{"id":87487,"date":"2026-08-25T04:22:11","date_gmt":"2026-08-25T04:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/87487\/"},"modified":"2026-08-25T04:22:11","modified_gmt":"2026-08-25T04:22:11","slug":"hitzewelle-verursacht-rekordzahl-an-todesfaellen-in-belgien-und-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/87487\/","title":{"rendered":"Hitzewelle verursacht Rekordzahl an Todesf\u00e4llen in Belgien und Europa"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Senioren starben in stickigen Wohnungen. Notrufe wurden in der Warteschleife gehalten. \u00c4rzte behandelten eine Flut von Menschen, die an der <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/schlagworte\/aa-wetter\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Hitze<\/a> erkrankt waren \u2013 teilweise auf Krankenstationen ohne Klimaanlage. Das sind Szenen, die sich k\u00fcrzlich an einem Sommerwochenende in Belgien, einem der reichsten L\u00e4nder der Welt, abgespielt haben. Sie sind zugleich eine Warnung f\u00fcr ganz Europa.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/attributionsstudie-rekordwaerme-in-europas-meeren-geht-auf-klimawandel-zurueck-115040329\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Europa ist der sich am schnellsten erw\u00e4rmende Kontinent<\/a>, doch gro\u00dfe Teile sind nach wie vor schlecht darauf vorbereitet. W\u00e4hrend Hitzewellen in diesem Sommer die L\u00e4nder heimsuchen, fordern sie Tausende Todesopfer \u2013 selbst in L\u00e4ndern mit starken Gesundheitssystemen. Allein in einer Woche Ende Juni gab es in Europa rund 16.000 \u00fcberz\u00e4hlige Todesf\u00e4lle, das hei\u00dft, es starben mehr Menschen als \u00fcblich. Belgien, Frankreich und Deutschland waren nach Angaben des European Mortality Monitoring Network am st\u00e4rksten betroffen.\n  <\/p>\n<p>            Belgiens Hitzewelle treibt Sterblichkeitsrate nach oben<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Belgien ist f\u00fcr K\u00e4lte und Feuchtigkeit bekannt, nicht f\u00fcr sengende Hitze. Es verzeichnete die h\u00f6chste Zahl an \u00fcberz\u00e4hligen Todesf\u00e4llen in Europa und ist damit ein Paradebeispiel daf\u00fcr, was schiefgelaufen ist. In Wallonien, der Region im S\u00fcden des Landes, lag die Sterblichkeitsrate zwischen Mitte Juni und Anfang Juli um 77 Prozent h\u00f6her als erwartet. Einige Krankenh\u00e4user waren \u00fcberlastet: Krankentragen und Patienten s\u00e4umten die Flure, und das medizinische Personal arbeitete in der unerbittlichen Hitze ohne Pausen.\n  <\/p>\n<p>    The New York Times<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Erleben Sie die Entwicklungen der US-Politik und Wirtschaft aus der Perspektive eines amerikanischen Mediums: W\u00f6chentlich finden Sie bei uns neue Artikel unseres Partners, der <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/special\/new-york-times\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">New York Times.<\/a>\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eJede Krise wird immer gravierender\u201c, sagte Yves Coppieters, Gesundheitsminister von Wallonien. \u201eDas ist es, was wir nicht vorhersehen k\u00f6nnen.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/der-klimawandel-ist-real-nicht-nur-bei-40-grad-114660954\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Der Klimawandel bedeutet<\/a>, dass dieses Problem h\u00f6chstwahrscheinlich bestehen bleiben wird. In ganz Europa \u201eglauben wir, dass die Sommer jetzt schon hei\u00df sind\u201c, sagte Joan Ballester Claramunt, Forschungsprofessor am Barcelona Institute for Global Health, der sich auf Klimawandel und Gesundheit spezialisiert hat. \u201eDie Zukunft, die wir vor Augen haben, k\u00f6nnte noch viel schlimmer sein.\u201c\n  <\/p>\n<p>            Minister Vandenbroucke fordert schnelle Lehren aus der Krise<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.mgpd.de\/img\/115042475\/crop\/c16_9-w100\/1823314122\/1647643383\/frank-vandenbroucke.jpg\" alt=\"Frank Vandenbroucke, der belgische Minister f\u00fcr Soziales und \u00f6ffentliche Gesundheit, fordert, schnell Lehren aus der Hitzewelle zu ziehen.