{"id":87304,"date":"2026-08-24T14:57:14","date_gmt":"2026-08-24T14:57:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/87304\/"},"modified":"2026-08-24T14:57:14","modified_gmt":"2026-08-24T14:57:14","slug":"trittbrettfahrer-massive-eu-einmischung-gegen-neutralitaets-initiative-aussenminister-cassis-verteidigt-neutralitaetswidrige-uebernahme-der-eu-sanktionen-schweiz-faellt-zurueck-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/87304\/","title":{"rendered":"\u00abTrittbrettfahrer\u00bb: Massive EU-Einmischung gegen Neutralit\u00e4ts-Initiative. Aussenminister Cassis verteidigt neutralit\u00e4tswidrige \u00dcbernahme der EU-Sanktionen. Schweiz f\u00e4llt zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Gr\u00fcezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wundersch\u00f6nen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begr\u00fcsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabh\u00e4ngig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Montag, dem 24. August 2000. Und 26. Ex-Schweden-Premier, die Schweizer sind Trittbrettfahrer. Karl Bild, Politveteran und weltbekannter Diplomat, warnt die Schweiz vor einer Annahme der Neutralit\u00e4tsinitiative. Unser Land, das von der NATO-Sicherheit profitiere, w\u00fcrde an Handlungsf\u00e4higkeit verlieren. Das ist die Titelgeschichte des heutigen Tagesanzeigers. und es wird keinen Aufschrei wegen ausl\u00e4ndischer Einmischung. in unseren Abstimmungskampf geben. Das ist ja ein weiterer Gipfel der L\u00e4cherlichkeit im Zusammenhang jetzt mit dieser Abstimmung. Sie erinnern sich, als die russische Sprecherin des Aussenministeriums, Maria Sakharova, die schweizerische Neutralit\u00e4t als nicht mehr glaubw\u00fcrdig bezeichnete und zu Recht darauf hinwies, dass die \u00dcbernahme von EU-Sanktionen, also die Teilnahme am Wirtschaftskrieg gegen Russland, ein Bruch, eine Verletzung der schweizerischen Neutralit\u00e4t darstelle, was 100% den Fakten entspricht, dann ist hier, dann ist in den Zeitungen ein riesiges Get\u00f6se losgegangen. Man verbitte sich diese Einmischungen. Aussenministerin Yacio Cassis hat in einem NZZ-Interview am letzten Freitag auch nochmal darauf hingewiesen, also das sei fundamental neu, dass sich andere Staaten in die schweizerische Innenpolitik einmischen. Auf welchem Planeten hat Gassis eigentlich gelebt in den letzten Jahren? Die Europ\u00e4ische Union, die EU-Staaten mischen sich st\u00e4ndig in unsere Abstimmungsk\u00e4mpfe ein. Wenn es irgendetwas gibt, was ihnen nicht passt, dann reisst da einer die Klappe. um den Schweizern also bitte sch\u00f6n den Tarif durchzugeben. Und jetzt haben wir Karl Bildt, aber Sie k\u00f6nnen sich sicher sein, dass es keinen Aufschrei gegen Karl Bildt geben wird. Nein, das sind eben schon sehr bedenkenswerte Anregungen, wohlmeinende Vorst\u00f6sse. Und die Tragik in diesem Interview liegt einfach darin, ich will dem Schweden gar keinen Vorwurf machen, die Tragik liegt nat\u00fcrlich darin, dass ein gewisser Fabian Fellmann vom Tagesanzeiger. Selber offenkundig gar nicht weiss, was die Neutralit\u00e4t ist. Und Karl Bild weiss auch nicht, was genau in dieser Neutralit\u00e4tsinitiative festgeschrieben ist. Dass uns nun also die Schweden mit ihrer mittlerweile nicht mehr vorhandenen Neutralit\u00e4t die Neutralit\u00e4t erkl\u00e4ren m\u00fcssen, ist auch schon eine Pointe, wenn es nicht ein so ernstes Thema