{"id":87798,"date":"2026-08-25T16:07:11","date_gmt":"2026-08-25T16:07:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/87798\/"},"modified":"2026-08-25T16:07:11","modified_gmt":"2026-08-25T16:07:11","slug":"ex-bundespolizist-spricht-ueber-ceuta-und-kritisiert-eu-asylsystem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/87798\/","title":{"rendered":"Ex-Bundespolizist spricht \u00fcber Ceuta und kritisiert EU-Asylsystem"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"#focus-1\" class=\"transition-colors block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img   loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ansturm-auf-die-grenzanlagen-in-ceuta.jpg\" alt=\"Ansturm auf die Grenzanlagen in Ceuta.\" title=\"Ansturm auf die Grenzanlagen in Ceuta.\" width=\"2048\" height=\"1152\" class=\"h-full w-full max-w-full rounded-8\" decoding=\"async\"\/><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/zoom-in.f7dae02f.svg\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none absolute right-8 bottom-8 rounded-4 bg-snow p-8\" style=\"--width:32;--height:32\" decoding=\"async\"\/>Ansturm auf die Grenzanlagen in Ceuta. (Quelle: STR\/AP\/dpa)<\/a><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">In Ceuta ist aber der \u00fcberwiegende Gro\u00dfteil der Menschen bereits wieder nach Marokko zur\u00fcckgekehrt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Dennoch sind dort weiterhin Tausende, oftmals Minderj\u00e4hrige. Der einzige Weg f\u00fcr die Spanier, um die Situation aufzul\u00f6sen, ist, diesen Menschen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter die Weiterreise aufs Festland zu erlauben. Dann werden sie gr\u00f6\u00dftenteils nicht in Spanien bleiben, sondern weiterziehen. Deswegen mein Fazit: Es hat sich nichts ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Warum glauben Sie, dass GEAS scheitern wird?<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Was man bei GEAS gemacht hat, ist, die kleinen Zahnr\u00e4der zu drehen, aber nicht die gro\u00dfen. Man hat neue Fristen eingef\u00fchrt, die Identifizierung erweitert und so weiter. Aber das ist am Ende alles Makulatur. Wir hatten schon ein Asylsystem, das hie\u00df Dublin. Das hat schon nicht funktioniert.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Das Dublin-Abkommen sah vor, dass Menschen auf der Flucht ihren Asylantrag normalerweise in dem EU-Land stellen, das sie zuerst betreten haben.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Und daran haben sich viele nicht gehalten. Spanien, Italien und Griechenland waren dem Dublin-System unterworfen. Bei der ersten Belastungsprobe haben sie gesagt: Wir pfeifen darauf, wir halten uns nicht daran. Konsequenzen hatte das nicht. Warum sollten diese Staaten jetzt pl\u00f6tzlich all das umsetzen, wenn sie es vorher schon nicht umgesetzt haben?<\/p>\n<p><img   loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1787674031_184_image.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"1667\" height=\"1111\" class=\"h-full w-full max-w-full rounded-8\" decoding=\"async\"\/> (Quelle: Angela Garcia Zapata)Zur Person<\/p>\n<p class=\"pt-8 text-14 md:pt-8 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Jan Solwyn war fast 15 Jahre lang Bundespolizist, bevor er seinen Dienst quittierte. In der Zeit nahm er auch an Missionen der europ\u00e4ischen Grenzschutzagentur Frontex in Griechenland und Serbien teil. Mittlerweile lebt er in Israel und forscht am dortigen Institute for National Security Studies. In seinem neuen Buch &#8222;Europa zerbricht an seinen Grenzen&#8220; (Heyne Verlag) blickt er auf das europ\u00e4ische Asylsystem.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Deutschland geht inzwischen einen eigenen Weg. Bundeskanzler <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/friedrich-merz\/\" class=\"transition-colors cursor-pointer no-underline md:hover:text-magenta md:focus:text-magenta border-b border-solid border-current text-salemsfur md:hover:border-magenta\" data-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;category&quot;:&quot;intextLink&quot;,&quot;label&quot;:&quot;\/themen\/friedrich-merz\/&quot;}\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz<\/a> hat die Migrationswende ausgerufen: Seit mehr als einem Jahr gibt es versch\u00e4rfte Grenzkontrollen und Zur\u00fcckweisungen von Asylgesuchen. Hat das einen tats\u00e4chlichen Nutzen?<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Das ergibt keinen Sinn. Entweder wir sagen, der Schengenraum funktioniert nicht, l\u00f6sen ihn auf und beenden die Reisefreiheit. Dann kann man mit Grenzkontrollen arbeiten. Solange Schengen existiert, ist das, was Dobrindt und die Bundespolizei machen, einfach vollkommener Quatsch.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\">Schauen wir es uns doch rein praktisch an: Ein Asylbewerber kommt zur Bundespolizei, tr\u00e4gt sein Asylgesuch vor und wird zur\u00fcckgewiesen. Was macht er dann? Er geht zwei Kilometer nach rechts oder links, wo keine Kontrollstelle existiert, \u00fcberquert die Grenze, taucht irgendwann in einer deutschen Gro\u00dfstadt auf und beantragt dort Asyl. Dort ist die Grenze weit weg und die Polizei darf ihn nicht mehr zur\u00fcckweisen. Punkt.<\/p>\n<p>Loading&#8230;<\/p>\n<p>Loading&#8230;<\/p>\n<p>Loading&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ansturm auf die Grenzanlagen in Ceuta. 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