\" title=\"Frank Vandenbroucke, der belgische Minister f\u00fcr Soziales und \u00f6ffentliche Gesundheit, fordert, schnell Lehren aus der Hitzewelle zu ziehen.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Frank Vandenbroucke, der belgische Minister f\u00fcr Soziales und \u00f6ffentliche Gesundheit, fordert, schnell Lehren aus der Hitzewelle zu ziehen.<br \/>\n    Foto: Yves Herman, dpa, BELGA<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Frank Vandenbroucke, der belgische Minister f\u00fcr Soziales und \u00f6ffentliche Gesundheit, fordert, schnell Lehren aus der Hitzewelle zu ziehen.<br \/>\n    Foto: Yves Herman, dpa, BELGA<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Belgien ist ein eklatantes Beispiel daf\u00fcr, warum Hitzewellen in L\u00e4ndern, die eher an k\u00fchles Wetter gew\u00f6hnt sind, t\u00f6dlich enden k\u00f6nnen. Die Notfallsysteme brachen in einigen F\u00e4llen unter dem Druck zusammen, und strukturelle Herausforderungen f\u00fchrten dazu, dass die Schw\u00e4chsten am meisten zu leiden hatten.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das f\u00f6derale Gesundheitsministerium verteidigte Teile der Ma\u00dfnahmen und wies darauf hin, dass die Krankenhauskapazit\u00e4ten w\u00e4hrend der Krise ausgebaut worden seien, r\u00e4umte jedoch ein, dass gewisse Ver\u00e4nderungen notwendig seien. \u201eIch glaube, wir m\u00fcssen in der Tat schnell Lehren daraus ziehen\u201c, sagte Frank Vandenbroucke, der belgische Minister f\u00fcr Soziales und \u00f6ffentliche Gesundheit, Anfang letzten Monats vor den Abgeordneten.\n  <\/p>\n<p>            Hitze sorgt f\u00fcr au\u00dfergew\u00f6hnliche F\u00e4lle in der Notaufnahme<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    W\u00e4hrend der <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/schlagworte\/aa-wetter\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Hitzewelle<\/a> Ende Juni verzeichnete das MontL\u00e9gia-Krankenhaus in der belgischen Stadt L\u00fcttich einen so starken Ansturm von Patienten, dass in der Notaufnahme ges\u00fcndere Menschen vor\u00fcbergehend in den Fluren Schlange standen, damit diejenigen, die nicht mehr gerettet werden konnten, in Ruhe sterben konnten.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dr. Arnaud Detroz, der an jenem Wochenende Dienst hatte, berichtete, sein Team sei mit Hitzschlagf\u00e4llen konfrontiert worden, wie man sie sonst meist nur aus Lehrb\u00fcchern kenne. \u201eIn unseren L\u00e4ndern, in unseren Breitengraden, sind solche F\u00e4lle relativ selten\u201c, sagte er.\n  <\/p>\n<p>            Francken zeigt sich bei Hitze unbesorgt auf Instagram<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Belgien ist es nicht gewohnt, Hitze so ernst zu nehmen. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/klimawandel-hitze-in-europa-aerzte-dringen-auf-verbindliche-massnahmen-114962447\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Zu Beginn der Hitzewelle im Juni<\/a> ver\u00f6ffentlichte Verteidigungsminister Theo Francken auf Instagram ein Bild von sich, auf dem er l\u00e4chelnd in der Sonne stand, mit der Bildunterschrift: \u201eEs ist zwei Tage lang warm, und anscheinend werden wir alle schon wieder sterben.\u201c Er kritisierte die Presse. \u201eGenie\u00dft das sch\u00f6ne Wetter\u201c, f\u00fcgte er hinzu. \u201eUnd LEBT!\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das Wetter wurde schnell zu einer Frage von Leben und Tod. Die Temperaturen schossen zwischen Mitte Juni und Anfang Juli in die H\u00f6he und \u00fcberschritten in Teilen Walloniens die 38-Grad-Marke. Die Tatsache, dass es noch fr\u00fch im Sommer war und die Menschen noch keine Gelegenheit hatten, sich anzupassen, versch\u00e4rfte die Gefahr, sagten Experten.