w\u00e4re. Schweizerische Neutralit\u00e4t, man muss das heute wieder erkl\u00e4ren. Schweizerische Neutralit\u00e4t, und das hat eben ihre Glaubw\u00fcrdigkeit \u00fcber Jahrhunderte hinweg ausgemacht, ist immerw\u00e4hrend, eben nicht situativ, von Fall zu Fall und mal so ein bisschen opportunistisch, wie das hier der fr\u00fchere Premierminister schildert mit dem Beispiel Schweden, ja, dass man halt immer etwas geschaut habe, wie viel Neutralit\u00e4t es denn sein d\u00fcrfte. Nein, in der Schweiz hat man eine strikte, eine immerw\u00e4hrende Neutralit\u00e4t gepflegt. Und nat\u00fcrlich sch\u00fctzt die Neutralit\u00e4t alleine nicht im Kriegsfall. Nur weil einer neutral ist, heisst das noch nicht, dass ein anderer, ein aggressives Land oder ein Land, das glaubt, so seine politischen Ziele erreichen zu k\u00f6nnen, nicht die Grenzen eines neutralen Staates verletzt. Das haben wir in der europ\u00e4ischen Geschichte immer wieder gesehen. Beispiel Belgien, die sind gleich zweimal von den Deutschen \u00fcberrannt worden. Und da kommt eben der zweite essentielle Aspekt ins Spiel. Bewaffnet. Nat\u00fcrlich muss die Schweiz glaubw\u00fcrdig mit einer eigenen Armee bewaffnet sein. Und w\u00e4hrend des Kalten Kriegs, als die Kriegsgefahr den Schweizern noch st\u00e4rker bewusst war, hat man viel mehr Geld f\u00fcrs Milit\u00e4r ausgegeben und entsprechend viel weniger f\u00fcr den Sozialstaat. Und heute hat man, analog zum Trend der europ\u00e4ischen L\u00e4nder, vor allem f\u00fcr den Sozialstaat das Geld ausgegeben und ist nicht mehr bereit, f\u00fcr den Ernstfall eben so viel Geld zu mobilisieren. Das ist das grosse Problem. Problem jetzt da, all dieser R\u00fcstungspolitiker, dass im Grunde gar keine Zahlungsbereitschaft mehr vorhanden ist. Jetzt wollen sie die Steuern erh\u00f6hen, weil sie nicht in der Lage sind, unser Bundesbudget umzuschichten. Verteidigung. Ja, was meinen Sie, warum sind die Deutschen im Zweiten Weltkrieg nicht in die Schweiz einmarschiert? Nat\u00fcrlich, weil die Schweizerische Armee unter Henri Guison bereit war, bis zum \u00c4ussersten diese Neutralit\u00e4t mit der Redwich-Strategie mit der Konzentration der Kr\u00e4fte in die Alpenp\u00e4sse zu retten, zu verteidigen. Und da ist dann der Eintrittspreis, selbst f\u00fcr die am Anfang \u00fcberm\u00e4chtig scheinende Wehrmacht, zu gross gewesen. Ja, die Schweiz hat auch mit Anpassung und Widerstand moduliert, aber die Behauptung, die jetzt wieder in den Zeitungen kommt und \u00fcbrigens auch von Karl Bild wiederholt wird, die Schweiz habe sich nicht neutral verhalten. Die Schweden ja auch nicht, aber er m\u00f6chte das nicht kritisieren. Ich meine, die Schweden haben Divisionen der Wehrmacht durchmarschieren lassen durch ihr Gebiet. Wir haben unsere Landesgrenzen verteidigt, wir haben deutsche Flugzeuge abgeschossen, wir haben auch alliierte Flugzeuge abgeschossen oder zur Landung gezwungen. Das ist die schweizerische Neutralit\u00e4t, meine Damen und Herren. Da wird so viel Unsinn erz\u00e4hlt. Also, immer w\u00e4hrend&#8230; Bewaffnet, das heisst glaubw\u00fcrdige Abschreckung, Erh\u00f6hung des Eintrittspreises. Und drittens nat\u00fcrlich umfassend, das heisst auch nicht-milit\u00e4rische Kampfmittel umfassend. Diplomatie und Wirtschaft, das ist ja der&#8230; Der gr\u00f6sste Unsinn, der jetzt von den Neutralit\u00e4tsgegnern behauptet wird, von den Gegnern der