{"id":87268,"date":"2026-08-24T14:28:13","date_gmt":"2026-08-24T14:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/87268\/"},"modified":"2026-08-24T14:28:13","modified_gmt":"2026-08-24T14:28:13","slug":"atomkraft-uran-aus-russland-umweltministerium-fordert-eu-sanktionen-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/87268\/","title":{"rendered":"Atomkraft &#8211; Uran aus Russland? Umweltministerium fordert EU-Sanktionen &#8211; Wissen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Lingen (dpa) &#8211; Angereichertes Uran aus <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Russland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> k\u00f6nnte laut Anti-Atomkraft-Initiativen noch heute in die Brennelementefabrik im nieders\u00e4chsischen Lingen gebracht werden. Mehrere Organisationen k\u00fcndigten eine Demonstration dagegen an. \u201eWas wir heute erleben, ist ein erschreckendes Zeichen daf\u00fcr, wie stark die Atomindustrie von der Kooperation mit dem Kreml abh\u00e4ngig ist \u2013 und auch die Bundesregierung billigt leider weiterhin diese Uranimporte und die Verarbeitung zu Brennelementen in Lingen\u201c, kritisierte Matthias Eickhoff vom Aktionsb\u00fcndnis M\u00fcnsterland gegen Atomanlagen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das Bundesumweltministerium best\u00e4tigte den Transport von Kernbrennstoffen nach Lingen auf Nachfrage nicht: \u201eAus Gr\u00fcnden des Geheimschutzes\u201c k\u00f6nnten die erbetenen Angaben, auch zum Zweck und Umfang des mutma\u00dflichen Imports aus Russland, nicht weitergegeben werden, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Brennelemente f\u00fcr AKWs russischer Bauart<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In der Fabrik in Lingen darf die Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF), die zum franz\u00f6sischen Framatome-Konzern geh\u00f6rt, sechseckige Brennelemente f\u00fcr Atomkraftwerke russischer Bauart herstellen. Solche VVER-Reaktoren stehen vor allem in Mittel- und Osteuropa. Die Fertigung soll mit russischen Lizenzen, russischer Technik und Maschinen der Rosatom-Tochter TVEL erfolgen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/7b420e0b-4f80-4cbb-bffd-a5b640341366.jpg\"   alt=\"Niedersachsens Umweltminister Meyer spricht vor dem stillgelegten AKW Emsland mit Anti-Atomkraft-Aktivisten. (Archivbild)\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Niedersachsens Umweltminister Meyer spricht vor dem stillgelegten AKW Emsland mit Anti-Atomkraft-Aktivisten. (Archivbild) Lars Klemmer\/dpa<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Erst Ende Juli hatte das nieders\u00e4chsische Umweltministerium eine entsprechende Erweiterung der Brennelementefabrik im Auftrag des Bundes unter Auflagen genehmigt. Der Bund hatte dem Land vorher mitgeteilt, dass es nach der aktuellen Einsch\u00e4tzung der Sicherheitsbeh\u00f6rden des Bundes zur Risikolage in Bezug auf Sabotage oder Spionage keine M\u00f6glichkeit gebe, eine Genehmigung zu versagen.<\/p>\n<p>Niedersachsens Minister gegen \u201eGesch\u00e4fte mit Putin\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer kritisierte das heute erneut. \u201eGesch\u00e4fte mit Putin sollten gerade im sensiblen Atomsektor unterbleiben\u201c, sagte der Gr\u00fcnen-Politiker. Es sei bedauerlich, dass es von Bundeskanzler Friedrich Merz oder Au\u00dfenminister Johann Wadephul (beide CDU) kein Wort zur Kooperation der ANF mit dem russischen Atomkonzern Rosatom in Lingen gebe. Meyer hinterfragte zudem, warum der Bund keine Risiken f\u00fcr die innere und \u00e4u\u00dfere Sicherheit durch Spionage oder Sabotage sehe, die dem Land die M\u00f6glichkeit gegeben h\u00e4tten, die Genehmigung zu verweigern.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das Bundesumweltministerium erkl\u00e4rte, es habe wiederholt zum Ausdruck gebracht, dass es eine Kooperation mit einem russischen Staatskonzern kritisch sehe. Das geeignete Instrument, damit umzugehen, seien EU-weite Sanktionen auch f\u00fcr den Nuklearbereich. F\u00fcr diese habe es aber bisher keine Mehrheit gegeben. \u201eDaher machen wir uns weiterhin daf\u00fcr stark, dass es zu EU-Sanktionen gegen Russland im Nuklearbereich kommt\u201c, erkl\u00e4rte ein Sprecher.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260824-930-576176\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lingen (dpa) &#8211; Angereichertes Uran aus Russland k\u00f6nnte laut Anti-Atomkraft-Initiativen noch heute in die Brennelementefabrik im nieders\u00e4chsischen Lingen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":87269,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[28621,28620,218,82,333,21,22,236,2749,35,385,1793],"class_list":["post-87268","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-advanced-nuclear-fuels-gmbh","tag-atom","tag-ausland","tag-deutschland","tag-energie","tag-eu","tag-europaeische-union","tag-frankreich","tag-niedersachsen","tag-russland","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-wissen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87268","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=87268"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87268\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/87269"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=87268"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=87268"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=87268"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}