{"id":92448,"date":"2026-09-03T17:41:12","date_gmt":"2026-09-03T17:41:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/92448\/"},"modified":"2026-09-03T17:41:12","modified_gmt":"2026-09-03T17:41:12","slug":"raumfahrt-quantencomputer-und-raumfahrt-mehr-souveraenitaet-europas-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/92448\/","title":{"rendered":"Raumfahrt &#8211; Quantencomputer und Raumfahrt &#8211; Mehr Souver\u00e4nit\u00e4t Europas &#8211; Wissen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">K\u00f6ln\/J\u00fclich (dpa\/lnw) &#8211; Europa muss nach Worten des Astronauten Matthias Maurer in der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Raumfahrt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Raumfahrt<\/a> souver\u00e4ner und unabh\u00e4ngiger werden. \u201eWenn es Richtung Mond geht, dann m\u00f6chten wir das gemeinsam mit Partnern machen\u201c, sagte Maurer bei einem Besuch von NRW-Ministerpr\u00e4sident Hendrik W\u00fcst (CDU) in der Mondsimulationsanlage LUNA in K\u00f6ln. Wenn es aber um die Internationale Raumstation ISS oder eine Nachfolgestation gehe, dann m\u00fcsse Europa unabh\u00e4ngig werden von Partnern, die vielleicht nicht mehr ganz so zuverl\u00e4ssig seien wie in der Vergangenheit.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eWir fliegen momentan mit Amerikanern und auch mit Russen ins All\u201c, sagte Maurer. \u201eWir w\u00fcnschen uns als Europa eine eigene Kapsel f\u00fcr europ\u00e4ische Astronautinnen und Astronauten.\u201c<\/p>\n<p>Mond wird entdeckt wie die Antarktis\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eDer Mond ist der achte Kontinent unserer Zeit, und der wird entdeckt werden wie die Antarktis vor hundert Jahren\u201c, sagte der deutsche Astronaut Alexander Gerst. \u201eNicht um eine Flagge mehr aufzustellen\u201c, betonte er. \u201eJetzt geht es voran. Wir gehen als Wissenschaftlerinnen und als Wissenschaftler dorthin.\u201c\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In wenigen Jahrzehnten werde es auf dem Mond Forschungsstationen geben wie jetzt schon die deutsche Neumayer-Station in der Antarktis, wo internationale Forscher friedlich zusammenarbeiten. Deshalb sei es wichtig, dass Europa mit dabei sei und \u201edass wir das nicht den anderen \u00fcberlassen, weil das wird passieren, mit uns oder ohne uns\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ministerpr\u00e4sident W\u00fcst sagte: \u201eWenn Sie jetzt den Weg zum Mond sehen, sind wir da ganz weit vorne.\u201c Auch aus geostrategischen und Sicherheitsgr\u00fcnden m\u00fcsse Europa stark sein in der Luft- und Raumfahrt. NRW wolle als wichtiger Standort einen Beitrag leisten, \u201edass der Weg zum Mond \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Nordrhein-Westfalen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nordrhein-Westfalen<\/a> geht, weil wir hier eben gute Trainingsmodule haben\u201c.<\/p>\n<p>Alltag auf dem Mond in K\u00f6ln \u00fcben<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die rund 700 Quadratmeter gro\u00dfe Simulationsanlage des Deutschen Zentrums f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Europ\u00e4ischen Weltraumorganisation ESA spielt eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung k\u00fcnftiger Mondmissionen. Dort k\u00f6nnen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Astronauten neue Technik wie Roboter oder Raumanz\u00fcge unter realistischen Bedingungen testen, seit Kurzem mit einer neuen Sonnensimulationsanlage.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bedeckt ist die simulierte Mondlandschaft mit etwa 900 Tonnen Staub. Der Staub wurde aus Basalt hergestellt und stammt aus einem Steinbruch im Rhein-Sieg-Kreis. Er soll dem Original-Mondstaub sehr \u00e4hnlich sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/14f574b7-0f9a-44bd-b864-67e7dd432592.jpg\"   alt=\"F\u00fcr Astronauten ist der Mond der \u201eachte Kontinent\u201c. Ministerpr\u00e4sident W\u00fcst sagte: \u201eWenn Sie jetzt den Weg zum Mond sehen, sind wir da ganz weit vorne.\u201c\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>F\u00fcr Astronauten ist der Mond der \u201eachte Kontinent\u201c. Ministerpr\u00e4sident W\u00fcst sagte: \u201eWenn Sie jetzt den Weg zum Mond sehen, sind wir da ganz weit vorne.\u201c<\/p>\n<p>Henning Kaiser\/dpa<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Den beengten Alltag auf einer k\u00fcnftigen Mondstation k\u00f6nnen Astronauten in K\u00f6ln in einem neuen Wohn- und Arbeitsquartier f\u00fcr vier Personen mit Schlafkabinen, Sanit\u00e4ranlagen, Luftschleuse und Labor simulieren. Kommendes Jahr wird mit EDEN-LUNA zudem ein Gew\u00e4chshaus an das Mondzentrum angebaut.<\/p>\n<p>Gerst und Maurer m\u00f6chten zum Mond<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die beiden erfahrenen deutschen Astronauten Gerst und Maurer, die beide schon auf der ISS waren, hoffen, dass sie bei k\u00fcnftigen Artemis-Mondmissionen dabei sein k\u00f6nnen. F\u00fcr 2028 sind gleich zwei Mondmissionen geplant. Erstmals nach einem halben Jahrhundert sollen dann wieder Menschen auf dem Mond landen.