Initiative, ist, dass sie sagen, das sei viel zu bindend, viel zu starr, viel zu unflexibel. Wir m\u00fcssen doch Sanktionen ergreifen k\u00f6nnen im Interesse unseres Landes. Seit wann ist es im Interesse unseres Landes, Sanktionen zu ergreifen gegen Drittstaaten, die sich mit anderen Staaten in einem Krieg befinden? Das ist ein Eingreifen in diesen Krieg. Wenn ich jemandem das Portemonnaie wegnehme, dann ist das eine Art Wirtschaftskrieg gegen jene Person. Man k\u00f6nnte es auch Diebstahl nennen. Die Schweiz hat ja auch Verm\u00f6genswerte von russischen, von niederlassungsberechtigten Russen in der Schweiz einfach auf Kommando der Europ\u00e4ischen Union eingefroren. Ist das ein neutraler Akt? Ist das freundlich, wenn ich jemandem das Portemonnaie wegnehme? Der Grad an politischer Esoterik ist also erschlagend in diesem Zusammenhang. Aber es ist&#8230; eben auch nachvollziehbar und verst\u00e4ndlich, denn nichts ist schwerer zu ertragen als eine Folge von guten Tagen. Die Schweiz ist eben in der Wohlstands- und Friedensnarkose nach 80 Jahren nicht mehr in der Lage, viele Schweizer sind es nicht, diese existenziellen Dimensionen zu erfassen. Die Neutralit\u00e4t ist ein Zentralthema und ich kann Ihnen sagen, warum es f\u00fcr mich ein so akutes Thema ist, weil eben, wie bekannt, meine Grosseltern Auslandsschweizer den Zweiten Weltkrieg in Deutschland erlebt haben. Und meine ganze Kindheit war voll mit Erz\u00e4hlungen aus dieser Zeit. Bombardierung deutscher St\u00e4dte, insbesondere K\u00f6nigsberg. Und irgendwann einmal, mit dem kindlichen Gem\u00fct, schaut man das an oder h\u00f6rt man sich das an wie eine Art Kriegsfilm in der Fantasie. Mit der Zeit kommen dann die politischen Fragen. Ja, warum? Ist denn in Deutschland, wenn Sie das erste Mal in Deutschland waren damals, warum sehen diese St\u00e4dte so komisch aus? Warum haben die alle so eine Architektur wie diese Fallerh\u00e4uschen in den Modelleisenbahnen? Was ist jetzt genau da das Problem? Und dann, mit der Zeit d\u00e4mmert es einem. Aha, weil die Deutschen, die wollten eben Grossmacht spielen, die haben da Kriege angezettelt, haben sich auch in Kriege reinziehen lassen usw. sind in diese Eskalationsdynamiken hineingerutscht, in diesen Wahnsinn der Machtpolitik. Und in der Schweiz war es anders. Wir sind neutral geblieben. Wir haben gesagt, nein, wir mischen uns nicht ein. Nicht einmischung, aber die gilt dann eben auch glaubw\u00fcrdig. Sie k\u00f6nnen doch nicht glaubw\u00fcrdig neutral sein, wenn Sie sich milit\u00e4risch zur\u00fcckhalten, aber dann im Wirtschaftskrieg mitmachen, weil Sie Angst haben, dass Ihr Nachbar&#8230; der im Krieg der anderen mitk\u00e4mpft, dass der dann b\u00f6se auf sie sein k\u00f6nnte. Ich meine, das ist im Grunde die Position dieser Neutralit\u00e4tsbek\u00e4mpfer. Und es ist ja kein Zufall, dass Karl Bild, einer der Architekten des schwedischen EU-Beitritts, dass der jetzt so vehement sich gegen die schweizerische Neutralit\u00e4t einsetzt. Da sieht man eben, dass Unabh\u00e4ngigkeit auch nicht&#8230; EU-Beitritt und Neutralit\u00e4t zusammengeh\u00f6ren. Nat\u00fcrlich m\u00f6chte die EU die Schweiz in die EU reinziehen, immer enger anbinden. Klar, weil wir hier noch eine Kasse haben, weil wir noch Geld haben. Man m\u00f6chte ans Geld der Schweizer. Jetzt zieht man uns rein und, Sie sehen es, die Unabh\u00e4ngigkeit wird auch nicht mehr