{"id":88538,"date":"2026-08-27T09:11:44","date_gmt":"2026-08-27T09:11:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/88538\/"},"modified":"2026-08-27T09:11:44","modified_gmt":"2026-08-27T09:11:44","slug":"migration-spanien-bittet-die-eu-um-hilfe-in-der-ceuta-krise-politik-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/88538\/","title":{"rendered":"Migration: Spanien bittet die EU um Hilfe in der Ceuta-Krise &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vw426e\">\u201eEine weitere Krise, die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Pedro_S%C3%A1nchez\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pedro S\u00e1nchez<\/a> l\u00f6st\u201c, jubelte Spaniens Verkehrsminister und Vieltwitterer \u00d3scar Puente, als ein gro\u00dfer Teil der mehr als 70 000 eingedrungenen Migranten die spanische Exklave Ceuta wieder verlassen hatte. Doch knapp vier Wochen nach dem Vorfall an der spanisch-marokkanischen Grenze zeigt sich: Die Krise ist alles andere als gel\u00f6st.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/projekte\/artikel\/politik\/ceuta-marokko-spanien-fluechtlinge-e401076\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tausende Migranten, viele von ihnen Minderj\u00e4hrige, verharren in Ceuta<\/a>, wo sie seit Wochen unter unmenschlichen Umst\u00e4nden in den Gassen und W\u00e4ldern der Exklave hausen. Einem Teil von ihnen lie\u00df Spaniens Regierung erst vor wenigen Tagen Notunterk\u00fcnfte und medizinische Versorgung zukommen.\u00a0Spaniens Verteidigungsministerin Margarita Robles bat\u00a0am Dienstag\u00a0bei einem \u00f6ffentlichen Auftritt jene Menschen um Entschuldigung, die sich im Zuge der Krise in Ceuta \u201everlassen\u201c gef\u00fchlt h\u00e4tten. Gemeint waren jedoch nicht die Migranten, sondern die Bewohner Ceutas.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Deren Stadtoberhaupt fordert seit Anfang August mehr Unterst\u00fctzung von der Madrider Zentralregierung sowie drastische Ma\u00dfnahmen gegen die laut seiner Rechnung noch 9000 in Ceuta verbliebenen Migranten. Unter anderem verlangt er, das Asylrecht auf dem Territorium der Exklave auszusetzen.<\/p>\n<p>Die Opposition fordert, alle Migranten nach Marokko zur\u00fcckzuf\u00fchren, auch Minderj\u00e4hrige<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Spaniens Regierung versucht nun die negativen innen- wie au\u00dfenpolitischen Nachwirkungen der Ceuta-Krise einzud\u00e4mmen. Die Opposition, insbesondere der Anf\u00fchrer der in Umfragen f\u00fchrenden konservativen Partei, Alberto N\u00fa\u00f1ez Feij\u00f3o, stellte in den vergangenen Tagen harte Forderungen. Unter anderem sollen nach dem Willen der Rechten und Konservativen s\u00e4mtliche Ende Juli illegal eingedrungenen Migranten nach <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Marokko\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Marokko<\/a> zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Das solle auch f\u00fcr Minderj\u00e4hrige gelten. Letzteres verweigert die Regierung in Madrid mit dem Verweis auf spanisches und internationales Recht. Doch in der ersten Sitzung nach der Sommerpause k\u00fcndigte das Kabinett zwei Gesetzesvorhaben an, die Asyl- und Einwanderungsverfahren vereinfachen und m\u00f6gliche Abschiebungen beschleunigen sollen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Premierminister S\u00e1nchez, der gleich nach dem H\u00f6hepunkt der Krise in Ceuta einen mehrw\u00f6chigen Urlaub angetreten hatte, rief am Dienstag erstmals in seiner Regierungszeit eine \u201eSituation mit Belang f\u00fcr die nationale Sicherheit\u201c aus. Das erlaubt gem\u00e4\u00df spanischem Recht, das Kommando \u00fcber das Krisenmanagement zu zentralisieren. Die Aufgabe bekam Spaniens Territorialminister \u00c1ngel V\u00edctor Torres \u00fcbertragen. Er war von 2019 bis 2023 Pr\u00e4sident der Kanarischen Inseln, einem Ziel vieler Migranten aus <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Afrika\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Afrika<\/a>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1787821904_496_4acf3818-2ec9-41dc-a410-72211d29e407.jpg\"   