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Am letzten Juniwochenende war die belgische Notrufzentrale laut medizinischen Verb\u00e4nden, v\u00f6llig \u00fcberlastet \u2013 deren Vertreter hatten sogar einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie gegen den Zusammenbruch protestierten. In einigen F\u00e4llen, so sagten sie, habe es zehn Minuten gedauert, bis man \u00fcberhaupt einen Mitarbeiter erreichte. Bernard Quintin, der belgische Innenminister, erkl\u00e4rte gegen\u00fcber den Abgeordneten, die durchschnittlichen Wartezeiten seien deutlich k\u00fcrzer gewesen, und wies darauf hin, dass zus\u00e4tzliches Personal eingesetzt worden sei.\n  <\/p>\n<p>            \u00c4rzte kritisieren lange Wartezeiten bei Schlaganfall und Herzinfarkt<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eWenn man bei einem Schlaganfall oder Herzinfarkt zehn Minuten warten muss, ist das ein ziemlich gro\u00dfes Problem\u201c, sagte Dr. Pierre-Louis Deudon, ein Allgemeinmediziner aus der Region Br\u00fcssel, der den Brief unterzeichnet hatte.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auch in Teilen Walloniens waren die Notaufnahmen \u00fcberlastet. Auf dem H\u00f6hepunkt der Hitzewelle stieg die Zahl der Rettungswagen, die im Grand H\u00f4pital de Charleroi \u2013 etwa eine Autostunde westlich von L\u00fcttich \u2013 eintrafen, von durchschnittlich 60 auf bis zu 110 pro Tag, sagte Dr. Laurent Peyskens, stellvertretender Leiter der Notaufnahme. \u201eEs war sehr erdr\u00fcckend\u201c, sagte Peyskens.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die H\u00e4lfte aller Notaufnahmen in Wallonien verf\u00fcgte \u00fcber keine Klimaanlage, sagte Dr. Phillippe Devos, Generaldirektor von Unessa, einem Verband belgischer Gesundheitsdienstleister in Br\u00fcssel und Wallonien.\n  <\/p>\n<p>            Wallonien erlebt t\u00f6dlichsten Tag seit Pandemiehoch<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    F\u00fcr Belgien scheint der 27. Juni der zweitt\u00f6dlichste Tag des 21. Jahrhunderts gewesen zu sein, nach einem Tag zu Beginn der Coronakrise. In Wallonien war der 28. Juni t\u00f6dlicher als die Hochphase der Pandemie im Jahr 2020.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eWir sollten auf jeden Fall eine Wiederholung bef\u00fcrchten\u201c, sagte Lo\u00efc Gillerot, Experte f\u00fcr Klimagesundheit am CERAC, einem unabh\u00e4ngigen belgischen Forschungszentrum, das Klimarisiken untersucht. \u201eDie Frage ist: Wird es diesen Sommer zu einer Wiederholung kommen?\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In Belgien wie auch anderswo traf die extreme Hitze die besonders gef\u00e4hrdeten Menschen am h\u00e4rtesten. In der Region Wallonien war die \u00dcbersterblichkeit mehr als doppelt so hoch wie in der n\u00f6rdlichen Region Flandern. Ein Teil des Problems liegt laut Experten darin, dass die Menschen in Wallonien im Durchschnitt ein geringeres Einkommen haben. Arme Menschen leiden h\u00e4ufiger unter Vorerkrankungen und haben oft keinen Zugang zu gut bel\u00fcfteten Wohnungen.\n  <\/p>\n<p>            Belgisches Institut Sciensano meldet \u00fcber 900 Todesf\u00e4lle in k\u00fcrzester Zeit<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.mgpd.de\/img\/115042019\/crop\/c16_9-w100\/1539578550\/1000397114\/nicht-wiederverwenden-new-york-times-hitzewelle-belgien2.jpg\" alt=\"Trotz Hitzewelle und hoher Temperaturen war dieser Marktplatz in Br\u00fcssel am 29. Juli 2026 stark besucht.\" title=\"Trotz Hitzewelle und hoher Temperaturen war dieser Marktplatz in Br\u00fcssel am 29. Juli 2026 stark besucht.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Trotz Hitzewelle und hoher Temperaturen war dieser Marktplatz in Br\u00fcssel am 29. Juli 2026 stark besucht.<br \/>\n    Foto: Ksenia Kuleshova, The New York Times<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Trotz Hitzewelle und hoher Temperaturen war dieser Marktplatz in Br\u00fcssel am 29. Juli 2026 stark besucht.