respektiert, weil wir nachgegeben haben. Und der Mann, der da an zentraler Stelle nachgegeben hat, ist Ignacio Gassis und er verteidigt Dieses windelweiche Neutralit\u00e4tsverst\u00e4ndnis in der Neuen Z\u00fcrcher Zeitung auf fast zwei Seiten. Eben auch dieses Russland-Einmischungsargument, was v\u00f6llig l\u00e4cherlich ist, wenn ein Land, wir gegen\u00fcber haben schon Inder und Chinesen gesagt, die Schweiz sei nicht mehr neutral. Sogar US-Pr\u00e4sident Joe Biden hat gesagt, die Schweiz sei nicht mehr neutral. Sogar die Schweiz beteilige sich da an den Sanktionen gegen Russland. Das ist die allgemeine Verwirrung. Was interessant ist und was vielleicht den Bef\u00fcrwortern der Initiative etwas R\u00fcckenwind geben k\u00f6nnte, ist Folgendes. Die Gegner der Initiative haben keine Argumente. Sie haben einfach diese scherbenden Ausfl\u00fcchte, diese v\u00f6llig inkonsistenten und inkongruenten Ausschweifungen, die intellektuellen, auch die Geschichtsklitterung, die jetzt im Zusammenhang mit diesem Bildinterview zutage kommen, oder auch die Umdeutung der Rolle von General Henri Guisan. Also das ist ja unglaublich, was da zusammenfabuliert wird, als ob Henri Guisan, der Weltkriegsgeneral der Schweiz, ein Gegner der Neutralit\u00e4t gewesen w\u00e4re, weil er in Vorbereitung und nat\u00fcrlich in klarer Durchschauung des aggressiven Charakters der nationalsozialistischen Herrschaft In Deutschland hat er schon vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs Geheimgespr\u00e4che, aber eben Geheimgespr\u00e4che gef\u00fchrt mit Frankreich, um sich f\u00fcr den eventuellen Notfall abzusichern. Warum? Weil die Schweiz eben in den 30er Jahren ihre Nachr\u00fcstung auch vernachl\u00e4ssigt hatte, weil sie genau das gemacht hat, was man heute der Schweiz empfiehlt, n\u00e4mlich sich auf die kollektive Sicherheit und auf B\u00fcndnisse zu verlassen mit der NATO. Und wenn man das macht, dann wirst du sicher \u00fcberrannt. Das ist \u00fcbrigens auch Belgien passiert, Holland. um Polen im Zweiten Weltkrieg. Die Polen haben sich darauf verlassen, dass die Briten ihnen helfen, wenn die Deutschen angreifen oder ihnen mit Krieg drohen. Die Briten sind dann aber nicht gekommen, beziehungsweise erst viel sp\u00e4ter, als Polen bereits zerst\u00f6rt und Hunderttausende abgeschlachtet worden sind. Das ist die Sicherheit der Koalitionen, meine Damen und Herren. Nein, Koalitionen ziehen einen in Kriege hinein. Diese Wahrscheinlichkeit ist gr\u00f6sser, haben wir im europ\u00e4ischen Kontext immer wieder gesehen. aber&#8230; Wenn man dann will, dass die Kavallerie kommt zum Kleinen, dann kannst du es vergessen, die kommt in den allerseltensten F\u00e4llen. Jetzt aber in ihrer Verzweiflung versuchen diese Neutralit\u00e4tsgegner einfach den Weltkriegsgeneral dermassen zu vergewaltigen, dass sie sagen, ja der habe ja diese Geheimgespr\u00e4che gef\u00fchrt. Das sei eine Verletzung der Neutralit\u00e4t. Er h\u00e4tte auch mit der Wehrmacht sprechen m\u00fcssen vor dem Zweiten Weltkrieg, um sich gegen einen Angriff abzusichern. Das ist ja der pure Schwachsinn, was da behauptet wird. Nein, Guison hat in einer Situation, die f\u00fcr die Schweiz sich bereits als existenzielle Bedrohung herauszukristallisieren, begann, diese geheimen Eventualabsprachen getroffen. Eine Neutralit\u00e4tsritzung mit dem Ziel, die Schweiz und ihre Unabh\u00e4ngigkeit zu verteidigen. Aber