russische \u00d6lanlagen, Logistikzentren, Flugpl\u00e4tze und andere milit\u00e4risch-industrielle Ziele attackiert.<\/p>\n<p>Zugleich intensiviert Russland seine Raketen- und Drohnenangriffe auf ukrainische St\u00e4dte und Infrastruktur. Das f\u00fchrte zuletzt zu den h\u00f6chsten zivilen Opferzahlen seit den ersten Kriegsmonaten. Die EU will die Ukraine weiter st\u00e4rken. \u201eWir werden die Ukraine weiter so lange und so umfassend wie n\u00f6tig unterst\u00fctzen\u201c, versprach Ratspr\u00e4sident Costa in Kiew. Seit Kriegsbeginn seien mehr als 220 Milliarden Euro mobilisiert worden; weitere Hilfen seien in Vorbereitung. Auch die Sanktionen gegen Russland zeigten Wirkung.<\/p>\n<p>\u00a9 dpa-infocom, dpa:260824-930-573776\/3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Ukraine hat zum 35. 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