{"id":92513,"date":"2026-09-03T19:33:17","date_gmt":"2026-09-03T19:33:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/92513\/"},"modified":"2026-09-03T19:33:17","modified_gmt":"2026-09-03T19:33:17","slug":"litauens-aussenminister-russland-weitet-angriffe-auf-eu-wohl-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/92513\/","title":{"rendered":"Litauens Au\u00dfenminister: Russland weitet Angriffe auf EU wohl aus"},"content":{"rendered":"<p>Fr\u00fchere in Br\u00fcssel beschlossene Abschreckungsma\u00dfnahmen gegen Russland haben Angriffe auf europ\u00e4ische Staaten bislang nicht verhindert. Dadurch w\u00e4chst nach Ansicht des litauischen Au\u00dfenministers K\u0119stutis Budrys die Gefahr, die Russland f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union darstellt, sagte er Euronews.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Budrys \u00e4u\u00dfert sich nur wenige Tage, nachdem Deutschland <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/09\/01\/dobrindt-russland-geheimdienst-leipzig-drohnen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine mit Sprengstoff best\u00fcckte Drohne<\/a> in der N\u00e4he eines ukrainischen Antonow-Frachtflugzeugs auf dem Flughafen Leipzig\/Halle Russland zugeschrieben hat. Der Airport spielt eine Schl\u00fcsselrolle beim Transport von Milit\u00e4rg\u00fctern. Der Kreml weist diese Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Budrys lobt zwar die Reaktion Berlins auf den Vorfall, bei der die deutschen Nachrichtendienste mehr Befugnisse zur Abwehr von Angriffen erhalten haben. Doch seiner Ansicht nach bleibt die Antwort der Europ\u00e4ischen Union insgesamt unzureichend.<\/p>\n<p>\u201eDie deutschen Dienste, die Sicherheits- und Nachrichtendienste, haben sehr schnell reagiert. Sie haben den Anschlagsplan, diesen Akt des Staatsterrorismus, verhindert und das Ganze dem verantwortlichen Staat und dessen Diensten zugeordnet. Das ist ein gutes Zeichen daf\u00fcr, dass wir \u00fcber solche F\u00e4higkeiten verf\u00fcgen\u201c, sagte der litauische Minister im <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/12-minutes-with\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Euronews-Interviewformat \u201e12 Minutes with\u201c<\/a>.<\/p>\n<p>Der vereitelte Einsatz in Leipzig ist f\u00fcr Budrys nur der j\u00fcngste in einer Reihe versuchter Anschl\u00e4ge und mutma\u00dflicher Sabotageakte Russlands gegen EU-Staaten in den vergangenen Monaten. Er zeige, dass die bisherigen Ma\u00dfnahmen gegen die Bedrohung aus dem Kreml nicht ausreichen.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr Russland haben unsere bisherigen Reaktionen nicht ausgereicht, um die Lage neu zu bewerten. Das bedeutet, Russland f\u00fchlt sich nicht abgeschreckt\u201c, sagte Budrys.<\/p>\n<p>\u201eRussland sieht darin nach wie vor eine Art billiges Mittel, um die Spannungen in unseren Gesellschaften zu erh\u00f6hen und Fragen aufzuwerfen, ob wir unsere Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine fortsetzen sollen. Und das bedeutet, dass Russland mit hoher Wahrscheinlichkeit seine Angriffe in Zukunft eskalieren wird.\u201c<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/09\/02\/von-der-leyen-warnt-russische-drohnen-europa-neuer-alltag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">unterstrich EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch<\/a>. Sie warnte, solche Vorf\u00e4lle seien zur \u201eneuen Normalit\u00e4t\u201c geworden und die EU m\u00fcsse \u201emehr tun\u201c und \u201eschneller und besser auf Russlands R\u00fccksichtslosigkeit reagieren\u201c.<\/p>\n<p>Visabeschr\u00e4nkungen und sch\u00e4rfere Sanktionen<\/p>\n<p>Budrys ordnet die j\u00fcngsten Angriffe als kinetisch ein, also mit klassischer Bewaffnung. Hybride Angriffe betr\u00e4fen aus seiner Sicht eher Desinformationskampagnen und Cyberattacken.<\/p>\n<p>\u201eDem setzen wir vor Ort vor allem unsere Spionageabwehr sowie Sicherheits- und Nachrichtendienste entgegen, die gest\u00e4rkt werden m\u00fcssen\u201c, sagte er. Zugleich m\u00fcsse der Druck auch auf politischer und wirtschaftlicher Ebene steigen.<\/p>\n<p>Nachdem Berlin Russland im vergangenen Monat f\u00fcr den Drohnenanschlag auf den deutschen Flughafen verantwortlich gemacht hatte, ordnete die Bundesregierung weitere Schritte an. Sie lie\u00df das russische Konsulat in Bonn schlie\u00dfen, beendete den Vertrag f\u00fcr das Russische Haus in Berlin und k\u00fcndigte strengere Einreisekontrollen f\u00fcr russische Staatsangeh\u00f6rige an.<\/p>\n<p>Die Beschr\u00e4nkung der Bewegungsfreiheit russischer Staatsb\u00fcrger war ebenfalls Thema eines Treffens der EU-Au\u00dfenminister im irischen Wicklow. Bereits seit November 2025 erhalten russische Staatsb\u00fcrger keine Mehrfach-Schengenvisa mehr.<\/p>\n<p>\u201eEs kann nicht sein, dass noch immer so viele russische Touristinnen und Touristen in der Europ\u00e4ischen Union unterwegs sind\u201c, sagte Budrys. Im vergangenen Jahr wurden russischen Staatsangeh\u00f6rigen 477.000 Touristenvisa erteilt.<\/p>\n<p>\u201eWie kann es sein, dass B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger eines Landes, das solche Aktivit\u00e4ten betreibt, hier weiterhin reisen k\u00f6nnen? Das m\u00fcssen wir einschr\u00e4nken\u201c, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>Nach dem Treffen am Mittwoch erkl\u00e4rte die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas, die Mitgliedstaaten h\u00e4tten sich darauf verst\u00e4ndigt, strengere Visabeschr\u00e4nkungen f\u00fcr russische Touristinnen und Touristen voranzutreiben und ehemaligen wie aktiven Angeh\u00f6rigen der russischen Armee EU-weit keine Visa mehr zu erteilen.<\/p>\n<p>Deutschlands Au\u00dfenminister Johann Wadephul k\u00fcndigte zudem an, den Druck auf die sogenannte Schattenflotte Moskaus zu erh\u00f6hen, eine Gruppe alternder Tanker, mit der der Kreml versucht, die westlichen Sanktionen gegen seine \u00d6lindustrie zu umgehen.<\/p>\n<p>Von der Leyen best\u00e4tigte diese Woche, dass die EU an zus\u00e4tzlichen Sanktionen gegen Russland arbeitet. Die Au\u00dfenminister sollen das neue Paket bei ihrem n\u00e4chsten Treffen vorbereiten.<\/p>\n<p>\u201eWir m\u00fcssen unsere Sanktionen gegen Russland versch\u00e4rfen, um zu zeigen, dass wir uns nicht einsch\u00fcchtern lassen und unsere Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine nicht beenden werden\u201c, sagte Budrys.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fr\u00fchere in Br\u00fcssel beschlossene Abschreckungsma\u00dfnahmen gegen Russland haben Angriffe auf europ\u00e4ische Staaten bislang nicht verhindert. 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