es ist nicht das, was&#8230; heute die Guisan-Umdeuter damit meinen. Sie sagen n\u00e4mlich, wir sollten uns offen enger an die NATO binden. Wir sollten offen enger mit der EU kooperieren. Das w\u00e4re wie wenn Guisan vor dem Zweiten Weltkrieg auf dem roten Teppich mit Frankreich verhandelt h\u00e4tte. Das hat er nicht gemacht. Seine Absprachen sind in der Neutralit\u00e4tsinitiative sozusagen als Echo vorhanden, denn die Initiative sagt, Keine B\u00fcndnisse, die uns in Kriege hineinziehen k\u00f6nnen. Keine Teilnahme an fremden H\u00e4ndeln, sowohl diplomatisch, wirtschaftlich wie auch milit\u00e4risch. Aber f\u00fcr den Fall, dass sich abzeichnet, dass die Schweiz angegriffen werden k\u00f6nnte, ist sie nicht mehr gebunden an die Neutralit\u00e4t. Und das war immer so, dass die Schweiz kooperiert hat oder sich f\u00fcr den Ernstfall auf Kooperationen eingestellt hat. Hier wird wieder ein k\u00fcnstlicher Gegensatz aufgebaut. Meine Damen und Herren, Die Neutralit\u00e4t der Schweiz ist die Grundlage gewesen und immer noch f\u00fcr sein oder nicht sein unseres Staates. Eine Conditio sine qua non. Und Sie merken es, nachdem die Schweiz, der Bundesrat, die Neutralit\u00e4t jetzt bereits ins Wanken gebracht hat, mischen sich da immer drastischer, vor allem auch EU-Politiker, und die mischen sich dann wirklich ein. Der Au\u00dfenminister Wadephul aus Deutschland am letzten Mittwoch. Nicht zu neutral werden, ihr Schweizer Und jetzt Karl Bildt. Noch ein Wort zu den Deutschen. Da werde ich dann in der internationalen Ausgabe noch was dazu sagen. Die deutsche Politik wird mir zusehends unheimlich. Wenn da der deutsche Kanzler sagt, wir wollen wieder die st\u00e4rkste konventionelle Armee in Europa haben. Diese unglaubliche, klirrende Rhetorik. Und gleichzeitig haben sie f\u00fchrende Zeitungsorgane, die an&#8230; \u00f6ffentlichen Veranstaltungen in Serbien, das ber\u00fchmte Beispiel, da der Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ganz offen den ukrainischen Pr\u00e4sidenten fragt, was m\u00fcssen wir tun, um noch mehr Russen zu t\u00f6ten, also pardon, russische Soldaten. Also hier empfesseln sich doch auf Seite der Deutschen wieder so uralte, kriegerisch arrogante, anmassende, \u00fcberhebliche Fantasien, Energien, obwohl die Deutschen, also die deutsche Politik im Moment ja nichts auf die Reihe kriegt, nicht einmal die Unp\u00fcnktlichkeit der eigenen Zugfahrpl\u00e4ne, beziehungsweise die Fahrpl\u00e4ne sind ja noch p\u00fcnktlich in dem Sinn, aber die Z\u00fcge fahren nicht mehr. Nicht mal das kriegt man auf die Reihe, aber selbstverst\u00e4ndlich einen Krieg mit Russland. Schweizerische Unabh\u00e4ngigkeit, das grosse Thema. Neutralit\u00e4t. Und heute auch noch ein Interview mit dem Anwalt Philippe Zurckinden, auch in der NZZ zum Thema EU-Vertr\u00e4ge. Der damalige Kritiker des Rahmenabkommens ist jetzt ein Gn\u00e4diger. dieser neue Vertrag sei Viel, viel besser. Aber der entscheidende Satz ist gleich am Anfang. An der dynamischen Rechts\u00fcbernahme und der Rolle des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs, des EuGH, hat sich nichts ge\u00e4ndert. Das heisst, die Schweiz unterwirft sich mit diesen Vertr\u00e4gen, die aber so abgezirkelt werden, dass sie harmlos wirken. Aber am Ende des Tages das Problem bleibt, das ist \u00fcberhaupt nicht angefasst worden. Die Schweiz wirft sich mit diesen Vertr\u00e4gen