{"id":92679,"date":"2026-09-04T05:39:21","date_gmt":"2026-09-04T05:39:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/92679\/"},"modified":"2026-09-04T05:39:21","modified_gmt":"2026-09-04T05:39:21","slug":"studie-milliardenwerte-in-europas-elektroschrott-ungenutzt-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/europa\/92679\/","title":{"rendered":"Studie: Milliardenwerte in Europas Elektroschrott ungenutzt"},"content":{"rendered":"<p>In ausgedienten Haushaltsger\u00e4ten und alter Unterhaltungselektronik schlummern in der EU ungenutzte Rohstoffwerte von mehr als 65 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Untersuchung der Boston Consulting Group (BCG) und der Initiative \u201eCradle to Cradle Electronics\u201c, die anl\u00e4sslich der Technikmesse <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/ifa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">IFA in Berlin<\/a> vorgestellt wurde. Die Autoren warnen vor drastischen Risiken f\u00fcr die europ\u00e4ische Industrie durch geopolitische Abh\u00e4ngigkeiten und mahnen ein grundlegend neues Produktdesign nach dem Kreislaufprinzip an.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Dem Bericht zufolge landen j\u00e4hrlich rund 1,6 Millionen Tonnen kritischer und strategischer Rohstoffe wie Kupfer, Aluminium, Lithium, Kobalt oder seltene Erden in neu auf den EU-Markt gebrachten Ger\u00e4ten. Viele dieser Materialien stammen fast vollst\u00e4ndig aus Drittstaaten \u2013 allen voran China, das etwa bei schweren seltenen Erden nahezu eine Monopolstellung h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Rohstoffe sind teuer<\/p>\n<p>F\u00fcr die Produktion der Neuger\u00e4te m\u00fcssen die Hersteller viel Geld in die Hand nehmen. Exportbeschr\u00e4nkungen, Halbleiterkrisen und der weltweite Boom von Rechenzentren f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Kuenstliche-Intelligenz\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">k\u00fcnstliche Intelligenz<\/a> treiben die Beschaffungspreise stark in die H\u00f6he. Gleichzeitig bleibt dieses Potenzial nach der Nutzung weitgehend unerschlossen: Zwar fallen in Europa j\u00e4hrlich mehr als 13 Millionen Tonnen Elektroschrott an, doch die offizielle Sammelquote liegt bei lediglich rund 43 Prozent. Allein in europ\u00e4ischen Schubladen verstauben demnach sch\u00e4tzungsweise 700 Millionen ungenutzte Smartphones, die rund 50.000 Tonnen strategische Rohstoffe binden.<\/p>\n<p>Defizite machen die Autoren der Studie auch bei der Behandlung des Elektroschrotts aus: Weil Altger\u00e4te oft geschreddert, verbrannt oder illegal exportiert w\u00fcrden, gingen wertvolle Metalle und Komponenten verloren.<\/p>\n<p>Als Ausweg schl\u00e4gt die Studie das \u201eCradle to Cradle\u201c-Konzept (C2C) vor. Ger\u00e4te m\u00fcssten von vornherein als \u201eMaterialbanken\u201c konzipiert werden: ohne giftige Stoffe, leicht demontierbar und modular aufgebaut. Dadurch lie\u00dfen sich Komponenten wie Motoren oder Elektronikmodule gezielt reparieren, aufbereiten und wiederverwenden. Bei Haushaltsgro\u00dfger\u00e4ten wie Waschmaschinen, die noch mehrheitlich in Europa gefertigt werden, k\u00f6nnten optimierte Kreisl\u00e4ufe bis zu 50 Prozent des Materialbedarfs f\u00fcr die Neuger\u00e4te einsparen.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:afl@heise.de\" title=\"Andreas Floemer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">afl<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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