<br \/>\n    Foto: Ksenia Kuleshova, The New York Times<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Etwa 85 Prozent der mehr als 900 zus\u00e4tzlichen Todesf\u00e4lle in Wallonien zwischen Mitte Juni und dem 1. Juli betrafen Menschen im Alter von 65 Jahren oder \u00e4lter, wie Zahlen von Sciensano, dem belgischen Institut f\u00fcr Gesundheitsdaten, zeigen. Alleinlebende Senioren mit geringem Einkommen waren laut Fachleuten aus dem Gesundheitswesen besonders gef\u00e4hrdet, da sich ihre H\u00e4user oder Dachgeschosswohnungen in gl\u00fchend hei\u00dfe Todesfallen verwandelten.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eDa gibt es Menschen, die isoliert und alt sind\u201c, sagte Devos. \u201eWir haben in den Notaufnahmen gesehen: Wenn Menschen in die Notaufnahme kamen, war es unm\u00f6glich, sie zu retten.\u201c Die Wohnsituation in Wallonien war Teil des Problems. Viele Wohngeb\u00e4ude sind in die Jahre gekommen und wurden so gebaut, dass sie W\u00e4rme im Inneren halten, nicht aber, dass sie diese abweisen.\n  <\/p>\n<p>            Belgier k\u00e4mpfen mit ungewohnter Sommerhitze<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.mgpd.de\/img\/115042060\/crop\/c16_9-w100\/681465992\/834831927\/nicht-wiederverwenden-new-york-times-hitzewelle-belgien3.jpg\" alt=\"Ein Mann findet am 29. Juli 2026 im Br\u00fcsseler Park in ein schattiges Pl\u00e4tzchen.\" title=\"Ein Mann findet am 29. Juli 2026 im Br\u00fcsseler Park in ein schattiges Pl\u00e4tzchen.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Ein Mann findet am 29. Juli 2026 im Br\u00fcsseler Park in ein schattiges Pl\u00e4tzchen.<br \/>\n    Foto: Ksenia Kuleshova, The New York Times<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Ein Mann findet am 29. Juli 2026 im Br\u00fcsseler Park in ein schattiges Pl\u00e4tzchen.<br \/>\n    Foto: Ksenia Kuleshova, The New York Times<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eEs ist ein Land, das kulturell als kalt gilt\u201c, sagte Gilles Vanvolsem, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Belgian Green Building Council. \u201eDie Menschen denken mehr daran, ihr Haus zu heizen, als es zu k\u00fchlen.\u201c Auch das Verhalten passte sich nicht an. Belgier, darunter auch Menschen mit Vorerkrankungen und ihre Pflegekr\u00e4fte, schienen sich bisweilen nicht bewusst zu sein, wie sie mit der Hitze umgehen sollten.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Deudon in Br\u00fcssel stellte beispielsweise fest, dass Menschen, die Antidepressiva und andere Psychopharmaka einnehmen, oft nicht darauf hingewiesen werden, dass sie einem h\u00f6heren Risiko ausgesetzt sind, und daher weiterhin wie gewohnt zur Arbeit gingen. Dr. Toon Ceyssens, ein Allgemeinmediziner in Flandern, teilte diese Sorge und wies darauf hin, dass auch Blutdruckmedikamente die Gefahr erh\u00f6hen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auf dem H\u00f6hepunkt der Hitzewelle war er alarmiert, als er sah, dass Bewohner einer Pflegeeinrichtung, in der er arbeitet, weiterhin Ausfl\u00fcge unternahmen. \u201eDie Pflegekr\u00e4fte und die Patienten nahmen die Hitzewelle nicht ernst genug\u201c, sagte er. Um das Hitzerisiko zu begrenzen, m\u00fcssen L\u00e4nder wie Belgien ihre \u201eKaltland-Mentalit\u00e4t\u201c ablegen, so die Experten.\n  <\/p>\n<p>            Patienten f\u00fcrchten Keime und Umweltbelastung durch K\u00fchlung<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ceyssens berichtete, dass Patienten oft z\u00f6gerten, eine Klimaanlage zu installieren, da sie bef\u00fcrchteten, <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wissenschaft\/Klimaanlagen-So-macht-Sie-die-Klimaanlage-nicht-krank-id34904562.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">diese k\u00f6nne sie krank machen, Keime verbreiten<\/a> und der Umwelt schaden. Die Belgier wollten \u201ekeine Amerikaner sein\u201c, die die Raumtemperatur auf 65 Grad einstellen, sagte er, doch er sah einen Mittelweg, bei dem schutzbed\u00fcrftige Menschen Zugang dazu h\u00e4tten.