{"id":91182,"date":"2026-09-01T18:02:11","date_gmt":"2026-09-01T18:02:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/91182\/"},"modified":"2026-09-01T18:02:11","modified_gmt":"2026-09-01T18:02:11","slug":"russland-und-ukraine-eu-vor-neuer-belastungsprobe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/91182\/","title":{"rendered":"Russland und Ukraine: EU vor neuer Belastungsprobe"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Umweg Wadephuls hatte eine gewisse Symbolik. Russlands Krieg gegen die Ukraine wird in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bruessel\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Br\u00fcssel<\/a> l\u00e4ngst nicht mehr nur als Konflikt jenseits der EU-Grenzen betrachtet. Zunehmend geht es auch darum, wie <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/europa\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a> auf Moskaus sogenannte hybride Kriegsf\u00fchrung reagiert: Sabotage, Cyberattacken, Drohnen, Einflussoperationen \u2013 Angriffe unterhalb der Schwelle eines offenen Krieges. Oder liegt diese Schwelle l\u00e4ngst hinter uns, wie ein Diplomat hinter den Kulissen fragte?<\/p>\n<p>Russland lotet Grenzen aus      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/deutschland\/ermittler-gehen-von-mehreren-drohnen-bei-vorfall-in-leipzig-aus_aid-153692375\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Der Vorfall in Leipzig k\u00f6nnte einer der bislang schwerwiegendsten F\u00e4lle auf dem Kontinent sein<\/a>. Russland m\u00fcsse wissen, \u201edass Deutschland ein Stabilit\u00e4tsfaktor in Europa ist, der immer auch zu Verhandlungen bereit ist, aber der sich in keiner Weise einsch\u00fcchtern l\u00e4sst\u201c, sagte Wadephul am Dienstag. Berlin will seine Antwort mit den europ\u00e4ischen und Nato-Partnern abstimmen. Vor allem die baltischen und osteurop\u00e4ischen Staaten warnen schon l\u00e4nger davor, solche Vorf\u00e4lle isoliert zu betrachten. Sie sehen dahinter vielmehr den Versuch Moskaus, auszuloten, wie weit die Russen gehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eSie testen st\u00e4ndig diese Schwelle \u2013 wo verl\u00e4uft diese rote Linie?\u201c, sagte Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur. Europa m\u00fcsse einen k\u00fchlen Kopf bewahren und d\u00fcrfe nicht \u00fcberreagieren, solange es sich nicht um einen milit\u00e4rischen Angriff handele.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">W\u00e4hrend der Kreml den Druck auf Europa erh\u00f6ht, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/politik\/ausland\/russland-greift-ukraine-vor-beginn-des-schuljahrs-massiv-an_aid-154051245\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">versch\u00e4rft Russland zugleich seine Angriffe auf die Ukraine<\/a>. In der Nacht auf Dienstag kamen nach ukrainischen Angaben bei einer neuen Welle von Drohnen- und Raketenattacken mindestens zw\u00f6lf Menschen in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kiew\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kiew<\/a> und Umgebung ums Leben. \u201eRussland eskaliert ganz bewusst, um den Menschen in der Ukraine so viel Leid wie m\u00f6glich zuzuf\u00fcgen, um sie zu brechen\u201c, sagte EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas.<\/p>\n<p>Milit\u00e4rische Hilfe f\u00fcr die Ukraine und wirtschaftlicher Druck auf Moskau      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr die EU-Verteidigungsminister stellte sich deshalb am Dienstag vor allem die Frage, woher zus\u00e4tzliches Milit\u00e4rmaterial kommen soll. Kiew gehen insbesondere Raketen f\u00fcr westliche Luftverteidigungssysteme aus, w\u00e4hrend Europa die Produktion kurzfristig kaum ausreichend erh\u00f6hen kann. Der ukrainische Au\u00dfenminister Yevgeniy Khmara wollte die Verb\u00fcndeten in Irland deshalb zu weiteren Lieferungen dr\u00e4ngen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch vorhandene Best\u00e4nde sollen laut EU-Diplomaten mobilisiert werden. Einige L\u00e4nder verf\u00fcgten \u00fcber Abfangraketen, deren Einsatzdauer bald ablaufe, sagte Kallas. \u201eEs w\u00e4re daher sehr gut, wenn diese der Ukraine gegeben w\u00fcrden.\u201c Mehr Engagement fordern einige Partner vor allem von Spanien und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/griechenland\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Griechenland<\/a>, die bei den angebotenen Abfangraketen hinter anderen Verb\u00fcndeten zur\u00fcckliegen. Spaniens Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez hatte im M\u00e4rz f\u00fcnf Patriot-Abfangraketen zugesagt, Griechenland bislang keine. Ministerpr\u00e4sident Kyriakos Mitsotakis hat sich sogar damit gebr\u00fcstet, dem Druck zur Abgabe von Patriots widerstanden zu haben. Es sei \u201enicht fair, wenn einige L\u00e4nder den gr\u00f6\u00dften Teil der Last tragen\u201c, kritisierte diese Woche ein EU-Diplomat.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch die milit\u00e4rische Hilfe soll nur ein Teil der europ\u00e4ischen Antwort sein. Die EU will zugleich den wirtschaftlichen Druck auf <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/moskau\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Moskau<\/a> erh\u00f6hen und erw\u00e4gt, weitere rund 1600 Personen und Unternehmen mit Sanktionen zu belegen. Erneut diskutiert wird auch, ob die rund 200 Milliarden Euro eingefrorener Verm\u00f6genswerte der russischen Zentralbank f\u00fcr die Ukraine genutzt werden k\u00f6nnen. Der Gro\u00dfteil wird in Belgien verwahrt, dessen Regierung sich vehement gegen den Schritt str\u00e4ubt. Ein Vorsto\u00df war daran bereits im vergangenen Jahr gescheitert. Stattdessen nahm die EU selbst einen Kredit \u00fcber 90 Milliarden Euro f\u00fcr die Ukraine auf. Doch in Br\u00fcssel wachsen Zweifel, ob das Geld wie geplant zwei Jahre reichen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Umweg Wadephuls hatte eine gewisse Symbolik. 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