alt=\"\u201eCeuta und Melilla sind Spanien\u201c, betont die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>\u201eCeuta und Melilla sind Spanien\u201c, betont die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles. Juan Barbosa\/REUTERS<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Um die Migrationskrise in Ceuta zu bew\u00e4ltigen, den Grenzschutz zu verbessern und insbesondere den jugendlichen Migranten Verpflegung und Unterkunft zu verschaffen, hat Spaniens Regierung die Europ\u00e4ische Kommission um Hilfe gebeten. Dort werde das Ersuchen \u201emit Priorit\u00e4t\u201c gepr\u00fcft, erkl\u00e4rte ein Sprecher der EU am Dienstag, wie die spanische Nachrichtenagentur EFE berichtet.<\/p>\n<p>Wieder meldet ein hochrangiges Mitglied der marokkanischen F\u00fchrung Anspr\u00fcche auf Ceuta und Melilla an<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ungel\u00f6st bleibt derweil das eigentliche Problem, das hinter der Krise von Ceuta steckt: Spaniens schwieriges Verh\u00e4ltnis zu Marokko. Premier S\u00e1nchez hatte sich w\u00e4hrend seiner achtj\u00e4hrigen Amtszeit immer wieder um gute Beziehungen zu Marokkos K\u00f6nig Mohammed VI. und der Regierung in Rabat bem\u00fcht. 2030 richten <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Spanien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Spanien<\/a>, Marokko und Portugal gemeinsam die Fu\u00dfball-WM aus.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Doch was Ceuta und die zweite spanische Exklave Melilla betrifft, bleibt Marokko offenbar unnachgiebig. Zwar unterband die F\u00fchrung in Rabat einen weiteren, in sozialen Medien f\u00fcr den 15. August angek\u00fcndigten Massen\u00fcbertritt junger Menschen an der Grenze zu Ceuta. Aber nun meldete zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ein hochrangiges Mitglied der F\u00fchrung Marokkos Anspr\u00fcche auf die spanischen Territorien Ceuta und Melilla an.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Marokkos Minister f\u00fcr islamische Angelegenheiten, Ahmed Toufiq, bekr\u00e4ftigte nach Berichten mehrerer Nachrichtenagenturen am Dienstag bei einer Veranstaltung im K\u00f6nigspalast von Rabat die historischen Anspr\u00fcche seines Landes auf die \u201ebesetzten St\u00e4dte\u201c Ceuta und Melilla.\u00a0K\u00f6nig Mohammed VI. war zugegen, ebenso Kronprinz Moulay Hassan und Premierminister Aziz Akhannouch. Die R\u00fcckkehr in den \u201eScho\u00df der Heimat\u201c der beiden spanischen Exklaven hatte vor wenigen Wochen schon Marokkos Justizminister Abdellatif Ouahbi gefordert.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Spaniens Verteidigungsministerin Robles entgegnete den marokkanischen Forderungen am Dienstag: \u201eDamit niemand Zweifel hegt: Ceuta und Melilla sind Spanien.\u201c Die beiden Exklaven in Nordafrika seien nicht nur \u201espanisch\u201c (espa\u00f1ol), sondern espa\u00f1olisimo, also \u201esehr spanisch\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eEine weitere Krise, die Pedro S\u00e1nchez l\u00f6st\u201c, jubelte Spaniens Verkehrsminister und Vieltwitterer \u00d3scar Puente, als ein gro\u00dfer Teil&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":88531,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[430,218,21,22,6010,384,2215,11667,4775,34,661,385],"class_list":["post-88538","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-afrika","tag-ausland","tag-eu","tag-europaeische-union","tag-flucht-und-migration","tag-leserdiskussion","tag-marokko","tag-migrations-und-asylpolitik","tag-pedro-sanchez","tag-politik","tag-spanien","tag-sueddeutsche-zeitung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88538","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88538"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88538\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/88531"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88538"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88538"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88538"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}