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eDie Einstellung zur Klimaanlage muss sich \u00e4ndern\u201c, sagte er. Andere sind anderer Meinung. Selbst einige belgische Beamte stehen einer zu starken Nutzung von Klimaanlagen skeptisch gegen\u00fcber, da sie bef\u00fcrchten, dass deren Einsatz das Stromnetz \u00fcberlasten und die St\u00e4dte noch hei\u00dfer machen k\u00f6nnte, indem hei\u00dfe Luft auf die Stra\u00dfen gepumpt wird.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eKlimaanlagen k\u00f6nnen in bestimmten Situationen angebracht sein, insbesondere f\u00fcr schutzbed\u00fcrftige Menschen oder bestimmte Geb\u00e4ude\u201c, sagte Simon Souris, Sprecher des wallonischen Ministers f\u00fcr Wohnungswesen und Energie. \u201eUnsere langfristige Strategie basiert jedoch nicht auf ihrem fl\u00e4chendeckenden Einsatz.\u201c\n  <\/p>\n<p>            Belgische Experten fordern mehr K\u00fchlr\u00e4ume und Ressourcen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Seit Juni haben belgische Experten Empfehlungen f\u00fcr mehr K\u00fchlr\u00e4ume und Ressourcen f\u00fcr schutzbed\u00fcrftige Menschen ausgesprochen. Die f\u00f6deralen Beh\u00f6rden arbeiten daran, Notrufe anders zu bearbeiten, sagten \u00c4rzte. Die Wohnungsbeh\u00f6rden in Wallonien f\u00fchren Ma\u00dfnahmen ein, um Renovierungen zu f\u00f6rdern.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dennoch bef\u00fcrchten medizinisches Personal und Experten f\u00fcr \u00f6ffentliche Gesundheit, dass die notwendigen Ver\u00e4nderungen \u2013 wie Verbesserungen im Wohnungsbau und in der Infrastruktur \u2013 mehr Zeit in Anspruch nehmen werden, als Belgien zur Verf\u00fcgung steht. In Mont-L\u00e9gia sind die \u00c4rzte weiterhin besorgt, dass die Beh\u00f6rden nicht gen\u00fcgend Ressourcen f\u00fcr die anhaltende Hitzegefahr bereitstellen werden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eAls Not\u00e4rzte k\u00f6nnen wir uns mit Todesf\u00e4llen abfinden, aber es ist etwas anderes, wenn man wei\u00df, dass sie auf ein systemisches Versagen zur\u00fcckzuf\u00fchren sind\u201c, sagte Dr. Mich\u00e8le Yerna, die die Notaufnahme in Mont-L\u00e9gia leitet. Das, f\u00fcgte sie hinzu, sei \u201eviel schwerer zu ertragen\u201c.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel ist urspr\u00fcnglich in der <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2026\/08\/15\/world\/europe\/belgium-heat-wave-deaths.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">New York Times<\/a> erschienen. Nach einer maschinellen \u00dcbersetzung wurde er von der Redaktion der Augsburger Allgemeinen gepr\u00fcft.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u00a9 2026 The New York Times Company\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Senioren starben in stickigen Wohnungen. Notrufe wurden in der Warteschleife gehalten. \u00c4rzte behandelten eine Flut von Menschen, die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":87488,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[2130,6,28667,3942,5703,1094,28666,4338,28665,12832],"class_list":["post-87487","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-belgien","tag-europa","tag-frank-vandenbroucke","tag-hitze","tag-hitzewelle","tag-krise","tag-notaufnahme","tag-todesfall","tag-wallonien","tag-wohnungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87487","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=87487"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87487\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/87488"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=87487"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=87487"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=87487"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}