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auf die Frage, ob auch er gerne zum Mond fliegen w\u00fcrde, sagte W\u00fcst:\u00a0\u201eIch bin nicht sicher, ob es nicht welche gibt, die mich gern zum Mond schie\u00dfen, aber ich f\u00fchle mich auf der Erde ganz wohl.\u201c Er sei sich auch sicher, dass er nicht einmal einen Bruchteil dessen k\u00f6nnte, was man f\u00fcr eine Mondmission k\u00f6nnen m\u00fcsse.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/a63414ae-bd01-458e-aed9-237a41fcc985.jpg\"   alt=\"Quantencomputer k\u00f6nnten unser Leben tiefgreifend ver\u00e4ndern.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Quantencomputer k\u00f6nnten unser Leben tiefgreifend ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Henning Kaiser\/dpaNeuer Quantencomputer in J\u00fclich<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Technologische Souver\u00e4nit\u00e4t Deutschlands und Europas forderte auch die Vorstandschefin des Forschungszentrums J\u00fclich, Astrid Lambrecht. Es gehe nicht nur um exzellente Forschung, sondern darum, eigene Technologien zu entwickeln, sie wettbewerbsf\u00e4hig zu machen und in die Anwendung zu bringen, sagte Lambrecht bei der Einweihung des neuen, in NRW entwickelten Quantencomputers JION.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dieser soll k\u00fcnftig Forschern, Unternehmen und Industrie offenstehen, etwa f\u00fcr die Medizin, Batterieforschung, sichere Verschl\u00fcsselungsverfahren oder das Finanzwesen, wenn klassische Rechnersysteme nicht mehr reichen. Quantencomputer k\u00f6nnten nach Worten von Experten m\u00f6glicherweise k\u00fcnftig auch Tierversuche unn\u00f6tig machen.<\/p>\n<p>Tiefgreifende Ver\u00e4nderungen des Lebens<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eQuantentechnologien bieten uns unglaubliche Chancen, die werden unser Leben tiefgreifend ver\u00e4ndern\u201c, sagte Ministerpr\u00e4sident W\u00fcst. \u201eUnsere Kompetenzen in diesen Zukunftstechnologien entscheiden mit dar\u00fcber, ob wir technologisch unabh\u00e4ngig sind und unsere Sicherheit und wirtschaftlicher Erfolg in Zukunft gew\u00e4hrleistet bleiben.\u201c <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Deutschland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> solle f\u00fchrender Quantenstandort werden &#8211; mit NRW als einem starken Motor.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Traditionelle <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Computer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Computer<\/a> arbeiten mit Bits. Ein Bit kann nur zwei Zust\u00e4nde annehmen: \u201eEins\u201c und \u201eNull\u201c beziehungsweise \u201eAn\u201c und \u201eAus\u201c. Quantencomputer arbeiten dagegen mit Qubits (\u201eQuanten-Bits\u201c). Sie nutzen nach Erkl\u00e4rung Lambrechts einzelne Atome, die in einem elektromagnetischen Feld schweben &#8211; ihre Quantenzust\u00e4nde werden mit Laserlicht oder mit Mikrowellen gesteuert und bilden Qubits. Dadurch kann der Quantencomputer nach Worten Lambrechts Probleme auf eine grunds\u00e4tzlich andere Art und Weise l\u00f6sen, die die sich klassischen Hochleistungsrechnern entziehen.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Mit dem Supercomputer Jupiter steht am Forschungszentrum J\u00fclich einer der schnellsten Rechner der Welt bereit. JION wird in die Infrastruktur f\u00fcr Quantencomputer eingebunden und damit Teil der Supercomputer-Architektur des Forschungszentrums. Entwickelt wurde der neue Quantencomputer vom Siegener Start-up eleQtron gemeinsam mit dem Forschungszentrum J\u00fclich.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260903-930-627751\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6ln\/J\u00fclich (dpa\/lnw) &#8211; Europa muss nach Worten des Astronauten Matthias Maurer in der Raumfahrt souver\u00e4ner und unabh\u00e4ngiger werden.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":92449,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[1759,29923,82,1330,6,29924,838,8914,488,385,228,1793],"class_list":["post-92448","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-computer","tag-deutsches-zentrum-fuer-luft-und-raumfahrt-dlr","tag-deutschland","tag-digital","tag-europa","tag-forschungszentrum-juelich-gmbh","tag-internet","tag-nordrhein-westfalen","tag-raumfahrt","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-technologie","tag-wissen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92448","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=92448"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92448\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media\/92449"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=92448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}