{"id":91124,"date":"2026-09-01T16:17:14","date_gmt":"2026-09-01T16:17:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/91124\/"},"modified":"2026-09-01T16:17:14","modified_gmt":"2026-09-01T16:17:14","slug":"el-nino-auf-rekordkurs-auswirkungen-auf-europa-amerika-asien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/91124\/","title":{"rendered":"El Ni\u00f1o auf Rekordkurs: Auswirkungen auf Europa, Amerika, Asien"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nicht nur der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/rhein\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rhein<\/a> ist derzeit kaum mehr als ein Rinnsal, auch im Panamakanal fehlt reichlich Wasser. So gro\u00df ist der Mangel dort, dass die Zahl der Schiffe, die den Kanal t\u00e4glich passieren darf, im September reduziert wird. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Trockenheit im Rhein und im Panamakanal sind allerdings unterschiedlich \u2013 w\u00e4hrend hierzulande der Niederschlag bei best\u00e4ndigen Hochdrucklagen ausblieb, wird der fehlende Regen in Panama auf <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/panorama\/super-el-nino-2026-was-klimaforscher-jetzt-warnen_aid-149255951\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">das Klimaph\u00e4nomen El Ni\u00f1o<\/a> zur\u00fcckgef\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ver\u00e4nderte Niederschlagsmuster sind eine Folge des Wetterph\u00e4nomens, bedingt durch ungew\u00f6hnlich hohe Wassertemperaturen im \u00f6stlichen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/pazifik\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pazifik<\/a> vor der K\u00fcste S\u00fcdamerikas und gleichzeitig deutlich niedrigere Wassertemperaturen im westlichen Pazifik. Tats\u00e4chlich zeichnet sich ab, dass sich in diesem Jahr eines der st\u00e4rksten El-Ni\u00f1o-Ereignisse seit Beginn der Aufzeichnungen vor 150 Jahren anbahnt \u2013 mit Folgen, die auch in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/europa\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a> zu sp\u00fcren sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>El Ni\u00f1o k\u00f6nnte Rekordwerte erreichen      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei den bisher st\u00e4rksten Ereignissen 1997\/98 und 2015\/16 lag der Relative Oceanic Ni\u00f1o Index (RONI) bei etwa plus 2,4 Grad, schreibt Meteorologe Nico Bauer vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Der RONI beschreibt laut Bauer, wie stark die Meeresoberfl\u00e4chentemperaturen im zentralen tropischen Pazifik im Verh\u00e4ltnis zu den Temperaturen des \u00fcbrigen tropischen Ozeans vom Normalzustand abweichen. Laut den aktuellen Prognosen k\u00f6nnte dieser Wert im kommenden <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/winter\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Winter<\/a> deutlich \u00fcberschritten werden, sogar m\u00f6glicherweise um ein Grad.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Klimaforscher Zeke Hausfather, Leitautor f\u00fcr den kommenden Bericht des Weltklimarats, sagte der \u201eS\u00fcddeutschen Zeitung\u201c entsprechend, dass das aktuelle El-Ni\u00f1o-Ereignis beispiellos sein werde und \u201ehei\u00dfer als alles, was wir bisher gesehen haben\u201c. Schon jetzt sei es das zweitst\u00e4rkste Ph\u00e4nomen seit Beginn der Aufzeichnungen, der H\u00f6hepunkt werde aber erst zwischen November und Januar erwartet.<\/p>\n<p>Schwere D\u00fcrre und kr\u00e4ftige Niedersch\u00e4ge      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Was hei\u00dft das nun konkret? Zun\u00e4chst einmal, dass das Wettergeschehen auf bemerkenswerte Weise durcheinander gebracht wird, wie es Hausfather ausdr\u00fcckt. Besonders betroffen k\u00f6nnen unter anderem Teile Amerikas, Australiens, Asiens und Afrikas sein. W\u00e4hrend es in S\u00fcdamerika selbst in sonst trockenen Gebieten zu kr\u00e4ftigen Niederschl\u00e4gen kommen kann, herrscht in Teilen S\u00fcdostasiens h\u00e4ufig schwere D\u00fcrre, erkl\u00e4rt Bauer. Das kann \u00f6kologische wie wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen, sowohl f\u00fcr die Region als auch f\u00fcr den Welthandel.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Hausfather spricht davon, dass beispielsweise durch Ernteausf\u00e4lle die Einbu\u00dfen im langfristigen Weltwirtschaftswachstum in die Billionen Dollar gehen k\u00f6nnen. Bei fr\u00fcheren Ereignissen kam es in tropischen Riffen auch zu einer Korallenbleiche, die in diesem Jahr noch schlimmer ausfallen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Europa wird eher indirekt getroffen. So kann das Ph\u00e4nomen den Polarwirbel sowie die sogenannte Nordatlantische Oszillation (NAO) beeinflussen. Eine negative NAO kann wiederum die Voraussetzungen f\u00fcr Kaltlufteinbr\u00fcche nach Europa beg\u00fcnstigen, erkl\u00e4rt Bauer. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/panorama\/ausland\/super-el-nino-2026-droht-europa-ein-kaeltewinter_aid-147157257\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dass es bei einem starken El Ni\u00f1o zu einem kalten Winter in Europa kommt<\/a>, weil daf\u00fcr auch andere Faktoren entscheidend sind. Vergangene El-Ni\u00f1o-Ereignisse h\u00e4tten laut Bauer sogar gezeigt, dass im Fr\u00fchwinter durch ausgepr\u00e4gte Westwinde milde und feuchte Atlantikluft nach Europa gef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Aber auch das tritt nicht bei jedem El Ni\u00f1o auf, ist abh\u00e4ngig von Ausdehnung und Intensit\u00e4t des Ereignisses und dem klimatologischen Grundzustand. Bauers Fazit: El Ni\u00f1o k\u00f6nne auch in Europa die Wahrscheinlichkeit bestimmter Wetterlagen ver\u00e4ndern, nur lasse sich das noch nicht ad\u00e4quat prognostizieren.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Hausfather l\u00e4sst sich gar nicht zu den Folgen f\u00fcr Europa aus. Daf\u00fcr ist er aber dezidiert, was den Anstieg der weltweiten Temperatur angeht. Es stehe ein gro\u00dfer Sprung der globalen Temperatur bevor, 2027 werde deshalb ein Rekordjahr f\u00fcr die globale Erw\u00e4rmung. F\u00fcr die letzten Monate des Jahres erwarte er daher deutlich erh\u00f6hte Temperaturen. Hausfather: \u201eDamit w\u00e4chst die Wahrscheinlichkeit, dass bereits 2026 das w\u00e4rmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden k\u00f6nnte. Ich rechne aber eher mit dem zweitw\u00e4rmsten Jahr.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nicht nur der Rhein ist derzeit kaum mehr als ein Rinnsal, auch im Panamakanal fehlt reichlich Wasser. 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