{"id":91190,"date":"2026-09-01T18:17:19","date_gmt":"2026-09-01T18:17:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/91190\/"},"modified":"2026-09-01T18:17:19","modified_gmt":"2026-09-01T18:17:19","slug":"kabinettssitzung-bayern-fordert-eu-verschlanken-und-reformieren-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/91190\/","title":{"rendered":"Kabinettssitzung: Bayern fordert: EU verschlanken und reformieren"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die bayerische Staatsregierung unter Ministerpr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/personen\/mp-markus-soeder\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Markus S\u00f6der<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/organisationen\/mp-csu\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">CSU<\/a>) fordert in deutlichen Worten eine umfassende Reform und Verschlankung der Europ\u00e4ischen Union (EU). Konkret verlangt der Freistaat unter anderem weniger Regulierung, einen EU-Stellenstopp und eine Verkleinerung der EU-Kommission und weiterer Beh\u00f6rden. Eine Ausweitung des n\u00e4chsten EU-Haushalts lehnt die Staatsregierung dagegen strikt ab.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eWir sind pro Europa\u201c, betonte S\u00f6der nach einer Kabinettssitzung in <a href=\"https:\/\/www.mainpost.de\/orte\/mp-muenchen\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">M\u00fcnchen<\/a> wiederholt \u2013 auch auf Nachfragen, weil das neue bayerische Papier viele eher plakative Formulierungen enth\u00e4lt. Es brauche aber dringend Reformen: \u201eUm dieses Europa stark zu machen, m\u00fcssen wir etwas ver\u00e4ndern\u201c, sagte S\u00f6der. Aktuell gebe es \u201ezu viel B\u00fcrokratie, zu viel G\u00e4ngelei, zu viel Mikromanagement\u201c.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    S\u00f6der k\u00fcndigte an, Europaminister Eric Bei\u00dfwenger (CSU) werde den neuen \u201eEuropa-Plan\u201c als Vorsitzender der Europaministerkonferenz mit den anderen Bundesl\u00e4ndern abstimmen. Dass Bayern \u00fcberhaupt einen solchen Plan vorlegt, begr\u00fcndete er damit, dass Bayern eine der st\u00e4rksten Regionen in Europa sei, auch beim Export. Zentrale Vorschl\u00e4ge und Forderungen im \u00dcberblick:\n  <\/p>\n<p>            Regelungsmoratorium<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eEuropa verliert an Akzeptanz durch \u00dcberregulierung\u201c, konstatiert die Staatsregierung und listet ihre bekannten Kritikpunkte auf: \u201eFeste Plastikdeckel, Verbot von Plastikstrohhalmen, Verbot f\u00fcr Staubsauger und Fernseher mit mehr als 900 Watt, Regeln f\u00fcr Insekten in Lebensmitteln und vieles mehr.\u201c Es brauche deshalb \u201eein Normen-Moratorium und ein Ende der Bevormundung\u201c. \u00dcberbordende Regelungen und Berichtspflichten m\u00fcssten abgebaut werden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eDerzeit gibt es 30.000 Richtlinien, Verordnungen und entsprechende Entscheidungen. Allein 2025 gab es \u00fcber 1.400 neue Rechtsakte. Das war selbst f\u00fcr europ\u00e4ische Verh\u00e4ltnisse ein neuer Rekord\u201c, kritisierte S\u00f6der.\n  <\/p>\n<p>            Stellenmoratorium<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eDie Verwaltung muss auf Di\u00e4t gesetzt werden\u201c, fordert die Staatsregierung und lehnt \u201eneue Beh\u00f6rden, Agenturen und Posten\u201c ab. Die EU habe derzeit rund 60.000 Besch\u00e4ftigte, und 2.500 neue Stellen sind angek\u00fcndigt. \u201eDies ist nicht vermittelbar.\u201c Es brauche deshalb ein Stellenmoratorium und damit weniger Beamte sowie eine Verschlankung des Beh\u00f6rdengeflechts.\n  <\/p>\n<p>            Weniger Kommissare<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Zahl der Kommissarposten soll nach Vorstellung der Staatsregierung auf zwei Drittel reduziert werden. \u201eDas h\u00e4tte nach den EU-Vertr\u00e4gen bereits 2014 passieren sollen\u201c, hei\u00dft es zur Begr\u00fcndung. Gleichzeitig brauche es Druck auf die EU-Kommission, ihre Beh\u00f6rden mindestens um ein Drittel zu reduzieren.\n  <\/p>\n<p>            Parlament soll sparen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das Europ\u00e4ische Parlament soll \u2013 so Bayerns Forderung \u2013 deutlich sparen. Ansetzen m\u00fcsse man vor allem beim monatlichen Umzug des Plenums, bei dem bis zu 4.500 Personen zwischen Br\u00fcssel und Stra\u00dfburg pendelten.\n  <\/p>\n<p>            Nicht mehr Geld, sondern sparen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Staatsregierung lehnt eine Ausweitung des n\u00e4chsten EU-Haushalts f\u00fcr die Jahre 2028 bis 2034 auf zwei Billionen Euro klar ab. Weitere konkrete Forderungen lauten: keine neuen Schulden, keine EU-Steuern und keine neuen Abgaben, eine Priorisierung bei den Ausgaben: f\u00fcr Wettbewerbsf\u00e4higkeit, Sicherheit, Spitzenforschung, Regionalf\u00f6rderung und Landwirtschaft. Und es soll auch auf EU-Ebene k\u00fcnftig gelten: \u201eWer bestellt, der bezahlt\u201c, sagte S\u00f6der.\n  <\/p>\n<p>            Mehr Wettbewerbsf\u00e4higkeit, weniger B\u00fcrokratie<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Schl\u00fcsselindustrien sollen, so argumentiert Bayern, nicht l\u00e4nger durch \u201eideologische Regulierung\u201c geschw\u00e4cht werden. Es brauche etwa ein echtes Aus vom Verbrenner-Aus, also Technologieoffenheit f\u00fcr Hightech-Verbrenner.\n  <\/p>\n<p>            Reform des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Staatsregierung fordert, dass sich der Europ\u00e4ische Gerichtshof (EuGH) \u201eauf das Wesentliche\u201c konzentriert. \u201eAnspruch ist eine Rechtsprechung f\u00fcr alle Europ\u00e4er, nicht f\u00fcr die europ\u00e4ischen Institutionen\u201c, hei\u00dft es im bayerischen \u201eEuropa-Plan\u201c. Manche Urteile seien schlicht nicht mehr nachvollziehbar. Wenn das \u201eKlein-Klein\u201c so weitergehe, werde das zur Belastung, sagte Bei\u00dfwenger. Der EuGH d\u00fcrfe keine Arbeitsbeschaffungsmaschine f\u00fcr EU-Institutionen seien.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die bayerische Staatsregierung unter Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) fordert in deutlichen Worten eine umfassende Reform und Verschlankung der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":90956,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[1850,250,15470,21,6,29523,1855,2022,301,29522],"class_list":["post-91190","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-bayern","tag-csu","tag-eric-beisswenger","tag-eu","tag-europa","tag-europa-plan","tag-freistaat","tag-markus-soeder","tag-muenchen","tag-staatsregierung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91190","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=91190"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91190\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/90956"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91190"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=91190"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91190"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}