dem EU-Recht. und der EU-Gerichtsbarkeit den EU-Sanktionen unterwerfen. Das heisst, wir sind nicht mehr frei. Unsere direkte Demokratie ist nicht mehr vorhanden in diesen Bereichen. Und das soll dann gelten in allen auch zuk\u00fcnftigen Vertragsverh\u00e4ltnissen mit der Europ\u00e4ischen Union. Das ist also ein Beitritt, ein EU-Beitritt auf Raten, Abgabe der Souver\u00e4nit\u00e4t. Und gleichzeitig sollen wir auch noch viel mehr Geld daf\u00fcr zahlen. Und es kommen EU-Exponenten wie diese Carl Bildt, die uns dann nat\u00fcrlich als Tripp-Rep-Fahrer bezeichnen. Sie k\u00f6nnen sich vorstellen, was dann l\u00e4uft. Man wird uns immer mehr reinziehen, wir sind im Begriff, die Schweiz aufzugeben. Meine Damen und Herren, wir sind im Begriff aufzugeben. Und es ist himmeltraurig, dass eine Zeitung wie die Neue Z\u00fcrcher Zeitung, eine traditionsreiche Schweizer Zeitung, die es schon gab, bevor wir unseren modernen Bundesstaat hatten, dass diese ausgerechnet, diese Zeitung, sich zum Sprachrohr dieser Schweiz&#8230; Erledigung dieser Schweizpreisgabe, dieser Schweizabschaffung macht Gegenst\u00fcck. Oswald Gr\u00fcbel in der Sonntagszeitung, der substanziellste Beitrag jetzt an diesem Wochenende. Und er sagt es deutlich, treten wir der EU bei, glaube ich nicht, dass es die Schweiz in 50 oder 100 Jahren noch g\u00e4be. Sie w\u00fcrde in den Nachbarl\u00e4ndern langsam, aber sicher aufgehen. Das ist die Aussage von Gr\u00fcbel. Er hat ja schon oft gesagt, wenn die Schweiz sich an die EU ann\u00e4hern, wird sie ausgepl\u00fcndert. Er ist f\u00fcr die Neutralit\u00e4tsinitiative. Er k\u00f6nne zwar nicht abstimmen, ich habe keinen Schweizer Pass, aber w\u00e4re ich Schweizer, w\u00fcrde ich ja sagen. Wenn wir die Schweiz erhalten wollen, bleibt uns nichts anderes \u00fcbrig. Er hat recht, als konsequent neutral zu bleiben. Bezeichnend ist es schon, dass f\u00fcr dieses wichtige Anliegen der bilateralen Vertr\u00e4ge der Bundesrat kein St\u00e4nde mehr braucht. Mit dem Vertrag, dem EU-Vertrag, unterwerfen wir uns ausl\u00e4ndischer Gerichtsbarkeit. Als Aussenstehender frage ich mich, w\u00e4re eine Zustimmung der erste Schritt zu einer grundlegenden Ver\u00e4nderung neutral sein und gleichzeitig unter EU-Gerichtsbarkeit stehen? Geht nicht. Die Schweiz, wie wir sie kennen, w\u00fcrde es dann nicht mehr geben. Das ist die Situation, klar erkannt von Oswald Gr\u00f6bel-Fallmoretti. Und die brennende Bar von Grand Montana, da werden ja intensive Recherchen jetzt vorgelegt. Alle Befunde, die ich damals, glaube ich, am 2. Januar in meiner Sendung gemacht habe, Spezialsendung, das hat sich alles best\u00e4tigt. Es ist ein krimineller Akt. Das franz\u00f6sische Betreiberpaar hat betrogen. Die Verantwortung, dass \u00fcberhaupt so etwas passieren&#8230; konnte, dass so etwas nicht aus dem Verkehr gezogen wurde, trifft ein Teil der Verantwortung, trifft nat\u00fcrlich auch die Gemeinde in Gran Montana. Sehr verwirrliche Verquickungen, aber am Ende ist es ganz einfach. Man hat einfach den Job nicht gemacht und man hat da ein mutmasslich kriminelles Betreiberpaar einfach gew\u00e4hren lassen. Der Schweizer Geheimdienst warnt vor Handel mit China. Das greifen nat\u00fcrlich die Linken begierig auf. Ich bin ein Verfechter, ein Verteidiger dieses neu ausgehandelten, aktualisierten Freihandelsabkommens mit China. Und in der NZZ am Sonntag ist ein weiterer EU-Turbo, ein EU-Beitritts- und Unterwerfungsbef\u00fcrworter ganz gross im Spiel, n\u00e4mlich ein Professor der Hochschule in der&#8230; Das IMD in Lausanne, ein Wirtschaftsprofessor, der sich Sorgen macht \u00fcber den relativen Abstieg der Schweiz in wirtschaftlicher Hinsicht. Und sein Credo lautet dann, dass man eben sich der EU unterwerfen m\u00fcsse. Dies \u00fcbrigens auch der Tenor eines neuen Kolonisten der NZZ am Sonntag. ein Wirtschaftsprofessor, der bei der Aufz\u00e4hlung der grundlegenden Vorteile der Schweiz, der Wettbewerbsvorteile, die wichtigsten gar nicht nennt. Er sagt ja Fleisse, Rechtssicherheit, relativ massvolle Steuern und so weiter. Aber das Entscheidende, und das ist ja auch bezeichnend, dass das nicht mehr erkannt wird, die wirtschaftspolitischen Erfolgsfaktoren der Schweiz, das ist in erster Linie und vor allem andere ihre Staatsform. Die Staatsform der direkten Demokratie, der B\u00fcrger ist der Chef. Antizentralismus, Kantonlichkeit, F\u00f6deralismus, die Entscheidungen werden dort getroffen, wo sie sich auch am meisten auswirken und drittens nat\u00fcrlich immer w\u00e4hrend der bewaffneten Neutralit\u00e4t. Dadurch, dass die Schweiz sich mit dieser klugen, strikten, glaubw\u00fcrdigen Politik aus Weltkriegen herausgehalten hat und man muss sich auch aus dem aktuellen Weltkrieg heraushalten, dadurch ist sie \u00fcberhaupt zur Verm\u00f6gensbildung und Verm\u00f6gensanziehung. in der Lage gewesen. Und das wird heute, meine Damen und Herren, viel zu wenig gesehen. Wir m\u00fcssen das noch entschiedener und deutlicher nach vorne bringen. Umso mehr, als die Gegner der Initiative keine Argumente haben, sondern nur Beleidigungen. Sie schreien um sich. Putin-Initiative, f\u00fcnfte Kolonne, Faschismus. Ja, ich meine, sie entbl\u00f6den sich nicht einmal, verfechten diese Neutralit\u00e4tsinitiative, als Faschisten zu bezeichnen. Ich meine, wie bl\u00f6d. Kann man eigentlich sein, meine Damen und Herren. Und allein dies sollte Ihnen doch zeigen, und jetzt auch diese zunehmende Einmischung von Politikern aus der Europ\u00e4ischen Union, dass diese Neutralit\u00e4t etwas ganz Wichtiges ist und dass wir das unbedingt verteidigen m\u00fcssen um den heiligen Gral der Schweiz, n\u00e4mlich ihre Unabh\u00e4ngigkeit, das heisst ihre Volksrechte, ihre Rechte, dass wir die auch in Zukunft verteidigen. Und ohne Neutralit\u00e4t ist das futsch. Gehen wir auf, werden wir reingezogen und Ignazio Gassis, den ich damals noch auch gew\u00e4hlt habe, mitgew\u00e4hlt habe, um Himmels Willen, dieser Ignazio Gassis, er ist leider nicht der Mann, der hier auf die Barrikaden steigt und entsprechend dagegen h\u00e4lt, um diese schweizerische Errungenschaft, um die Schweiz zu verteidigen. Ich danke Ihnen f\u00fcr die Aufmerksamkeit. Es kommt gleich die internationale Ausgabe. Ich w\u00fcnsche Ihnen einen sch\u00f6nen Tag. Bis bald. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabh\u00e4ngig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgr\u00fcnden immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst&#8230; niemandem zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserkl\u00e4rung an die Meinungsvielfalt. Denn unabh\u00e4ngiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabh\u00e4ngig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen k\u00f6nnen, was wir eben machen. 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